Freitag, 27. November 2020
Freitag, 6. November 2020

TORGAU

Kreativität und Pragmatismus

Das Torgauer Johann-Walter-Gymnasium. Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Torgau. Verschärfte Corona-Bedingungen wirken sich auch auf den Schulalltag aus. Wie, das lesen Sie hier.

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Im Zuge der Pandemie-Eindämmung haben sind an Schulen neue Regeln einzuhalten. Dazu gehören zum Beispiel das regelmäßige Lüften der Unterrichtsräume und verschärfte Bestimmungen, wo überall eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden muss. Drei Stichproben beleuchten, wie pragmatisch und kreativ Torgaus Schulen damit umgehen.

Oberschule Nordwest
„Wir sind schon bisher bestens ausgerüstet und ausgestattet“, sagt Evlin Noack. Außerdem habe man das jetzt nötige Verhalten schon während der Quarantäne-Fälle vor einigen Wochen geübt, so die Schulleiterin. „Klar, wir Lehrer müssen die Kinder immer wieder auf die Regeln hinweisen, reden uns teilweise den Mund fusselig“, ordnet Evelin Noack ein. Schon zu Beginn eines Schultages nutzen die Kinder alle drei Eingänge, sodass die Schülermassen hier entzerrt werden können und nicht alle durch eine Tür müssen. Maskenpflicht? Nur in den Gängen und auf dem Gelände. „Wenn die Schüler in ihrer Klasse sind und am Platz sitzen, brauchen sie keine Mund-Nase-Bedekung“, erläutert Evelin Noack. Die Tische haben zwar einen gewissen Abstand, aber nicht die immer wieder genannten anderthalb Meter. „Das geht mit vollen Klassen gar nicht. Da brauchen wir alle Tische in den Räumen“, erläutert die Schulleiterin. Nach etwa 20 Minuten werden die Unterrichtsräume für drei bis fünf Minuten stoßgelüftet. „Noch geht das, aber wir müssen mal sehen, wie es im Winter wird“, führt Noack aus.
In den Abschlussklassen wird weiterhin straff auf die Prüfungen hingearbeitet und der entsprechende Stoff vermittelt. „Wer aber noch Nachholebedarf in anderen Sachen hat, kann sich jederzeit an seine Lehrer wenden“, so Evelin Noack.
„Bis jetzt toi, toi, toi, läuft es ganz gut, auch weil die Schüler so dizipliniert mitziehen“, lobt sie. „Wir sind froh, wenn wir so weitermachen können, ohne wieder unterbrochen zu werden.“

Johann-Walter-Gymnasium
„Wir haben versucht, alles umzusetzen“, sagt Peter Nowack. So müssen laut dem Schulleiter auf dem ganzen Gelände und im Gebäude Masken getragen werden, im Unterricht selbst nur von den Klassen 11 und 12. „Wir hatten darüber zwar die Schüler und deren Eltern informiert, aber wir waren auch auf die Vergesslichen vorbereitet und halten eine kleine Reserve an Masken im Sekretariat vor“, so Peter Nowack. Der Aufwand sei jetzt größer geworden, da alles desinfiziert werden müsste. Immerhin habe es am Johann-Walter-Gymnasium etwa 700 Schüler. „Das klappt nicht, wenn die sich alle früh die Hände waschen sollen“, sagt Peter Nowack. Drum sei man mit Desinfektionsmittel und den nötigen Spendern recht großzügig ausgestattet. „Mittlerweile geben aber die ersten Desinfektionsmitelspender den Geist auf“, erläutert der Schulleiter. Um die Schülerströme aufzufächern, sind alle Außentüren geöffnet. „Jeder Schüler betritt morgens das Gymnasium direkt über den Gebäudeteil-Eingang, in dem er zuerst Unterricht hat“, erläutert der Schuleiter. Außerdem kommen die Kinder gestaffelt in die Schule. „Die Großen fangen 7.10 Uhr an, also die Klassen 10, 11 und 12 und einige Neuner, die unteren Klassenstufen kommen ab um Acht“, so Peter Nowack. Die 90-Minuten-Unterrichtsblöcke werden nach der Hälfte der Zeit für eine fünfminütige Lüftungspause unerbrochen.

Katharina-von-Bora-Oberschule
Masken müssen hier seit Beginn des Schuljahres auf dem Hof und im Gebäude getragen werden. „Im Klassenraum aber nur während der Pause oder bei Gruppenarbeit, wenn also die Schüler sehr dicht beieinander sitzen“, schränkt der stellvertretende Schuleiter ein. Der normale Unterricht an sich finde ohne Maske statt. Auch an der Katharina-von-Bora-Oberschule wird nach etwa 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet. „Wir sind froh, dass wir in jedem Raum ein Waschbecken haben“, sagt der stellvertretende Schulleiter zum Thema Händewaschen. Um Ansammlungen von Schülern morgens vor der Schule zu vermeiden, wird die Schule zeitiger geöffnet. Zusätzlich fangen die Klassenstufen 5 und 6 erst zur zweiten Stunde an, die übrigen zur ersten. „Wir sind den Eltern sehr dankbar, dass sie Verständnis für diese Situation haben“, freut sich Peter Wesner. Und dann gibt es noch eine kleine Besonderheit: Den Ersatzmaskenvorrat im Sekretariat waschen und bügeln die Schüler des Bereichs Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft selbst.


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