Montag, 30. November 2020
Sonntag, 22. November 2020

TORGAU

Weihnachtsbaumfuhre mit Hindernissen

Gleich wird "eingelocht".Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau. Nach gut drei Stunden war die diesjährige Weihnachtsbaumaktion in Torgau Geschichte: Kurz nach 10 Uhr wurde der umgangssprachlich als Blautanne bezeichnete Baum am Samstag auf dem Torgauer Markt „eingelocht“.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Schon der Transport dorthin sorgte für einiges an Aufsehen, denn einen derart weit ausladenden Baum hatte Konrad Theobald vom Kraftverkehr selten auf seinem Lkw. „Das Ding ist schon verdammt breit“, urteilte der Stadtrat.

Dabei sah der Baum noch im Eingangsbereich der Kindertagesstätte „Am Rodelberg“  gar nicht so breit aus. Gut, es gab schon längere Teile, aber dass sich dieser hier derart breit auf dem Hänger machen würde, hatte auch Udo Michael von den Stadtwerken so nicht gedacht. Für Michael und seine fünfköpfige Mannschaft begann die Schicht schon nach 7 Uhr. Bis der Kran hier sein würde, mussten die Stadtwerker noch einiges vorbereiten. Ein heißer Kaffe von der Tankstelle spendierte ein wenig Wärme. 

Während das Fällen des Baumes kurz nach 8 Uhr ohne Probleme über die Bühne ging, drohten gleich neun im Parkverbot abgestellte Fahrzeuge, den Transport unnötig in die Länge zu ziehen. Denn diese breite Fuhre hätte allergrößte Schwierigkeiten bekommen, ohne Kratzer der Sindelfinger Straße zu entkommen. Mit Hilfe der die Tour ohnehin absichernden Polizei konnten aber innerhalb einer knappen halben Stunde sämtliche Fahrzeugführer ausfindig gemacht werden, die aufatmen konnten, kein Knöllchen bekommen zu haben. Der Weg war nun also frei, leichter wurde es wegen der Breite trotzdem nicht. Einen Großteil der Strecke durch die Stadt absolvierten die Stadtwerker diesmal zu Fuß, um Äste vorsichtig an Schildern oder anderen Hindernissen vorbei zu ziehen.

Die Ankunft auf dem Markt zog sich somit etwas in die Länge. Da bekamen auch Conny Beck und Cindy Besser samt Nachwuchs kalte Hände. Die Truppe ist in jedem Jahr aus Neugier dabei, wenn in Torgau der Weihnachtsbaum gestellt wird. Besser sowieso, weil sie Ehemann und Stadtwerker Daniel die Daumen drückt, dass dieser und der Baum heile bleiben. Beck anno 2020 erst recht, weil  es die Kita-Leiterin war, die der Stadt den Baum in diesem Jahr vorschlug. „Der Baum ist über all die Jahre derart groß geworden, dass der Wurzelballen bereits Probleme bereitet“, sagte sie. Bei Stadt und Stadtwerken musste man nicht lange überlegen. Als Alternativen kamen nach Angabe Udo Michaels zwei Bäume in Dautzschen und Süptitz infrage. Doch der logistische Aufwand wäre in beiden Fällen deutlich größer gewesen. 

So haben die Torgauer auch in diesem Jahr einen echten Torgauer Weihnachtsbaum, der ab dem heutigen Montag geschmückt werden soll. Die Jungen und Mädchen der Kita „Am Rodelberg“ werden sich nach Ansicht von Einrichtungsleiterin Conny Beck bestimmt freuen, wenn ausgerechnet ihr Baum ein wenig Licht in die diesjährige Corona-Weihnacht zaubert. Für den Kran von Gerd Heubaum war es nach Schildau und Belgern am Dienstag sowie Dommitzsch am Freitag der vierte Weihnachtsbaumeinsatz in der Woche. Nun rücke er noch zum Aufbau der Wurzener Weihnachtspyramide sowie zum „Einfliegen“ des Weihnachtsbaums nach Langenreichenbach aus, sagte Heubaum.


Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

ePaper lesen

Lesen Sie das ePaper der Torgauer Zeitung bequem zu Haus oder unterwegs.

Jetzt 14 Tage lang unverbindlich testen!

 
Industrie 4.0 kompakt – Erfahrungsaustausch
09.12.2020, 15:00 Uhr - 16:30 Uhr

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien

AKTIONEN

black-friday

Weihnachtsabo

TZ-Probelesen

Wirtschaftsmagazin

Torgau-Plus

Wanderführer

Feste und Gäste

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga