Montag, 30. November 2020
Freitag, 13. November 2020

OSTELBIEN

Traum vom Eigenheim: Muss das Losglück dabei helfen?

Im Sportplatzweg sollen im kommenden Jahr sechs neue Häuser aus dem Boden wachsen. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Beilrode. Die Gemeinde hat gerade ein „Luxusproblem“. Für den neuen Eigenheimstandort im Sportplatzweg, der demnächst „Baureife“ erlangt, stehen die Interessenten förmlich Schlange.

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Beilrode. Die Gemeinde hat gerade ein „Luxusproblem“. Für den neuen Eigenheimstandort im Sportplatzweg, der demnächst „Baureife“ erlangt, stehen die Interessenten förmlich Schlange. Nur sechs Parzellen sind vorhanden. Beworben haben sich jedoch bislang schon mindestens 13 Familien beziehungsweise Paare. 

 

Zwei Varianten 

Bürgermeister René Vetter will, dass es bei der Vergabe möglichst fair und gerecht zugeht. Vor allem aber müssen die Entscheidungen auch rechtlich „wasserdicht“ sein. Aus diesem Grunde hat die Gemeinde Beilrode das Kommunalamt Nordsachsen zurate gezogen und in gemeinsamer Absprache zwei Varianten ins Auge gefasst. Das letzte Wort darüber, wie die Vergabe konkret abläuft, sollen dann die Gemeinderäte bei der nächsten öffentlichen Sitzung kommende Woche haben.

 „Möglich wäre ein sogenanntes Losverfahren“, geht René Vetter näher darauf ein. Die Kommune würde prüfen, welche finanziellen Ausgaben bei der Erschließung angefallen sind und würde einen Quadratmeterpreis für die Baufläche festlegen. Die Interessenten könnten sich dann offiziell bewerben. „Wir würden einen Termin mit allen Beteiligten ausmachen und dann per Los über die Grundstücke verfügen. Genau in der Reihenfolge, wie die Lose gezogen werden, können die Interessenten dann auswählen“, beschrieb der Bürgermeister. Die zweite Variante wäre, als Gemeinde einen Mindestpreis (Euro pro Quadratmeter) für das Bauland festzulegen. „Die Interessenten könnten dann bieten und die Vergabe würde sich nach der Höhe der jeweiligen Angebote richten“, so René Vetter. 

Die Parzellen haben alle in etwa die gleiche Größe – rund 800 Quadratmeter. Wünschenswert sei, dass die Entscheidung über die Grundstücke noch in diesem Jahr fällt. Denn es soll nun nicht mehr lange dauern, bis auf den Flächen die ersten Bagger anrollen. In den vergangenen Monaten wurden alle nötigen Voraussetzungen darfür geschaffen beziehungsweise angeschoben. Die Trink- und Abwasserleitungen und die Kabel der Telekom, der Envia sowie der Firma Asser sind verlegt. Zuletzt wurde noch eine Versorgung mit Gas sichergestellt. Aus diesem Grund gab es Anfang der Woche auch noch eine Teilsperrung in der Zwethauer Straße/Bahnhofstraße mit Ampelregelung. 

 

Bis zum Frühjahr 

Bei der Gemeinderatssitzung im Oktober erfolgte eine nochmalige Abwägung des Bebauungsplanes und es wurde ein Satzungsbeschluss gefällt. Die Unterlagen liegen nun beim Landratsamt. Man hoffe aus Sicht der Kommune, dass in den nächsten drei Monaten die Genehmigung erteilt wird, so dass die ersten Hausbauer im Frühjahr im Sportplatzweg beginnen können. Wie schon berichtet wird in Beilrode derzeit noch  an einem weiteren Eigenheimstandort „gebastelt“. Auf dem Areal „An der Siedlung“ sollen 28 Baugrundstücke erschlossen werden. 

Anwohner hatten sich dafür stark gemacht, dass das bestehende Wäldchen erhalten bleibt. „Dem wurde zugestimmt. Jetzt geht es darum, sich gemeinsam mit dem Planungsbüro zu einigen, wie genau die Abgrenzung erfolgt“, gab Bürgermeister René Vetter Auskunft. Auch dieser Eigenheimstandort wird Thema bei der nächsten Ratssitzung sein.


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