Samstag, 17. April 2021
Mittwoch, 25. November 2020

Damit die TÜV-Prüfer wieder beruhigt lächeln können

Bauanlaufberatung vor dem Gerätehaus. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Das Gelände vor der Feuerwehr in der Bahnhofstraße wird sich in den nächsten Wochen komplett verändern. Am kommenden Montag startet Teil 2 des Großprojektes.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Dommitzsch. Das Gelände vor der Feuerwehr in der Bahnhofstraße wird sich in den nächsten Wochen komplett verändern. Am kommenden Montag startet Teil 2 des Großprojektes. Dann beginnt die Umgestaltung der Außenanlagen. Dieser Tage tra- fen sich Bürgermeisterin Heike Karau, Wehrleiter Bernd Schlo- bach sowie Vertreter des Pla- nungsbüros und der beteiligten Firmen zu einer Anlaufberatung. Dabei wurden alle notwendigen Schritte abgestimmt und auch grobe Termine abgesteckt.

Im Inneren

Schon jetzt hat sich einiges ge- tan. In einem ersten Abschnitt wurden seit Juli/August etwa 250 000 Euro im Inneren des Ge- rätehauses verbaut. Bis zum Frühjahr wird noch einmal die gleiche Summe aufgewendet, um auch vor dem Gebäude alles DIN- und vorschriftsgemäß her- zurichten. Wehrleiter Bernd Schlobach hatte im Sommer auf die Probleme hingewiesen. „Das Gerätehaus ist 26 Jahre alt. Es war eines der ersten in der Nach- wendezeit, das fertig wurde. Lei- der ist es nicht so konform und DIN-gerecht gebaut worden wie es sollte“, lautete seine Feststel- lung. Glücklicherweise erhielt die Stadt Dommitzsch einen „di- cken“ Zuschuss für die nötige

technische Ertüchtigung. Satte 429 000 Euro fließen als Zu- schuss.

Den Fördermittel-Bescheid übergab Landrat Kai Emanuel Ende August im Beisein von Staatsminister Sebastian Gem- kow persönlich an Bürgermeis- terin Heike Karau. Da hatten die ersten Arbeiten schon begon- nen. Tore, Absauganlage, Hei- zung, Beleuchtung und Druck- luftanlage waren zu ersetzen. Fünf Firmen bekamen reichlich zu tun. Dabei konzentrierte sich die Stadt nur auf jene Dinge, die tatsächlich Bauchschmerzen be- reiteten. Wie die vorhandenen Hallen-Falttore: Sie entsprachen längst nicht mehr den gültigen Anforderungen. Teilweise wa- ren sie nicht mehr voll funktions- fähig. Oder auf ein anderes Sor- genkind – die Beleuchtung. Die Druckluftanlage musste ent- sprechend den aktuellen Nor-

men erneuert werden. Bei der al- ten Heizungsanlage standen wiederum energetische Ge- sichtspunkte im Fokus. „Wir schaffen keinen Luxus, sondern einen Zweckbau“, unterstrich Bernd Schlobach den sorgsamen Einsatz der finanziellen Mittel. Lediglich rund 70 000 Euro hat die Stadt als eigenen Betrag bei- zusteuern.

Mängel

Bei den Außenanlagen hatten sich ebenfalls gravierende Män- gel aufgezeigt. „Es dürfen sich keine Verkehrswege kreuzen. Wir müssen eine getrennte An- und Abfahrt schaffen“, erklärte Heike Hagemann vom zuständi- gen Planungsbüro. Außerdem sind ausreichend Alarmpark- plätze sowie Abstellflächen für Fahrräder der Einsatzkräfte aus- zuweisen. Und die Errichtung eines hindernisfreien barriere-

freien Fußweges wird ebenfalls nötig. „Wir beginnen als Erstes mit dem Rückbau“, so Heike Ha- gemann. Ein Teil der Flächen ist noch dieses Jahr je nach Witte- rung zu beseitigen, der Rest folgt nächstes Jahr. Danach folgen Betonarbeiten für die Stellflä- chen beziehungsweise die Oberflächenbefestigung mit As- phalt. Auch die Grünfläche linksseitig muss leider ver- schwinden. Das Areal wird für eine Stellfläche für Großgeräte benötigt.

Dass die Feuerwehr rund um die Uhr einsatzfähig bleiben muss, versteht sich von selbst. „Wir haben uns darüber reich- lich Gedanken gemacht und fin- den Lösungen. Zum Beispiel wird erst die eine Hälfte des Vor- platzes gemacht, dann die ande- re. Selbst in der kurzen Zeit des Asphalt-Einbaus gibt es die Va- riante, dass unsere Fahrzeuge entweder direkt daneben oder sogar kurzzeitig im Polizeiver- waltungsamt abgestellt werden können“, so Wehrleiter Schlo- bach. Bürgermeisterin Heike Karau betonte bei der Anlaufbe- ratung noch einmal die Wichtig- keit dieser Investition. Sie wür- digte gleichzeitig das große En- gagement der Dommitzscher Feuerwehrkameraden, die einen großen Beitrag zum Ge- meinwohl leisten und rund um die Uhr verfügbar sind. Und das alles ehrenamtlich.


Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de