Freitag, 27. November 2020
Mittwoch, 4. November 2020

TORGAU

Verfolgungsjagd endet am Torgauer Marktplatz

Der VW-Bus wurde beim Versuch, die Engstelle zwischen Schlossstraße und Markt zu passieren, schwer beschädigt.Foto: TZ/Stöber

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau/Herzberg. Quietschende Reifen, mehrere Polizeifahrzeuge, Sirenen in der Innenstadt. Vieles erinnerte am Mittwochvormittag an Szenen aus Actionfilmen. Doch was sich im Zentrum der Kreisstadt abspielte, war alles andere als harmlose Unterhaltung.

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Stattdessen war es das Finale einer Verfolgungsjagd, die ihren Anfang im Nachbarbundesland Brandenburg genommen hatte. Dort, in Herzberg, hatte die Polizei einen zuvor gestohlenen VW-Transporter geortet. Doch offenbar waren die Diebe (30/beide deutsch) nicht gewillt, das Fahrzeug freiwillig in die Obhut der Beamten zu übergeben.

Auf ihrer Flucht durchbrachen sie nach TZ-Informationen offenbar zwei Polizeisperren, bevor sie über die Elbbrücke nach Torgau kamen. Verfolgt von drei Polizeifahrzeugen wurde den Dieben schließlich ihre offenbare Ortsunkenntnis zum Verhängnis. Sie rasten durch die engen Straßen bis zum Übergang zwischen Schlossstraße und Markt.

Wie sich die Lage vor Ort darstellte, versuchten sie, zwischen Poller und Hauswand hindurchzukommen und beschädigten den Transporter dabei so stark, dass er nicht weiterfahren konnte.

Mehreren Augenzeugen zu folge raste der Transporter mit derartiger Geschwindigkeit durch die Innenstadt, dass nur durch Glück niemand verletzt wurde. Zwei Mütter mit Kinderwagen seien demnach nur knapp verfehlt worden. Nachdem der weiße VW-Transporter zum Stehen gekommen war, flüchteten Fahrer und Beifahrer zu Fuß.

Während die Beamten den Beifahrer schnell stellen konnten, blieb der Fahrer – wie sich später herausstellte kein unbeschriebenes Blatt – zunächst verschwunden. Für die Suche nach ihm wurde zunächst ein Fährtenhund angefordert. Der kam allerdings nicht mehr zum Einsatz. Die Polizisten gingen Zeugenaussagen nach und fanden den Fahrer im Keller eines angrenzenden Gebäudes.

Eine dritte Person war nach TZ-Informationen bereits während der Flucht aus dem rollenden Fahrzeug gesprungen und konnte noch auf Brandenburger Territorium festgenommen werden.

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