Freitag, 30. Oktober 2020
Freitag, 25. September 2020

OSTELBIEN

Ein Rutschtunnel soll bald den Kita-Spielplatz bereichern

An dieser Stelle soll die neue Anlage entstehen. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dautzschen. Auf dem Spielplatz der Kita „Käferparadies“ Dautzschen klafft eine Lücke. Schon vor einigen Monaten hatte das Kita-Team um Leiterin Liane Fritzsche und Projektleiterin Kerstin Hube schließlich eine tolle Idee...

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Von TZ-Redakteur Nico Wendt 

Dautzschen. Auf dem Spielplatz der Kita „Käferparadies“ Dautzschen klafft eine Lücke. Es ist noch nicht lange her, da stand hier ein Spielhaus mit Tür und Fenstern – eine Art Holzbühne. Die Kleinen haben sich gerne in diesem Bereich aufgehalten. Aber die Konstruktion war in die Jahre gekommen und der TÜV meldete Bedenken an. Zu marode das Ganze! Es folgte der Abriss. 

 

Tolle Idee 

Schon vor einigen Monaten hatte das Kita-Team um Leiterin Liane Fritzsche und Projektleiterin Kerstin Hube schließlich eine tolle Idee, die sofort wieder die Stimmung hob. Wie wäre es, wenn an gleicher Stelle ein Rutschtunnel entsteht? Auch die Eltern waren von dem Gedanken sofort begeistert. Inzwischen ist das Projekt weiter gereift, es gibt genaue Vorstellungen, wie das Gerät beziehungsweise die gesamte Spielanlage aussehen soll. „Wir wollten nicht wieder dasselbe und haben gedacht, ein Kriechtunnel wäre eine super Sache, weil er hilft, die Motorik der Kinder zu fördern. Wir haben das in einer anderen Kita in Jessen gesehen. Dort ist es eine richtige Attraktion und wird sehr gut genutzt“, erklärt Kerstin Hube. Die Anlage besteht aus einem aufgeschütteten Erdhügel mit einer Röhre. Die Seitenflächen könnten begrünt werden – vielleicht mit Blumen, Kletterpflanzen oder mit normalem Gras. So wäre es möglich, die Schrägen im Winter gleichzeitig als eine Art Rodelberg zu nutzen. „So was gibt es hier in Dautzschen für uns nicht. Der Elbedeich ist zu weit weg. Da kommen wir nicht hin. Mit den Rutschtellern, die es jetzt zu kaufen gibt, hätten die Kinder viel Spaß und vor allem Bewegung“, erklärt die Projektleiterin die Hintergründe. Denn darin ist sich das Kita-Team einig: Sportliche Betätigung und Bewegung an der frischen Luft sind für die Kinder enorm wichtig. 

 

Viel in Eigenleistung 

Die Realisierung wolle man zusammen mit Eltern und Handwerkern der Gemeinde hinbekommen, so dass im Wesentlichen nur der Materialpreis zu finanzieren wäre. Doch der hat es in sich: 3200 Euro Kosten fallen an. „Wir gehen davon aus, dass uns viele Eltern wieder kräftig unterstützen, obwohl es in Corona-Zeiten nicht ganz so einfach ist mit dem Betreten des Kita-Grundstückes“, meint Kerstin Hube. In einer Mappe hat sie bereits Abbildungen und genaue Maße parat. Die ganzen  Auflagen, die zu beachten sind, liegen vor. Zum Beispiel ist exakt vorgeschrieben, wie breit, wie hoch und wie lang solch ein Kriechtunnel sein darf oder welche Tritthöhen bei den Stufen gelten. Nach der Fertigstellung erfolgt selbstverständlich eine TÜV-Abnahme. Die Dautzschener hoffen nun ganz fest, dass sie bei der gemeinsamen Aktion von Sparkasse Leipzig und Torgauer Zeitung „Wir Packen‘ S an!“ möglichst weit vorn landen. Insgesamt 16 500 Euro werden an die sechs Finalisten vergeben. „Sollte bei einer vorderen Platzierung noch Geld übrig bleiben, würden wir noch ein ebenerdiges Trampolin anschaffen“, sagt Leiterin Liane Fritzsche. Auch hier gibt es genaue Vorschriften. Beispielsweise sind weiche Platten als Fallschutz ringsum zu installieren. Die Kosten für solch ein kleines Gerät seien ebenfalls beachtlich: rund 2700 Euro! „Aber von einem Trampolin haben wir schon lange geträumt. Mal schauen, wie weit wir bei der Abstimmung kommen“, lächelt Kerstin Hube. Die begeisterten Eltern weiß man schon mal hinter sich. Vor vier Jahren – als die Kita Dautzschen schon mal bei „Wir Packen ’S“ an den Start ging –  war die Resonanz überwältigend. Damals landete die Einrichtung auf dem ersten Platz. Es konnten mit dem Geld ein Sprachprojekt umgesetzt und ein Sportgerät finanziert werden. „Wir hatten eine großartige Unterstützung aus dem ganzen Dorf“, lobt die Leiterin. 

 

Immer mehr Zuwachs 

Derzeit besuchen 32 Kinder das „Käferparadies“. Die ältesten hat man gerade an die Vorschule in Beilrode abgegeben, dafür füllt sich der Krippenbereich wieder merklich. Bis zum Frühjahr dürfte die Kinderzahl auf 45 steigen. Die Tendenz ist seit einiger Zeit ohnehin positiv. Es gibt wieder mehr Zuzüge und auch mehr Geburten und zwar nicht nur in Dautzschen und Großtreben, sondern in der gesamten Gemeinde Beilrode. Die Kitas werden auch in den nächsten Jahren voll ausgelastet sein. 


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