Freitag, 30. Oktober 2020
Mittwoch, 7. Oktober 2020

DREIHEIDE

Torgau Kuvert investiert massiv in den Standort Süptitz

Torgau Kuvert nach dem Umbau: Der hintere Teil ist komplett neu. Der höchste Komplex ganz hinten ist das neue Hochregallager, davor ist die Erweiterung der Produktion mit der neuen Auslierungszone links geplant. Foto: PlanTec Elsterland GmbH

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Süptitz. Produktion und Lager der Süptitzer Briefumschlags-Firma werden vergrößert. Dadurch sollen knapp 70 neue Arbeitsplätze für die Region entstehen.

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Der Standort der Zukunft. So bezeichnete Betriebsleiterin Silke Gosdschick im vergangenen Jahr bei einem Besuch des Dreiheider Gemeinderats das Süptitzer Werk der Mayer-Gruppe, in der Region bekannt unter dem Namen Torgau Kuvert. Auch wenn natürlich die Corona-Pandemie die Wirtschaft im ganzen Land vor große Herausforderungen gestellt hat, sollen diesen Worten in diesem Jahr auch Taten folgen. Denn der Süptitzer Standort soll maßgeblich erweitert werden und dadurch rund 70 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Doppelte Erweiterung

Der Anbau, den die Mayer-Gruppe an seinem Süptitzer Standort vornehmen möchte, lässt sich in zwei Teile untergliedern. So soll zum einen die Produktion erweitert, zum anderen die Lagerfläche vergrößert werden. „Wir haben vor, uns maschinentechnisch aufzurüsten, um den veränderten Markbedingungen gerecht zu werden“, erklärt die Süptitzer Betriebsleiterin Silke Gosdschick. Durch die Erweiterung sollen neue Märkte, zum Beispiel im digitalen Bereich, erschlossen werden und man möchte sich den zukünftigen Anforderungen des Marktes stellen.

Mit der Vergrößerung des Maschinen-Pools ist dann auch die Erweiterung des Lagers unumgänglich. So ist am Rande der Fabrikhalle der Bau eines vollautomatisierten Hochregalsilos geplant, in dem später sowohl die fertigen Produkte als auch die einzelnen Materialien wie Papier und Leime gelagert werden sollen.

Spatenstich in Sicht

„Unseren Bauantrag haben wir Ende Mai bei der Stadt Torgau eingereicht und warten nun auf die Baugenehmigung“, fasst Thomas Schwarz, Geschäftsführer der Mayer-Gruppe, den aktuellen Stand zusammen. Im Laufe der nächsten Wochen rechne man mit dieser und wolle dann auch direkt mit dem Bau beginnen. „Sobald die Genehmigung da ist, rollt der erste Bagger los.“ Im Laufe der Wintermonate wird dann nach und nach alles vorbereitet, sodass im Frühjahr 2021 die weiteren Baumaßnahmen lückenlos angeschlossen werden können.
Diesen Zeitplan hält das Unternehmen für durchaus realistisch.Schließlich habe man trotz der Corona-Pandemie kaum wirtschaftliche Einbußen bei Torgau Kuvert zu verzeichnen gehabt. Tatsächlich habe man so viel Glück gehabt, dass man als einziges der insgesamt fünf Unternehmen der Mayer-Gruppe in Deutschland keine Kurzarbeit einführen musste. „Wir haben uns darauf vorbereitet, am Ende war es dann jedoch nicht nötig“, erklärt eine sichtlich erleichterte Vertriebsleiterin Beate Schneider. So habe man zwar in der Zeit des Lockdown im März und April durchaus ein Umsatz-Loch verzeichnet, dieses hätte sich jedoch in den darauffolgenden Monaten wieder relativiert.

Bereits im Februar dieses Jahres, als Betriebsleiterin Silke Gosdschick die Anbaupläne zum ersten Mal dem Dreiheider Gemeinderat vorstellte, fiel dessen Resonanz durchaus positiv aus. Diese Reaktion lässt sich dabei nicht nur mit der Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze erklären. Denn trotz der angepeilten Produktivitätssteigerung wird bei der Bauplanung auch besonderer Augenmerk auf die Umsetzung aller geltenden Bestimmungen für Umwelt- und Immissionsschutz geachtet.

Keine Lärmbelastung

„Wir werden auch nach Abschluss der Bauarbeiten keine Nachtverladungen bei uns machen und auch unsere Produktionszeiten werden sich nicht ändern. Unsere Lkw werden zu den gleichen Zeiten wie jetzt auch fahren, nur die Frequenz der An- und Ablieferungen wird erhöht.“

Außerdem soll ein Teil der Erde, die bei dem Bauvorhaben ausgehoben wird, auf den Seiten der Klitzschener Straße aufgeschüttet werden, um als Schall- und Sichtschutzdamm dienen. Wann genau die gesamten Anbaumaßnahmen bei Torgau Kuvert fertig sein werden, steht bislang noch nicht genau fest. Angepeilt ist jedoch eine Bauzeit von mehr als einem Jahr. Somit sollte, zumindest nach den aktuellen Plänen, spätestens Anfang bis Mitte 2022 die erweiterte Produktionshalle sowie das Hochregalsilo stehen.


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