Montag, 29. November 2021
Freitag, 17. Juli 2020

"Helden im Wilden Osten" - schon jetzt große Resonanz

Kurator Aiko Wulff mit einem der Ausstellungs-Würfel.Foto: Martin Jerusalem

Von TZ-Praktikanten Martin Jersualem

Torgau. Seit dem 17. Juli lockt eine neue Sonderausstellung ins DIZ. Diese beschäftigt sich mit "Ostdeutschland in den Neunzigerjahren".

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Umbruch und Öffnung der Grenzen bedeuteten damals für die Menschen ungeahnte Möglichkeiten, aber auch größte Herausforderungen, die zu tiefgreifenden Veränderungen aller Lebensbereiche führten.

„Ostdeutschland in den Neunzigerjahren“ heißt der Untertitel der neuen Sonderausstellung im Dokumentations- und Informationszemtrum (DIZ) Torgau. Kurator Aiko Wulff war überrascht, dass die Ausstellung von Christian Schmidt und ihm selbst noch einmal auf Reisen geht. Aber gerade hier passt sie gut in die Geschichte Torgaus mit den Schicksalen im Fort Zinna. Die Ausstellung der beiden Historiker Schmidt und Wulff spiegelt die Nachwehen der Friedlichen Revolution 1989 wider. „Natürlich gibt es so viele Aspekte und Themenfelder“, sagt der Leipziger Wulff, „aber wir haben uns auf sechs wesentliche Blöcke beschränkt“.

Interaktives Würfelspiel.

Diese zeigen die unmittelbaren Auswirkungen auf das Leben und den Alltag in den Folgejahren anhand von verschiedenen Porträts. Der Besucher ist zum Beispiel gefordert, Würfel interaktiv so zusammenzusetzen, dass er die Texte zusammenhängend lesen kann. Dabei entdeckt man immer weitere Informationen zu anderen Themen. Porträtiert wird unter anderem Norbert Joseph. Seit Ende der 60er-Jahre arbeitet er für den fit-Hersteller.

Als Vertriebsleiter nach der Wende trägt er zum Comeback der Marke bei und ist Hauptsponsor des Projekts. Die Ausstellungsbetreuerin Elisabeth Kohlhaas vom DIZ Torgau freut sich über die Sonderausstellung, auch wenn aufgrund von Corona nur eine stille Eröffnung möglich war, erläutert sie im Gespräch mit der Torgauer Zeitung. Schon jetzt gibt es eine große Resonanz: Bereits vor der Eröffnung haben mehrere Institutionen für eine Zusammenarbeit angefragt.

Die Sonderausstellung ist bis zum 10. Januar 2021 zu sehen und soll viele Besucher anziehen. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet (ab November bis 17 Uhr), der Eintritt ist frei.

Medienstation mit Porträts.

 

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