Montag, 29. November 2021
Dienstag, 22. September 2020

Das Ende der Sackgasse: Großvorhaben wird fortgesetzt

Rund 50 Meter fehlen noch bis zur Anbindung an die B 182 bei Drebligar. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Jetzt gibt es endlich sehr gute Nachrichten. Alles deutet darauf hin, dass es in Kürze mit dem Ausbau der Erschließungsstraße weitergeht  und dass die Arbeiten im kommenden Jahr auf jeden Fall fertig werden. 

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Dommitzsch. Das hätte sich am 10. April 2017 beim Ersten Spatenstich niemand träumen lassen, dass die neue Dommitzscher Erschließungsstraße dreieinhalb  Jahre später immer noch nicht fertig und freigegeben ist. 

 

Aufschwung 

Damals herrschte ausgelassene Freude. Landrat Kai Emanuel, der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt, der Landtagsabgeordnete Jörg Kiesewetter, die anwesenden Bürgermeister und Vertreter der ansässigen Firmen – sie alle rechneten mit einem wirtschaftlichen Aufschwung infolge des Millionenprojektes. Die Ernüchterung trat schnell ein, als sich der dritte Bauabschnitt immer mehr verzögerte und die Großinvestition schließlich ganz zum Erliegen kam. Rund 50 Meter Ausbaustrecke fehlen noch bis zur B 182. Die Straße ist gesperrt.  Von Deutschlands längster Sackgasse war zwischenzeitlich die Rede. 

Jetzt gibt es endlich sehr gute Nachrichten. Alles deutet darauf hin, dass es in Kürze weitergeht mit den Arbeiten und dass die Gewerbestraße im kommenden Jahr auf jeden Fall fertig wird. Demnächst schon beginnt das Umverlegen der Trinkwasserleitung des Zweckverbandes Torgau-Westelbien, die Dommitzsch mit Wasser versorgt. Ebenfalls stehen die Archäologen in den Startlöchern, um den Baugrund zu untersuchen. Alles Weitere hängt von den Witterungsverhältnissen ab. 

 

Auftragsvergabe 

Im Dommitzscher Rathaus fand zu Wochenbeginn die Submission für den Kreuzungsausbau statt, der unter Regie der Kommune Elsnig erfolgt. Die Gemeinderäte sollen bei der nächsten Ratssitzung am 20. Oktober den Auftrag an eine Firma vergeben, so Bauamtsleiterin Beate Sonntag. Wenn das Wetter mitspielt, könnte es vielleicht noch in diesem Jahr losgehen. Spätestens dann aber im Frühjahr 2021. 

Rund 1,1 Millionen Euro betragen noch einmal die Gesamtkosten allein für diesen letzten Abschnitt. Eine stolze Summe. Das  Landesamt für Straßenbau und Verkehr übernehme jedoch einen Großteil davon, hieß es gestern. Für Stefan Schieritz, frisch gebackener Bürgermeister der Gemeinde Elsnig, wird es das erste Millionenprojekt in seiner noch jungen Amtszeit sein. „Es ist jetzt einfach wichtig, dass der Bau abgeschlossen wird und dass die Straße endlich nutzbar wird. Ich erhoffe mir damit, dass es gelingt  den Standort für Vandemoortele in Dommitzsch und für viele andere Gewerbebetriebe sicherer zu machen und Arbeitsplätze zu schaffen. Außerdem soll es eine Entlastung für Anwohner im Stadtgebiet sein, wenn der Lkw-Verkehr über die Erschließungsstraße läuft“, so Schieritz. Er räumte ein, dass man zuletzt arge Bauchschmerzen hatte im Gemeinderat bezüglich der Kosten. Umso mehr drücke man die Daumen, dass es für die ganze Verwaltungsgemeinschaft tatsächlich eine Erfolgsgeschichte wird. 

 

Vollsperrung 

Erstmal warten auf die Kraftfahrer Einschränkungen über einen längeren Zeitraum. Die Kreuzung in Höhe Drebligar soll ähnlich wie am Abzweig Neiden ausgebaut werden – mit einer separaten Abbiegespur. Dazu ist eine Vollsperrung nötig. Während für den Lkw-Verkehr eine großräumige Umleitung in Vorbereitung ist, soll es für den Pkw-Verkehr eine „kleine“ Lösung geben. Wie die genau aussehen soll, wird TZ noch berichten. 

Dass es überhaupt zu der langen Zwangspause kam, hatte mehrere Ursachen. Ein Hauptgrund war, dass die Kreuzung zur B 182 bei Drebligar ursprünglich nur provisorisch ausgebaut werden sollte – weil der Bund eigentlich den Ausbau der gesamten Bundesstraße in näherer Zukunft plante. Dieses Projekt wurde zwischenzeitlich aber gecancelt beziehungsweise rückte in weite Ferne. So waren neue Planungen für den dritten Abschnitt notwendig. 

 

Gemeinschaftsprojekt 

Die Errichtung der Erschließungsstraße auf 1430 Meter Länge bis in den Ortsteil Commende gilt als Gemeinschaftsprojekt der Kommunen Dommitzsch und Elsnig. Dabei liegen 400 Meter auf Stadtgebiet und 1030 Meter auf dem Gebiet der Gemeinde Elsnig. Die Gesamtbaukosten wurden ursprünglich mal mit 2,3 Millionen Euro veranschlagt. 

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