Freitag, 27. November 2020
Freitag, 6. November 2020

NORDSACHSEN

In Zeiten von Corona…#89

In Zeiten von Corona…Foto: Repro: TZ

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

…geht es heute nochmal um Maskenpflicht und Wirte-Sorgen, dazu aber noch um die Frage, warum sich so viele Deutsche über die Wahl in den USA wundern. Außerdem ein Thema: Nachbarn mit Herz.

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Unsere Gastwirte stehen mal wieder mit dem Rücken zur Wand. Am Mittwoch habe ich einen Blick ins „Ricard“-Vorzelt geworfen. Dessen Wirt hat es sich ein ordentliches Sümmchen kosten lassen, dort Bedingungen zu schaffen, die auch in Corona-Zeiten zulässig sind.

Blöd nur, dass ihm das November-Geschäft um die Ohren geflogen ist. Und nicht nur ihm. Alle Gastronomen sind betroffen. Wenigstens soll es finanzielle Unterstützungen geben. Ich hoffe nur, dass unsere Wirte nicht noch Büromitarbeiter anstellen müssen, um diese Hilfen beantragen zu können.

Zurück zu den Regeln. Zu denen gehört auch die Maskenpflicht in Torgaus Fußgängerzone. Natürlich stimmt es, dass (fast) alle im Frühjahr verbindliche Regelungen für alle Bundesländer forderten und den Flickenteppich der Corona-Regelungen im Land kritisierten.

„Ätsch“, müsste es jetzt also aus Berlin kommen, „ihr wolltet es doch so.“ Ich lehne mich mal soweit heraus zu behaupten: Nein, das wollte niemand. Der Wunsch der meisten Menschen sind nachvollziehbare Regelungen, die beim Erlassen auf gesundem Menschenverstand basieren und darauf aufsetzen, dass die meisten Menschen, die sie befolgen sollen, ebenfalls eine gewisse geistige Reife mitbringen.

Vorschriften, wie ein Maskengebot in der Bäckerstraße, beschädigen auch das Verständnis für alle Corona-Maßnahmen, deren Überzahl richtig und wichtig ist. (Na gut, es gibt da noch den Streit in Leipzig, ob die Teilnehmer der Querdenker-Demo Touristen sind. Zunächst hieß es nein, sie kommen ja zum demonstrieren und dürfen deshalb in Hotels übernachten. Ende der Woche wurde ihre Beherbergung dann aber verboten.)

Vorweg: Ich beneide die Menschen in den USA nicht um die Auswahl ihrer Präsidentschaftskandidaten. Gewundert habe ich mich in dieser Woche dennoch über das große Wundern hierzulande ob der Stimmenverteilung bei den US-Wahlen.

Wo ist das Problem zu erkennen, dass in den USA US-Amerikaner wählen und keine Deutschen? Ist es so überraschend,dass die Menschen in den Vereinigten Staaten ganz anders auf Trump und Biden schauen, als wir hier im Zentrum Europas? Ich halte es für reichlich arrogant, das Wahlverhalten der Bürger eines fremden Landes beurteilen zu wollen, indem man zugrunde legt, wie man als Außenstehender gehandelt hätte.

Wie bekomme ich jetzt die Kurve zu unseren Nachbarn mit Herz?  Ganz einfach: In jedem Jahr haben es alle Kandidaten verdient, ausgewählt zu werden! Zehn werden es auch 2020 sein. Zehn dieser besonderen Menschen, die immer für andere da sind, uneigennützig helfen, sich dort einbringen, wo Not am Mann oder der Frau ist. Und weil wir bei der TZ nicht alle diese tollen Menschen kennen, freuen wir uns über Ihre Hinweise.


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