Mittwoch, 20. Januar 2021
Donnerstag, 26. November 2020

DOMMITZSCH

Es war Beileibe kein Selbstläufer 

Von links: ASB-Chefin Ulrike Brucks, Bürgermeisterin Heike Karau und MGH-Leiterin Sybille Zugowski. Foto: privat

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Dieser Tage konnte Bürgermeisterin Heike Karau der Geschäftsführerin des ASB-Kreisverbandes Torgau-Oschatz, Ulrike Brucks, und MGH-Koordinatorin Sybille Zugowski feierlich ein wichtiges und erfreuliches Schreiben übergeben.

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Dommitzsch?. Seit 13 Jahren fährt Sybille Zugowski nun schon jeden Tag die Strecke von Pretzsch nach Dommitzsch und zurück. 13 Jahre sind eine lange Zeit. Als das Mehrgenerationenhaus in der Gänsebrunnenstadt die Türen öffnete, war sich die Koordinatorin noch nicht sicher, ob der Job Perspektive hat. Ob die Einrichtung überhaupt von der Bevölkerung angenommen wird. Und ob die Finanzierung über einen langen Zeitraum klappt. Immerhin war die Eröffnung ein Knaller. Die damalige bundesdeutsche Familienministerin Ursula von der Leyen hatte sich für den Antrittsbesuch aller Mehrgenerationenhäuser ausgerechnet Dommitzsch herausgesucht. Für das Team von Sybille Zugowski war dieses „ausgerechnet“ sicher ein Glücksfall. So gab es genug Ansporn und Publicity für die zähe Anfangsphase. Denn wenn eine hohe Politikerin eigens aus Berlin in das beschauliche Städtchen kommt, dann kann das Projekt ja nur gelingen.

Feste Adresse 

13 Jahre später muss Sybille Zugowski schmunzeln, wenn sie beim Blättern im Gästebuch auf die persönlichen Glückwünsche der Ministerin stößt. Natürlich hätte auch Ursula von der Leyen nichts ausrichten können, wenn die Besucher weggeblieben wären. Und gerade dieser Zuspruch war Beileibe kein Selbstläufer. Die MGH-Koordinatorin musste sich immer wieder aufs Neue Gedanken machen, wie sie spannende Angebote schafft, wie sie Leute mit Veranstaltungen anlockt und wie sie junge und alte Menschen gleichermaßen begeistern kann. Mittlerweile darf die Leiterin guten Gewissens sagen: Es hat geklappt! Das Haus ist etabliert, ist für viele Dommitzscher zur festen Adresse geworden. Das sieht man auch im Rathaus so.

Beeindruckend 

Dieser Tage konnte Bürgermeisterin Heike Karau der Geschäftsführerin des ASB-Kreisverbandes Torgau-Oschatz, Ulrike Brucks, und MGH-Koordinatorin Sybille Zugowski feierlich ein wichtiges und erfreuliches Schreiben übergeben. Nämlich die Bestätigung, dass sich die  Stadträte auch über einen längeren Zeitraum zum Mehrgenerationenhaus bekannt haben und mit ihrem Eigenanteil das finanzielle Fundament der Einrichtung sichern. Bislang fiel der Beschluss immer aller vier Jahre. Inzwischen erfolgte auf Bundesebene eine inhaltliche Ausrichtung nunmehr über acht Jahre hinweg. Also mussten sich die Abgeordneten wieder neu positionieren. Das taten sie in beeindruckender Weise. Von zwölf Stadträten stimmten elf für „Ja“. Eine Enthaltung wurde notiert.

Das freut auch Kreisverbandschefin Ulrike Brucks, denn der ASB ist vom ersten Tage an Träger des MGH. Wenn die Weichen für die Zukunft so langfristig gestellt sind, bedeutet das ein großes Stück Planungssicherheit. Auch wenn die Corona-Krise gerade nicht in die Karten spielt. „Ich fand es ganz toll, dass an jenem Freitag vor dem zweiten Lockdown noch einmal 22 Stämmgäste zu einer Abschiedsrunde kamen und ihre Treue über die Krise hinweg zusicherten“, zeigt sich Sybille Zugowski beinah gerührt. Sie habe dabei gespürt, dass das MGH für viele Dommitzscher über die Jahre doch sehr wichtig geworden ist. Rund 50 Besucher werden in normalen Zeiten jede Woche gezählt. Es gibt feste Termine wie die täglichen zwei Stammtische, zu denen sich jeden früh meist Männer – vom Rentner bis zum Handwerker – zum Kaffeeplausch treffen. Oder die Rommee-Runde oder den Handarbeitszirkel. Vier Sportgruppen sorgen jeden Dienstagnachmittag hintereinander für Action. Mittwochs und donnerstags gibt die Musikschule Einzelunterricht, Mittwochnachmittag läuft ein Projekt für Hortkinder und die Skatrunden sind seit langem eine feste Größe. 

Traumjob 

„Man muss sich immer wieder rühren“, lächelt die MGH-Chefin, die auch nach 13 Jahren noch überzeugt ist, ihren Traumjob gefunden zu haben. Selbst wenn manchmal viel zu schultern sei. Lediglich drei bis vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen stehen ihr helfend zur Seite. „Wir bräuchten mal wieder ein paar Bundesfreiwilligendienstler oder FSJler“, lacht sie. Und doch kann sich die 60-Jährige, die gerade erst ihren runden Geburtstag feierte, gut vorstellen, auch die nächsten sechs Jahre bis zum Eintritt ins Rentenalter täglich die Strecke von Dommitzsch nach Pretzsch zu pendeln. Irgendwie hat der Stadtrat ja jetzt den Grundstein dafür gelegt. 


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