Sonntag, 20. September 2020
Mittwoch, 2. September 2020

TORGAU

"Das ist unser erstes Konzert 2020!" - Yellow Umbrella und Co. spielen im Waldbad

Neun der zehn Bands, die am Wochenende im Waldbad auftreten. Außerdem dabei: Die Reggae-Ska-Legenden von "Yellow Umbrella". Foto: PR

von unserer Redakteurin Julia Sachse

Mehderitzsch. Reggae- und Ska-Größen aus ganz Europa kommen am Wochenende zum „Colours of Beat 2020“-Open-Air. TZ sprach im Vorfeld mit den Veranstaltern über den Schock im März, die Wiederaufnahme der Vorbereitungen und bühnenhungrige Künstler.

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Mehderitzsch. In wenigen Tagen ist es soweit: Das Open-Air-Festival „Colours of Beat“ macht am Freitag, dem 4. und Samstag, dem 5. September das Waldbad in Mehderitzsch zum Treffpunkt für Bands und Fans aus der Welt der Ska- und Reggae-Musik. Noch im Mai sagten die Veranstalter Dominik Schubert, Benjamin Woelki und Alfred Slotta Corona-bedingt den ursprünglichen Termin ab.  Als es dann im Juli allerdings erstmalig hieß, Veranstaltungen bis mit bis zu 1000 Gästen könnten nach Vorlage eines entsprechenden Hygienekonzeptes vom Gesundheitsamt zugelassen werden, setzten sie sich zusammen und alle Hebel in Bewegung, um das „CoB“ doch noch möglich zu machen. In TZ sprechen sie über den ersten Schock, das Wohltuende an der Arbeit rund ums Event und darüber, wie es den Bands jetzt geht.

 

TZ: Endspurt! Hättet Ihr gedacht, dass dieses Jahr so spannend für Euch und Euer Festival werden würde?
CoB: Definitiv nicht! Aber als Anfang des Jahres erst einmal alle Veranstaltungen untersagt wurden, traf es uns wie ganz viele andere natürlich mit voller Wucht. Schließlich hatten wir mit der Organisation dieses Wochenendes schon kurz nach dem letzten CoB 2019 angefangen. Das war erstmal alles hinfällg.

Für die Künstler und viele Gewerke in  der Veranstaltungsbranche ist damit die Existenzgrundlage gefährdet worden. Merkt Ihr davon etwas – jetzt, wo Ihr sie alle wieder kontaktiert und eingespannt habt?
Tatsächlich ist es so, dass man ihnen die Erleichterung anmerkt. Sie sind richtig hungrig auf Bühnenzeit und den Kontakt zum Publikum. Natürlich alles im Rahmen der geltenden Abstands- und Hygieneregeln, versteht sich. Unser Glück war, dass die – als wir dann wieder losgelegt haben –  alle Zeit hatten, weil jegliches Konzert ja zuvor abgesagt worden war. Und nachdem wir unsere Bemühungen um das Festival wieder aufgenommen hatten, kamen dann ja auch die Kollegen vom „Spirit“ und von der Kulturbastion, um ihre Open-Air-Saison in abgewandelter Form doch noch zu einem Highlight des Veranstaltungskalenders zu machen.

Apropos: Ihr musstet selbstredend ein Hygienekonzept einreichen. Mit welchen Auflagen wird die Party steigen?
Eigentlich braucht man ja bis 1000 Gäste keins, aber wir wollten auf Nummer sicher gehen und haben eins aufgestellt und absegnen lassen. Das beinhaltet die bereits bekannten Vorschriften wie den Abstand zueinander im Gastro- und Toilettenbereich zu halten, überall die Möglichkeit zum Händedesinfizieren geben, Tanzen ist zwar auch erlaubt, aber dieses Jahr ohne „Nahkampf“ und Tuchfühlung. Aber wir denken, die Leute sind bereits so weit sensibilisiert, dass sie auch das alles gut tolerieren und umsetzen. Schon allein deshalb, damit die Veranstaltung nicht abgebrochen werden muss, auf die sie so lange warten mussten.

Inwiefern merkt Ihr am Blick auf die Verkaufszahlen in puncto Tickets, dass 2020 anders ist als 2019?

Wir haben mehr Karten verkauft als im letzten Jahr – trotz viel besprochener Unsicherheit. Und ein großer Teil davon ging nach Hamburg, Berlin und Dresden. Wir denken, dass die Leute sich einfach danach sehnen, wenigstens ein bisschen Konzertluft zu schnuppern. Auch, wenn sie diesmal ein bisschen nach Desinfektionsmttel duftet. Die Musikrichtung ist mit Reggae und Ska ja auch eine lebensfrohe, eine, die gute Laune macht und Energie gibt. Und die Location ist einfach wunderschön und bestens dazu geeignet, eine Alltagswoche hinter sich zu lassen. Ein paar wenige Restickets wird es an der Abendkasse aber noch geben.

Wer hat Euch Hilfe für die Infrastruktur des Abends geleistet beziehungsweise wird Euch vor Ort unterstützen?

Ohne die Kooperationsbereitschaft der Stadtverwaltung, der Oberbügermeisterin Frau Barth und von Frau Dietze aus dem Referat für Soziales hätten wir das in dem Maße wahrscheinlich nicht stemmen können. Aber auch viele lokal verortete Firmen stehen uns zur Seite:  Das Notstromaggregat zum Beispiel stellt wieder GLZ Brunnentechnik, die Versorgung und das Bandcatering macht das „Bistro Ricard“, die Getränke verkauft der Getränkehandel Storm. Das Brandschutzkonzept haben wir mit der Torgauer Feierwehr aufgestellt, die stellen uns auch Feuerlöscher und Bänke zur Verfügung. Michael Borisch vom Kulturhaus sorgt für die „Hardware“ im Backstage-Bereich, weil wir den Künstlern natürlich einen ordentlich ausgestatteten Rückzugsbereich einrichten wollen. Die Bauzäune, mit dennen das Gelände gesichert wird, bekommen wir von Winkler Verkehrstechnik, die Bühnentechnik vom Autohaus Maluche. Und und und. Wir sind jedem einzelnen, der uns als Verein hilft, diese Veranstaltung zu organisieren, sehr dankbar. Man darf nicht vergessen, dass wir das nicht auf die Beine stellen, um damit Geld zu verdienen.

Warum macht Ihr das überhaupt?
Wir machen das alle nebenbei und vor allem, weil es uns Spaß macht und genau so was eben noch inTorgau und der Umgebung gefehlt hat. Das bestätigen uns auch die Gäste immer wieder. Und die Bands sind zum Teil das zweite Mal mit dabei und feiern eine Art kleines Klassentreffen mit einander und unseren Leuten. Das ist einfach ein ganz tolles Event für uns alle.

Gab es corona-bedingte Komplikationen bei den Vorbereitungen?
Wir mussten schauen, wo die Bands herkommen, um abzuschätzen, ob sie wirklich hierher reisen würden. Einige kommen aus Österreich oder  Dänemark. Da geht aber alles klar. Unterbringen können wir sie unweit der Konzertlocation – auch das war also kein Problem. Nur zwei Bands mussten wir aus organisatorischen Gründen ausplanen. Für die springen Dr. Ring Ding und The Courettes ein.

Wie sieht es mit dem Zeltplatz aus? Kann der überhaupt genutzt werden?
Na klar! Wir haben auch da Abstandsregelungen, aber das gehört jetzt eben dazu. Festivalcamper kommen von der Straße aus auch direkt neben dem Parkplatzareal auf das Zeltplatz-Gelände, das wird alles ausgeschildert sein.

Wann geht es am Wochenende jeweils los mit dem gemeinschaftlichen Schwoof?
Am Freitag kann man ab 10 Uhr auf den Platz zum Zeltaufbauen et cetera und dann ist 17 Uhr Einlass, die erste Band spielt 19.30 Uhr. Am Samstag kommt man ab 12 Uhr aufs Festivalgelände.

 

*Weil die drei generell für ihre gemeinsame Sache im Sinne des Vereins sprechen, antworten nicht Benni, Dominik und Alfred, sondern alle drei als „CoB“.

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