Dienstag, 11. Mai 2021
Montag, 9. November 2020

Weltmarktführer profitiert von krisenfester Branche

In den zurückliegenden Jahren hat EBAWE in Eilenburg auch in die Attraktivität des Standorts und der Arbeirtsbedingungen investiert. Nach dem Bau einer neuen Produktionshalle wurde in das weithin sichtbare Bürogebäude investiert, außerdem legte das Unternehmen einen neuen Mitarbeiterparkpklatz samt Ladestationen für E-Autos an.Foto: EBAWE

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

An der Dübener Landstraße in Eilenburg hat sich in den zurückliegenden Monaten einiges getan. Nachdem EBAWE, der Weltmarktführer bei schlüsselfertigen Produktionsanlagen für den Betonfertigteilbau, zuletzt massiv in neue Fertigungskapazitäten investiert hatte, ging es jetzt um die Infrastruktur auf dem Werksgelände.

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140 Stellplätze bietet die neu gestaltete und ringsum mit Ahorn-Bäumen begrünte Parkplatzanlage, auf der auch zwei E-Ladesäulen zur Verfügung stehen. Neue Zufahrtsstraßen für Lkw wurden angelegt, ebenso wie acht Stellplätze für die Trucks. Die Pandemie, so scheint es, konnte den Eilenburgern nichts anhaben.
„Wir haben im Januar und auch in der Folgezeit einige große Aufträge akquiriert und aus dem letzten Jahr noch viel Arbeit – 12 bis 14 Monate ist im Schnitt die Durchlaufzeit für einen Auftrag“, erklärt Werner Eckert, einer von drei Geschäftsführern des Unternehmens.
Schon während des Lockdowns stellte er fest: „Für einen mittelständischen Unternehmer hier in Europa, in Deutschland, Frankreich oder Spanien, der bei uns ein Werk für 5, 10 oder 15 Millionen Euro kaufen will, ist das häufig eine Lebensentscheidung.
Da gibt es die einen, die jetzt zögern, weil sie viele Risiken sehen und die anderen, die feststellen, dass es in der Baubranche nahezu keinen Einbruch gibt, der Wohnungsbau sogar fleißig voran geht. Diese Unternehmer treffen jetzt die Investitionsentscheidung, weil sie wissen, dass ihnen das Werk in 12 bis 14 Monaten zur Verfügung steht.“
Natürlich war und ist Corona dennoch ständig präsent. In Wuhan, der chinesischen Großstadt, die wegen der Pandemie komplett abgeriegelt wurde, sitzt einer der Hauptkunden der Eilenburger. Man tauscht sich regelmäßig aus und so konnten die Nordsachsen ahnen, was auf Deutschland zukommt. Als Covid19 dann auch hier zum Thema wurde, reagierten Werner Eckert und seine Kollegen mit Augenmaß. „Wir haben Panik vermieden und niemanden zum Tragen von Masken verpflichtet, wo es nicht vorgeschrieben war. Seit zweieinhalb Jahren haben wir an vielen Stellen ohnehin Alkoholgel-Spender zur Desinfektion der Hände, um uns vor Grippe und Ähnlichem zu schützen. Wir hatten einfach kein Interesse an einem hohen Krankenstand. Das und den passenden Abstand halten, ist schon die halbe Miete. Außerdem hatten wir zeitweise einige Mitarbeiter im Homeoffice und haben organisatorische Maßnahmen zum Beispiel in der Mensa und im Transport ergriffen. Bis heute haben wir keinen einzigen Corona-Fall.“
Einschnitte bedeutete Corona für die Reisetätigkeit des weltweit agierenden Unternehmens, denn fast überall blieben die Flugzeuge monatelang am Boden. Videokonferenzen wurden deshalb auch für das EBAWE-Team wichtiger. Werner Eckert schränkt allerdings ein: „Ich bin davon überzeugt, dass es die Ausnahme bleibt, zum Beispiel Verträge per Video abzuschließen. Es gibt bestimmte Situationen – das Kennenlernen, aber auch der finale Abschluss –, in denen muss man sich gegenübersitzen, um Vertrauen aufzubauen und zu vermitteln. Dazwischen, wenn es um die Ausgestaltung des Projektes geht, werden Videokonferenzen künftig häufig Vor-Ort-Termine ersetzen.“
EBAWE hat sich der Corona-Situation erfolgreich gestellt. Eine zentrale Hausaufgabe hat die Pandemie aber dem Staat gestellt. Geschäftsführer Eckert beschreibt sie so: „Ich bin sonst ein absoluter Verfechter des Marktes und der sozialen Marktwirtschaft. Bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und wichtigen Medikamenten darf sich der Staat aber nicht auf den Markt verlassen. Das darf uns als Deutschland nicht noch einmal passieren.“

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