Freitag, 27. November 2020
Mittwoch, 21. Oktober 2020

TORGAU

Jugendliche wünschen sich, ernster genommen zu werden

Die Jugendlichen hatten beim Sprayen eine Menge Spaß. Foto: Christina Gaudlitz

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Zur „Nacht der Jugendkulturen“ wurde kreativ gestaltet und über Wünsche und Nöte von Torgaus Jugend gesprochen. Dabei wurde vor allem eine Sache deutlich.

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Ein spannendes Projekt, bei dem tolle Bilder und interessante Gespräche entstanden. So bezeichnete Daniela Voigt die am Montag stattgefundene „Nacht der Jugendkulturen“. Sie hatte, stellvertretend für den Verein „Zusammenkommen“, an den Brückenkopf eingeladen und dort zusammen mit Sprayer Christian Weiße aka WOK einen Graffiti-Workshop durchgeführt (TZ berichtete). Dieser war jedoch nur ein Teil der Veranstaltung. Bevor zu den Sprühdosen gegriffen wurde, unterhielt man sich jedoch noch einmal in aller Ruhe.

Denn die „Nacht der Jugendkulturen“ knüpfte an das Format des Bür- gercafés an, dass im vergangenen Jahr mit nur mäßigem Erfolg in Torgau, Belgern und Schildau durchgeführt wurde. In diesem Rahmen wollte man mit Bürgern ins Gespräch kommen und deren Probleme, Wünsche und Nöte aufgreifen. Die Resonanz war gering, weshalb man nun das Gespräch mit den Jugendlichen suchte. Und das kam an, bestätigt Daniela Voigt. „Die Jugendlichen wünschen sich vor allem einen Platz, in dem sie sich frei entfalten können und wo sie nicht andauernd kontrolliert werden. Außerdem scheinen sie sich nicht unbedingt ernst genommen zu fühlen. Das scheint so ein generelles Gefühl zu sein, was sich in verschiedenen Bereichen widerspiegelt.“ Einer davon seien die jüngsten Vorkommnisse rund um das neu entstehende Torgauer Jugendparlament, dass sich von den Vertretern der Stadt nicht für voll genommen fühlt und nun eigene Wege gehen möchte.

Auf Basis dieser Gespräche möchte „Zusammenkommen“ zukünftige Veranstaltungen aufbauen und auch weiterhin Angebote für Jugendliche der Elbestadt schaffen. Dass der Verein dabei eigentlich seine Wurzeln in Belgern und nicht in Torgau hat, spielt für Daniela Voigt und ihre Mitstreiter keine Rolle. „Viele von uns haben Kinder, die hier in Torgau gerne ihre Freizeit verbringen und daher macht es Sinn, hierher einzuladen. Belgern kommt dadurch nicht zu kurz, auch dort haben wir noch genug Vereinsmitglieder, die Dinge auf die Beine stellen.“ Die erste „Nacht der Jugendkulturen“ wurde von der LKJ Sachsen sowie dem Projekt „Miteinander reden!“ gefördert. Letzteres fungiert auch in Zukunft als Förderstelle für weitere Projekte.


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