Montag, 30. November 2020
Montag, 16. November 2020

TORGAU

Das Netzwerk ist die geheime Zutat - jetzt erst recht!

Im Außenring gelegen, bietet der PEP Torgau für viele Ein- und Anwohner aus dem näheren und weiteren Umland sowie für zahlreiche Pendler beste Möglichkeiten, ihre verschiedensten Einkäufe unter einem Dach zu tätigen.Foto: PR

von unserer Redakteurin Julia Sachse

Torgau. Das „neue Normal“, von dem alle Welt zu reden scheint, habe, sagt Elke Ullrich, mit einem Schock begonnen und dann ungefragt Fahrt aufgenommen. Die Center-Managerin des PEP Torgau blickt ernst, wann immer die Sprache auf den vergangenen März kommt.

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Denn mit der ersten Allgemeinverfügung des Freistaates, der die Schließung aller Läden vorsah, die nicht zur allgemeinen Versorgung beitragen, hatte in der Mall der Ausnahmezustand Einzug gehalten. Es dauerte nicht lange und schon waren der Supermarkt, die Fleischerei, die Bäckerei und die Drogerie sowie die Apotheke die einzigen Mieter des Zentrums, die noch Kunden bedienen konnten. Doch was von dem, was an Krisenmanagement hinter den Kulissen während dieser Zeit passierte, wird als Impuls auch für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Centerleitung, Werbegemeinschaft und Mietbereichen bleiben?

„Wir haben vor allem eines gelernt: Stetige Kommunikation – die haben wir jetzt richtig im Blut“, erklärt Elke Ullrich mit einem Lächeln. Die brauchte es auch, denn schließlich war von einem Tag auf den nächsten für viele ihrer eingemieteten Unternehmen und deren Mitarbeiter vorläufig der sprichwörtliche Ofen aus. Zudem wurden die Allgemeinverfügungen mit den Hygienebedingungen und Abstandsregelungen sowie möglichen Lockerungen derselben jeweils freitags veröffentlicht. Das bedeutete Nachtschicht für all jene, die davon betroffen waren, um die Räumlichkeiten entsprechend auszurüsten, Ein- und Ausgänge neu zu organisieren und alles dafür zu tun, dass nicht nur die Verkäufer und Service-Teams, sondern vor allem die Kunden zurückkommen und gesund einkaufen konnten. Viele Mails wechselten täglich zwischen PEP-Leitung und den Shopbetreibern sowie deren Konzernleitungen hin und her. Per WhatsApp wurden die schnellen Informationen ausgetauscht – Feierabend im herkömmlichen Sinne entfiel für die Führungskräfte, denn „Arbeit“ im traditionellen Sinne war schließlich auch nicht möglich. Das war gut so, sagt Elke Ullrich. Durch den ständigen Kontakt mit allen, die sonst im Center tätig sind, ist eine ganz neue Art der Verlässlichkeit entstanden, die Bindung untereinander als firmenübergreifende Kollegen sei dadurch gestärkt worden. Gemeinsam habe man Lösungen für Probleme wie die geforderten Außenzugänge gefunden, habe sich Spezialaktionen für „Freitagskunden“ ausgedacht und Werbeoffensiven gestartet, wenn wieder die Öffnung eines Mietbereichs bevor stand. „Jede Spätschicht, die wir gemacht haben, war es wert! Wir haben gesehen, dass einige Kunden sich wieder stärker darauf besonnen haben, regional einzukaufen, ihre Versorgung über die Händler in ihrer Nähe abzudecken. Und warum auch nicht? Es ist ja alles da“, resümiert Elke Ullrich. „Ich würde mir wünschen, dass dieses Bewusstsein anhält, denn es spielt der lokalen Wirtschaft genauso in die Karten wie den verschiedenen Bereichen des Umweltschutzes und ist im Sinne eines nachhaltigen Konsums, der gerade von den jungen Menschen so stark gefordert wird.“
Mit denen sei man – und auch das sei ein Gewinn der Krise – vor allem über die sozialen Medien inzwischen stärker vernetzt. Sie interagierten vor allem hinsichtlich der Alltagstipps und Lifehack-Posts auf Facebook während des Shutdowns, wie die Zugriffsdaten der Plattform belegen. Das ist typisch, denn die Zeit daheim hat viele auch die Kommunikationsgewohnheiten aufs Virtuelle verlagern lassen. Man steht nicht mehr im Vorzimmer der Centerleitung vorm Tresen, wenn man einen Vorschlag anbringen möchte, man schreibt fix eine Nachricht via Messenger.
Was die digitale Konversation aber nicht ersetzen kann, ist das Einkaufserlebnis. Der PEP Torgau setzt besonders auf Unterhaltungsprogramme wie Autogrammstunden beliebter und kommender Stars der deutschen Musikszene oder Veranstaltungen wie den Zwiebelmarkt und das Lichterfest. Während ersterer im September unter hohen Auflagen stattfinden konnte, wird das Familien-Highlight Lichterfest leider 2020 ausgesetzt. „Wir können und wollen die 400 Kinder, die wir im Schnitt jedes Jahr mit ihren Familien dazu begrüßen, nicht in demselben Maße disziplinieren beziehungsweise auf Abstände und Hygieneregeln hin konditionieren wie Erwachsene. Die Atmosphäre wäre zudem deutlich angespannt und alles andere als ungezwungen und zauberhaft, wie wir es sonst so gern haben“, räumt Ullrich ein. Nichtsdestotrotz wird am 17. November im Rahmen der PEP-Lesenacht auch ein Kindersalon vorbereitet. „Vielleicht besuchen uns ja ein paar kleine Leseratten dort und freuen sich gemeinsam mit uns allen vom PEP schon aufs Veranstaltungsjahr 2021.“

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