Sonntag, 20. September 2020
Freitag, 4. September 2020

OSTELBIEN

"Mit Herzblut bei der Sache "

Lutz Schaaf macht in seiner gemütlichen Werkstatt aus alten Mopeds wahre Schmuckstücke. Foto: Foto: SWB/Anna Thiere

Von unserem Redakteur Anna Thiere

Falkenberg. Lutz Schaaf, Organisator des 5. Treffens der Old- und Youngtimer, über seine Leidenschaft für alte Fahrzeuge.

 

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SWB: Herr Schaaf, wie kamen Sie zu den Oldtimern?
Lutz Schaaf:
Ich habe vor ungefähr 10 Jahren das erste Mal einen Oldtimer, damals eine DKW SB 200 Baujahr 1934, gekauft und restauriert. Das Gefühl, wenn man monatelang jedes Ersatzteil zusammengesucht hat, geschraubt und poliert hat und dann der Motor zum ersten Mal anspringt, ist einfach unbeschreiblich. So fing meine Leidenschaft für die alten Kisten an. Mittlerweile habe ich schon etliche Old- und Joungtimer wieder auf Vordermann gebracht.  
Haben Sie etwas in dieser Richtung gelernt?
Nein, ich bin eigentlich Stellwerker bei der Bahn. Das Wissen und Können habe ich mir über die Jahre selbst beigebracht. Es gibt ja für alles Bücher, Ratgeber und Erklärungen, aus denen man lernen kann. Internet ist nicht so mein Ding, ich mache das lieber auf die althergebrachte Methode.
Wie kommen Sie denn dann an die ganzen Teile?
Wie es schon immer ging – über Telefon, Zeitungsanzeigen oder Vitamin B. Wenn man eine Weile im Geschäft ist, auf Oldtimertreffen oder Teileflohmärkte geht, dann lernt man viele Leute kennen. Wir  Schrauber können sehr gut zusammenarbeiten. Jeder weiß etwas anderes oder kommt an bestimmte Sachen ran, die man für verschiedene Modelle braucht. Es ist ein stetiges Geben und Nehmen.
Nun veranstalten Sie zum 5. Mal das Old- und Joungtimer-Treffen in Falkenberg?
Genau. Bereits zum fünften Mal veranstalten wir das, in Zusammenarbeit mit dem Kultur und Tourismusverein Falkenberg e.V. Wir mussten den ersten Termin im Frühjahr aufgrund der Coronasituation ausfallen lassen. Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt und bin froh, dass wir nach Rücksprache mit Verbandsgemeindebürgermeister Herold Quick nun diesen Ersatztermin gefunden haben. Wichtig war, dass die Veranstaltung wie immer am Haus des Gastes in Falkenberg stattfinden kann. Mit der Hilfe von Frau Grelle vom KTV konnten wir diesen Termin finden. Am Samstag, dem 12. September, laden wir ab 9 Uhr alle ein.
Für wen ist die Veranstaltung denn etwas?
Nicht nur die Freunde alter Gefährte kommen bei uns auf ihre Kosten. Wir haben wie jedes Jahr eine Vielzahl an Fahrzeugen jeder Art bei uns, es wird einen Teilemarkt geben und wir bewerten das beste Fahrzeug und prämieren es. Für das leibliche Wohl sorgen Mitglieder des Kultur und Tourismusvereins. Die Sparkasse Elbe-Elster wird die Kinder in einem Pavillon mit einer Malecke unterhalten. Neu dabei sind, nicht nur als Aussteller, sondern auch als Sponsoren, der Old-Bike Shop von Volker Mattecka und der Simson + MZ Shop von Jens Schwab.
Wer darf seine Fahrzeuge ausstellen?
Uns sind alle Fahrzeuge, ob Old- oder Joungtimer, auf zwei oder vier Rädern, willkommen. Wir haben genug Platz für alles, vom Motorrad bis zum Lkw. Auch der Verkauf von Teilen ist gegen eine Standgebühr möglich. Ich denke, viele Oldie-Freunde fiebern diesem Termin entgegen, da ja leider viel ausfallen musste in diesem Jahr.
Sie leben dieses Hobby, nicht wahr?
Absolut! Der größte Lohn für all die Mühe ist es, wenn die Gäste glücklich sind, sich austauschen können, neue Kontakte geknüpft werden und sie nächstes Jahr, wieder zu uns kommen. Natürlich hoffen wir, wie immer, dass uns der Wettergott keinen Strich durch die Rechnung macht. Der Termin für nächstes Jahr, der 8. Mai, steht auch schon fest, dank der Leiterin vom Haus des Gastes Frau Grelle.
Das Treffen soll sich also etablieren?
Absolut. In der Region gibt es leider zu wenig Veranstaltungen, die sich an die Schrauber und Oldtinerfreunde richten. Allgemein ist zu wenig los in unserm Landkreis, wie ich finde. Dass uns die Möglichkeit gegeben wird, etwas zu bewegen, ist gut. Nur leider wünschen wir uns da oft etwas weniger Bürokratie und mehr Möglichkeiten, einfach zu machen. Die Rückmeldung, die wir bekommen, was unser Treffen angeht, ist durchweg positiv und da sollten wir dranbleiben. Etwas mehr Mithilfe bei der Organisation und der Umsetzung solcher Pläne ware also hilfreich. Wir freuen uns sehr, dass das Treffen doch noch klappt und auf möglichst viele Besucher.

 


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