Montag, 30. November 2020
Donnerstag, 5. November 2020

OSTELBIEN

45-Tonnen-Autokran war nötig, um Sattelzug zu bergen

Die Arbeiten am Unfallort dauerten viele Stunden. Foto: privat

von unserem Redakteur Nico Wendt

Rosenfeld/Dautzschen. Nach dem schweren Unfall zwischen Dautzschen und Rosenfeld blieb die Staatsstraße S 25 auch in den Vormittagsstunden am Donnerstag für den Verkehr noch voll gesperrt.

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Rosenfeld/Dautzschen. Nach dem schweren Unfall zwischen Dautzschen und Rosenfeld blieb die Staatsstraße S 25 auch in den Vormittagsstunden am Donnerstag für den Verkehr noch voll gesperrt. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten zogen sich viele Stunden hin. Den Einsatzkräften hatte sich am Tag zuvor kurz nach 14.50 Uhr ein schlimmes Bild geboten: Wie die Polizei rekonstruierte, hatte der 20 jährige Fahrer eines MAN-Sattelzuges samt Auflieger in der scharfen Rechtskurve die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Er kam nach links von der Straße ab. Der Lkw überschlug sich und landete im Graben. Für den jungen Mann gab es keine Chance. Er wurde in der Fahrerkabine eingeklemmt und verstarb noch am Unfallort an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Die eintreffenden Kameraden konzentrierten sich daher nach Absprache mit dem Notarzt umgehend auf die Absicherung der Unfallstelle und das Binden auslaufender Betriebsstoffe. „Später in den Abendstunden ging es für uns dann darum, das Areal auszuleuchten“, erklärte Gemeindewehrleiter Remo Springer. Alarmiert waren die Feuerwehren aus Dautzschen-Großtreben, Zwethau, Beilrode und Torgau. Letztere verfügen mit ihrem Rüstwagen über Spezialtechnik – ausgelegt insbesondere für Lkw. Den Torgauern wurde dann auch die traurige Aufgabe zuteil, das Unfallopfer zu bergen, nachdem das Fahrzeug aufgerichtet war. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte ab 18 Uhr damit begonnen werden, den stark beschädigten Sattelzug wieder auf die Straße zu bringen.  Zu diesem Zweck hatte das Torgauer Unternehmen Glaubrecht eigens einen 45-Tonnen-Autokran und ein vierachsiges Bergefahrzeug vor Ort. Die verunglückte 24-Tonnen-Maschine – die mit Maissilage voll beladen war – musste zuvor auch geleert werden. Abschleppen, heben, aufrichten: Diese Arbeiten zogen sich bis 2 Uhr nachts hin. 

Bis zu endgültigen Freigabe der Straße musste allerdings auch noch der Graben gereinigt werden, was die Straßenmeisterei am Donnerstagvormittag übernahm. Eine Umleitung erfolgte über Döhlen und Last. Nach Aussagen der Kräfte vor Ort handelte es sich bei dem Unfallopfer um den Mitarbeiter eines Lohnunternehmens aus Nordrhein-Westfalen.


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