Sonntag, 20. September 2020
Montag, 10. August 2020

TORGAU

Altes Schlachthofgebäude wird zur Blumenhalle

Blick aufs Schlachthofgeleände mit der künftigen Blumenhalle.Foto: TZ/Stöber

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Dies ist der letzte von drei Teilen der TZ-Miniserie zum aktuellen Stand der Landesgartenschau 2022. Es geht um den Konzertplatz mit Blumenhalle, die Bastion VII, den Wolffersdorffplatz, den Parkplatz Elbstraße und den Schlossgarten.

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Dies ist der letzte von drei Teilen der TZ-Miniserie zum aktuellen Stand der Landesgartenschau 2022. Basis ist eine Präsentation, die im Juli vor den Torgauer Stadträten gehalten wurde. In den ersten beiden Teilen ging es um die Teilabschnitte Bahnhofsumfeld, Glacis, Junger Garten und Eichwiese mit Deichgucker. Heute nun folgen die übrigen Abschnitte.

Teilbereich 6
Die Bagger sind vom Färber-Gelände abgezogen und der endgültige Wechsel in den Besitz der Stadt steht bevor. Den ursprünglichen Kauf hatte der Stadtrat rückgängig machen müssen, weil der Abriss des Schlachthofs nicht förderfähig war.

Deshalb übernahm das deutlich preisgünstiger als von öffentlicher Hand vergeben der Noch-Grundstücksbesitzer und schlug die Abbruchkosten auf den seinerzeit verhandelten Kaufpreis auf. Neben den denkmalgeschützten Gebäuden ist auf dem Gelände noch eine Halle erhalten geblieben.

„Wir haben festgestellt, dass die Substanz dieser Halle überraschend gut ist und entschieden, darin die künftige Blumenhalle unterzubringen“, berichtet LAGA-Geschäftsführerin Bettina Klein. Natürlich seien für diese Nutzung noch einige Handgriffe nötig, räumt sie ein. Das sei jedoch kein Vergleich zu einem Neubau.

Das komplette Schlachthofgelände ist bereits für die Nutzung ab April 2022 überplant und laut Geschäftsführerin wird sich an diesen Planungen auch nur noch in kleinen Details etwas ändern. Neben der Blumenhalle wird hier die Hauptbühne stehen, auf der Tag für Tag ein interessantes Programm angeboten werden soll.  Auch deshalb sehen die Planungen an dieser Stelle Gastronomie vor.

Themengärten, eine Baumschule, ein Gartenmarkt und vor allem der Pflanzenverkauf machen diesen Teilbereich der Landesgartenschau 2022 sicherlich zu einem der wichtigeren Anlaufpunkte. „Die Besucher wollen sich die Schau nicht nur ansehen, sie wollen auch etwas mitnehmen“, ist sich Bettina Klein sicher.

Kostenpunkt für den Bereich mit Konzertplatz und Blumenhalle: rund 1,9 Millionen Euro – davon rund 467 000 Euro städtischer Eigenanteil.

Teilbereich 7
Die Bastion VII schmiegt sich zwischen Pflegeheim und Wohnanlage der Volkssolidarität und ist aktuell über die Kleine Feldstraße zu erreichen. Für Bettina Klein hat die „kleine Schwester der Kulturbastion“ beste Chancen, auch dauerhaft ein echter Zugewinn für Torgaus Kulturszene zu werden.

Freigeschnitten und größtenteils leergeräumt ist die Bastion schon. Während der LAGA sollen sich im Tonnengewölbe Ausstellungen abwechseln und Künstler die Klinke in die Hand geben – entsprechende Gespräche seien angeschoben, so Bettina Klein.

Für die Nachnutzung spreche man zudem mit der benachbarten Volkssolidarität. Geschäftsführer Josef Tremmel hat bereits Interesse angemeldet, die Räumlichkeiten zum Beispiel für Feierlichkeiten zu nutzen. Laut Bettina Klein steht die Gebäudeplanung für die Bastion VII unmittelbar vor dem Abschluss.

Die Restaurierung des Tonnengewölbes und die Neugestaltung des Vorplatzes sind in den LAGA-Planungen mit rund 1,8 Millionen Euro eingepreist. Die Stadt trägt davon rund 363 000 Euro.

Teilbereich 8
Der Wolffersdorffplatz am Mückencafé ist Torgaus Stadtplanern schon lange ein Dorn im Auge. Für die Gartenschau soll hier strukturell Hand angelegt werden. „Der Kreuzungsbereich soll für Fußgänger optimiert werden und auch die Bushaltestellen werden neu angeordnet und barrierefrei gestaltet“, kündigt Bettina Klein an.

Angedacht sei zudem, die Anbindung der Unternehmen im Gewerbegebiet Solarstraße zu verbessern, indem der indiskutabel schlechte Zustand eben dieser Straße bis zur ehemaligen Glasschule ebenfalls behoben wird.

Für den Teilbereich 8 gilt: Es läuft die Planungsphase. Die avisierten Kosten bei Fertigstellung belaufen sich auf rund 992 000 Euro, darin einbegriffen städtische Eigenmittel in Höhe von rund 160 000 Euro.

Teilbereich 9
„Die LAGA ist ein städtebauliches Großprojekt. Unser Ziel ist es, Torgau auf diesem Weg einen großen Schritt nach vorne zu bringen“, erklärt Bettina Klein, warum auch das Dreieck Parkplatz Elbstraße mit den „Ecken“ Parkplatz, Mauer, Unter den Linden im LAGA-Plan auftaucht.

Derzeit laufen hier Vorabstimmungen unter anderem mit dem Denkmalschutz, „eine Menge Arbeit, die erstmal niemand sieht“, wie es Bettina Klein formuliert. Gelingt es, diesen Teilbereich zu realisieren, wird der Parkplatz „Elbstraße“ neugestaltet, erhält die aktuell bauumzäunte Stadtmauer eine Frischzellenkur und der Fußweg Unter den Linden wird instandgesetzt. 

Die voraussichtlichen Kosten liegen bei 1,3 Millionen Euro. Abzüglich Fördermittel schlagen für die Stadtkasse 410 000 Euro zu Buche.

Teilbereich 10
Über die Sanierung der Stützmauern im Schlossgarten, die Neugestaltung der Terrasse und den künftigen Zugang vom Schlossgarten zum Kentmann-Garten hat die TZ bereits berichtet.

Der Stadtrat hat schon im Juli beschlossen, dieses Vorhaben anzugehen. Es ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Hauptaugenmerk liegt aus Sicht der Stadt auf der Sanierung der Terrassen und dem Zugang zum Kentmann-Garten, der neu geschaffen wird.

1,1 Millionen Euro betragen die voraussichtlichen Kosten. Der Eigenanteil von 220 000 Euro bleibt bestenfalls nicht komplett bei der Stadt hängen, sondern wird auch vom Landratsamt als Schlossherr auf Hartenfels getragen.

„Der Weg zur LAGA besteht aus vielen kleinen Schritten und es sind auch Umwege dabei. Doch wir lassen uns nicht aufhalten“, hält Bettina Klein mit Blick auf alle zehn Teilbereiche fest, dass es für sie und ihr Team nur eine Marschrichtung gibt.


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