Freitag, 27. November 2020
Sonntag, 1. November 2020

TORGAU

Krankenhaus reagiert auf steigende Infektionszahlen

Das Torgauer Krankenhaus.Foto: TZ/Archiv

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Die steigenden Corona-Infektionszahlen haben nun auch Auswirkungen auf den Betrieb des Kreiskrankenhauses Johann Kentmann. Welche das sind, lesen Sie im folgenden Beitrag.

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Die steigenden Corona-Infektionszahlen haben nun auch Auswirkungen auf den Betrieb des Kreiskrankenhauses Johann Kentmann. Mit dem heutigen Montag tritt dort ein Besuchsverbot in Kraft. Darüber informierte die Klinikleitung am Sonntag auf ihrer Internetseite. Ausnahmen gebe es nur für die Kinderstation, die Geburtshilfe und die Sterbebegleitung.

Zudem obliege es den behandelnden Ärzten, in Ausnahmefällen auch in anderen Bereichen eine Besuchserlaubnis auszustellen. Für die Geburtshilfe gilt, dass die Schwangere zur Geburt von einer Person begleitet werden darf, die frei von grippeähnlichen Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen oder Fieber sein muss und zudem in den zurückliegenden 14 Tagen keinen Kontakt zu Corona-Kranken gehabt haben darf. Besuche auf der Entbindungsstation sind nach Ausfüllen der Besucherberechtigung und der Besucherselbstauskunft bei der Aufnahme und Vorlage an der Telefonzentrale gestattet.

Komplexes Test-System

Ziel der Maßnahmen sei es, so Chefarzt Dr. Joachim Müller auf Nachfrage der Torgauer Zeitung, innerhalb des Krankenhauses die Kontakte zu potenziellen Covid-Überträgern möglichst gering zu halten. Innerhalb des Krankenhauses wurde in den zurückliegenden Tagen ein komplexes Test-System entwickelt, um Patienten und Mitarbeiter zu schützen.

Nach wie vor würden im Torgauer Krankenhaus keine Corona-Patienten stationär betreut, sagt Dr. Müller. Wie schon im Frühjahr würden diese Fälle umgehend ins Leipziger St. Georg Krankenhaus oder ins Universitätsklinikum Leipzig (UKL) verlegt. Das Team des Torgauer Kreiskrankenhauses sei aber in der Lage und darauf vorbereitet, selbst die Behandlung zu übernehmen, wenn die Leipziger Kapazitäten erschöpft sind.

Wenn es zur stationären Betreuung von Corona-Patienten kommt, wird es auch in Torgau an anderer Stelle Einschränkungen geben müssen. „Die Behandlung und Pflege von Covid-Patienten ist mit großem Aufwand verbunden, vor allem personell“, weiß Dr. Müller. Damit werde mehr Personal gebunden, das an anderer Stelle nicht mehr zur Verfügung stehe.

„Wir machen natürlich alles möglich, um den Regelbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten“, verspricht der Chefarzt. Derzeit läuft dieser Regelbetrieb stabil. Patienten werden aufgenommen. Alle geplanten Operationen finden statt.
Besorgt zeigt sich Dr. Müller mit Blick auf die Entwicklung des heute beginnenden Lockdowns. Insbesondere eine Ausweitung auf die Schulen und Kitas würde die Personalsituation in der Klinik weiter unter Druck setzen, da vielmals die Betreuung der Kinder dann nicht mehr abgesichert sei.

Versorgung stabil

Stabil ist derzeit die Versorgung mit Schutzausrüstung wie Handschuhen. Nachdem in der Zeit vor Corona kaum noch Lagerhaltung betrieben werden musste, sind inzwischen wieder entsprechende Kapazitäten im Haus geschaffen worden. Man habe sich ein kleines Polster angelegt und rechne bei Lieferungen immer auch Verzögerungen ein, so Dr. Müller.

Gleichzeitig sei man ressourcenschonend unterwegs und froh, noch eine Lieferung textiler Masken aus der JVA Torgau erhalten zu haben. Schließlich herrsche inzwischen im gesamten Krankenhaus Maskenpflicht.

Ein Blick noch in die Vitaris-Altenpflegeheime, die ebenfalls zum Kreiskrankenhaus gehören: Hier seien die Besuche von Angehörigen weiter möglich, sagt Dr. Joachim Müller. Da es aber jederzeit zu kurzfristigen Unterbrechungen kommen könne, sei eine telefonische Anmeldung vor einem geplanten Besuch sinnvoll.
 

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