Mittwoch, 12. August 2020
Sonntag, 19. Juli 2020

TORGAU

Junge Musiker spendeten den Torgauern Trost

Vor der malerischen Kulisse des Wendelsteins lauschten die Torgauer dem Gesang der insgesamt 17 Studentinnen und Studenten. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Trotz abgesagter Sängerakademie sorgten Leipziger Gesangsstudenten für ein Musikerlebnis der Extraklasse. Knapp 400 Gäste lauschten diesem "Konzert für Torgau".

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Es war eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle, welche die Freunde der Internationalen Sächsischen Sängerakademie in der jüngsten Vergangenheit mitmachen musste. Ende Mai wurde groß verkündet, man wolle die Akademie trotz Corona durchziehen, gerade einmal einen Tag später folgte dann die Ernüchterung in Form der Absage. Die Enttäuschung war groß, ebenso die Rufe nach einer Alternative. Die wurde gefunden und so lockte am vergangenen Samstag das so genannte Trostkonzert auf den Schlosshof, wo insgesamt 17 Studenten der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ ihr Gesangstalent bewiesen. Zu hören gab es verschiedene Stücke aus bekannten und unbekannten Opern, Operetten und Musicals.

inen echten Klassiker, die Arie der Musetta aus der italienischen Oper La Boheme von Giacomo Puccini, brachte Studentin Sina Günther unter dem Wendelstein dar. Begleitet wurde sie dabei, wie alle anderen Sängerinnen und Sänger auch, von Heiko Rentzsch am Klavier.

Trost für alle

Ob das „Konzert für Torgau“, wie es offiziell genannt wurde, ein würdiger Ersatz für die abgesagte Sängerakademie war, darüber lässt sich streiten. Ein sehr umfangreicher Trost war es jedoch allemal. Und das nicht nur für die rund 390 Zuhörer, sondern auch für die jungen Musiker. „Eigentlich müssen wir unsere Sängerinnen und Sänger trösten“, brachte es Prof. Roland Schubert auf den Punkt. Denn diese hätten sich eine Kunst ausgesucht, die aufgrund der so genannten Aerosole in diesen Corona-Zeiten wahrlich gefährlich sei. Für viele sei das Konzert auf dem Schlosshof der erste öffentliche Auftritt seit einem halben Jahr.

Schubert hatte, zusammen mit seiner Professoren-Kollegin Elvira Dreßen, die musikalische Organisation des Trostkonzertes übernommen. Die Initiative, wie auch der Großteil der eigentlichen Organisation, ging jedoch von den Studenten, wie auch der Stadt Torgau und dem Landkreis Nordsachsen, aus. „Als wir die Absage für die diesjährige Sängerakademie erteilten, bekam ich direkt einen Anruf von einer völlig aufgelösten Oberbürgermeisterin Romina Barth, die mich fragte, ob wir denn einen Ersatz organisieren würden“, erzählt Prof. Elvira Dreßen. „Und genau zeitgleich wurde Professor Schubert von seinen Studenten das Gleiche gefragt. Also haben wir ganz kurz und knapp entschieden, dass wir dieses Trostkonzert auf die Beine stellen.“ 

Prof. Roland Schubert führte die rund 390 Gäste durch den Abend.

Viele Gäste im Schlosshof

Und diese spontane Entscheidung wurde belohnt. Nicht nur mit einem riesigen Blumenstrauß, den die Stammgäste der Mittagsmusiken der Sängerakademie auf die Bühne stellten, sondern auch mit fast voll besetzten Stuhlreihen im Schlosshof. Rund 390 Menschen waren gekommen, um sich den „Querschnitt aus drei Jahrzehnten Musiktheater“, wie Professor Schubert das Programm bezeichnete, anzuhören. Die von den jungen Studenten dargebrachte Musik verzauberte dabei ebenso wie die malerische Kulisse von Schloss Hartenfels und sorgte dafür, dass sich die Besucher in den 75 Minuten, die das Programm dauerte, komplett fallen lassen und das einmalige Musikerlebnis genießen konnten. 

Henriette Marie Reinhold verzauberte die Zuschauer mit ihrer Arie des Romeo aus der Oper I Capuletti e i Montecchi.

 

Der spanische Student Ricardo Llamas Márquez vertrat eigentlich nur einen erkrankten Kommilitonen, zog das Publikum aber trotzdem in seinen Bann.

 

Kristyna Rohackova sang die Arie des Tancredi aus der gleichnamigen Oper  von Gioachino Rossini.

 


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