Montag, 30. November 2020
Mittwoch, 21. Oktober 2020

DOMMITZSCH

Böse Stolperfallen, die im Untergrund lauerten

Ein Minibagger kam zum Einsatz, um die Arbeiten zügig zu erledigen.Foto: Angelverein

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dahlenberg. Ein solch großer Arbeitseinsatz ist selbst bei den emsigen Anglerfreunden in Dahlenberg nicht alltäglich. An den vergangenen zwei Samstagen hatten die Petrijünger reichlich zu tun.

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Dahlenberg. Ein solch großer Arbeitseinsatz ist selbst bei den emsigen Anglerfreunden in Dahlenberg nicht alltäglich. An den vergangenen zwei Samstagen hatten die Petrijünger reichlich zu tun. Knapp 30 Meter Uferlinie am Pleckmühlenteich wurden in Ordnung gebracht und fachgerecht befestigt. Dazu stand den Mitgliedern professionelle Technik von Sponsoren zur Seite, worüber sich Vereinschef René Wait sehr erfreut zeigte. 

Sponsoren halfen 

„Mit einem Mini-Bagger, der uns vom Skoda Autohaus Michael Glaubrecht aus Torgau zur Verfügung gestellt und mit Hilfe des ADAC Glaubrecht zu uns transportiert wurde, ging die Arbeit recht zügig vonstatten. Vielen Dank dafür“, lobte der Vorsitzende. Ansonsten brauchten die Dahlenberger keine Firma, um das Ufer-Projekt in Eigenregie zu realisieren. Ein Großteil der Angler sammelte bereits in den vergangenen Jahrzehnten Erfahrungen auf diesem Gebiet und entwickelte Routine. Schließlich sind die vier Vereinsgewässer immer wieder mal herzurichten. Wer an den Samstagen vor Ort war, sah überwiegend geübte Handgriffe. 

Lediglich Erde anfüllen, würde nicht funktionieren. Die Strömung hätte schnell alles wieder zunichte gemacht. Also müssen die Angelfreunde Pflöcke und Pfähle in den Boden rammen, um die nötige Stabilität zu verleihen. „Die Gemeinde Trossin stellte uns bestimmte Flächen zur Verfügung, aus denen wir das Holz beziehungsweise starke Äste selber entnehmen konnten“, schildert René Wait das Vorgehen. Rund 35 bis 40 Pfähle wurden somit  gewonnen und mithilfe einer Kettensäge angespitzt, bevor sie in die Erde kamen. Dazu waren kräftige Hammerschläge notwendig. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Immerhin besaßen die Pfähle eine Länge bis zu 1.50 Metern bei einem Durchmesser zwischen 15 und 20 Zentimetern. 

Reisigbündel 

Doch dabei blieb es nicht. Sogenannte Faschinen – das sind Reisig- beziehungsweise Rutenbündel – sorgen erst für die richtige Standsicherheit. Sie werden eingeflochten – ebenfalls per Hand. Das Material besteht beispielsweise aus Weide, Akazie oder Eiche. „Wir haben dazu überwiegend Windbruch verwendet und dabei auch die umliegenden Gewässer abgesucht“, so der Vereinschef. Schließlich war Erdreich aufzufüllen und zu begradigen. Der Boden wurde planiert und verdichtet. „Wir machen das mittlerweile seit 25 Jahren und wissen genau, wie wir vorgehen müssen“, lächelte René Wait. Mittlerweile sind alle Arbeiten erledigt und die beteiligten Helfer sehr stolz auf das Ergebnis. Der Pleckmühlenteich bzw. die Uferzone kann wieder zum entspannten Sitzen und zum ausgiebigen Angelvergnügen genutzt werden. Dass es höchste Zeit war, machte der Vereinschef ebenfalls deutlich. Teilweise entdeckten die Helfer Gänge und Höhlen bis zu einem Meter Tiefe und drei Meter Länge,  die Tiere gegraben hatten. „Wäre man da reingefallen, hätte man sich nicht nur stark verletzen können, sondern wäre womöglich auch noch im Schlamm stecken geblieben. Das war wirklich eine große Gefahrenquelle!“, so Wait. Auch Unterströmungen und Ausspülungen säumten die Gewässerkante. 

Jetzt also herrscht wieder Ordnung. Und bald dürfte der Angelspaß noch viel mehr Freude bereiten. Denn der Verein wird die Gewässer in Kürze mit weiteren 600 Kilogramm Karpfen besetzen. „Es handelt sich um zwei- bis dreijährige“, kündigte der Vorsitzende an. Im Frühjahr kommen dann noch Störe und Schleien hinzu. Den Fisch bezieht man von der Teichwirtschaft Torgau. 

Immer gut gefüllt 

Der Anglerverein „Eisvogel“ Dahlenberg existiert seit 1983. 42 Mitglieder plus 14 Jugendliche gehören dazu. Den Pleckmühlenteich konnte man 1988 und den Dorfteich Dahlenberg 1997 erwerben, der Schlossteich Trossin und der Stausee Dahlenberg stehen unter Pacht. Trotz Dürre seien alle vier Gewässer topp und gut gefüllt. „Wir haben einen schönen Fischbesatz und erleben reichlich Zuspruch auch von ortsfremden Anglern“, schwärmte René Wait. Ein Grund dafür ist die Talsperre, die  vom Verein in Abstimmung mit der Gemeinde Trossin reguliert wird. Somit seien ein ständiger Abfluss und eine gute Wasserversorgung gewährleistet. Mit einer Fläche von zwölf Hektar bietet der Stausee genügend Stauraum auch für trockene Zeiten. 


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