Montag, 29. November 2021
Freitag, 4. Dezember 2020

Kurze Anfrage genügt und Angelika Keiper ist zur Stelle  

TZ-Redakteur Nico Wendt ehrt Angelika Keiper. Foto: privat

von unserem Redakteur Nico Wendt

Trossin. Wenn sich jemand in den vergangenen Jahren die Ehrung zum Nachbarn mit Herz in Trossin redlich verdient hat, dann sei es Angelika Keiper. „Auf sie ist immer Verlass! Auf sie können wir immer zählen“, betont die Kita-Chefin.

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Trossin. ?Etwas unsicher wirkt Angelika Keiper durchaus. Kita-Leiterin Stefanie Becker hatte angefragt, ob die Trossinerin mal vorbeischauen könnte. Das ist normalerweise nichts ungewöhnliches. Die Oma von zwei Enkeln wird gerne gefragt, wenn eine helfende Hand in der Einrichtung nötig ist. Doch Corona-bedingt sind zur Zeit alle Feste und Veranstaltungen abgesagt. Umso mehr staunt die 56-Jährige, als der TZ-Redakteur mit einem großen Präsentkorb und dem „Nachbarn-mit-Herz-Pokal“ um die Ecke kommt. Überraschung gelungen!

Immer Verlass 

Nun strahlt auch Stefanie Becker. Der Leiterin und ihrem Team ist es ein riesiges Bedürfnis, der engagierten Oma ein Dankeschön auszusprechen. Wenn sich jemand in den vergangenen Jahren die Ehrung zum Nachbarn mit Herz redlich verdient hat, dann sei es Angelika Keiper. „Auf sie ist immer Verlass! Auf sie können wir immer zählen“, betont die Kita-Chefin. In der heutigen Zeit gewiss keine Selbstverständlichkeit. So kam die vorweihnachtliche Aktion von TZ und Sparkasse genau richtig, um dieses uneigennützige Handeln zu würdigen.

„Gerade bei der Durchführung von Festen ist es für uns unheimlich schön, jemanden zu haben, der einfach mit anpackt. Denn erfahrungsgemäß sind an solchen Tagen auch die Kinder aufgeregt und brauchen die doppelte Aufmerksamkeit. Frau Keiper nimmt uns viele Handgriffe ab. Sie weiß mittlerweile auch schon genau, was zu tun ist“, lobt Stefanie Becker. Das beginne bereits im Vorfeld mit Kuchenbacken. Bei den Veranstaltungen selbst sind Tische einzudecken, Getränke zu reichen, viele Dinge hin und her zu schaffen, ist Geschirr abzuwaschen und hinterher sauberzumachen. Es sind Tausend Kleinigkeiten, die aber nebenbei gemacht werden müssen. Und die jemand im Blick haben muss. Für die Erzieherinnen, die an solchen hektischen Tagen zumeist voll und ganz mit den Kindern beschäftigt sind, eine unheimliche Erleichterung. „Wir sind immer wieder heilfroh, auf Angelika Keiper zurückgreifen zu können“, lächelt die Kita-Leiterin.

Kurzer Draht 

Der Draht sei schon lange sehr eng. Eine kurze Anfrage genügt meist, und die Trossinerin ist zur Stelle. Bis jetzt kam noch nie ein Nein. Die Nachbarin mit Herz hat auch schon bei Ausflügen und Wandertagen tatkräftig mit angepackt. Wer weiß, wie es ist, ganze Gruppen von kleinen und großen Kindern bei solchen Anlässen in Jacken und Schuhe zu helfen und an alle organisatorischen Details zu denken, kann die Dankbarkeit des Erzieherteams nachvollziehen. Derzeit ist es zwar gerade sehr ruhig im Kita-Alltag. Aber sobald die Corona-Krise überstanden sei, werde man wieder zu den gewohnten Traditionen zurückfinden. Ein Oma-und-Opa-Tag, Martinsfest, Sommerfest und Fasching sind zum Beispiel feste Größen im jährlichen Terminkalender.

„Natürlich helfen uns auch andere Eltern beim Kuchenbacken. Aber bei jungen Muttis und Vatis ist klar, dass sie meist stark ins berufliche Leben eingebunden sind und daher oft wenig Zeit haben. Frau Keiper hingegen hat sogar schon mal vor längerer Zeit ein dreiviertel Jahr ehrenamtlich in der Kita ,Biberburg’ gearbeitet. Sie kennt daher alle Abläufe genau“, würdigt Stefanie Becker. Und für eine Überraschung ist sie auch immer zu haben. Wie neulich, als die Kita zum Geburtstag ihres Enkels Fynn mit einer großen Torte beglückt wurde. 

Soziales Engagement

Angelika Keiper stammt ursprünglich aus Hessen und zog erst in den 90er-Jahren nach Trossin. Sie war ihrem Ehemann zurück in die Heimat gefolgt, der lange Zeit in den alten Bundesländern gelebt hatte. Eigentlich ist die toughe 56-Jährige eine Großstadtpflanze. Ihre Wurzeln liegen im Raum Frankfurt/Darmstadt. Umso mehr weiß sie nun die ländliche Idylle zu schätzen. „Ich kann sagen, dass ich hier mit offenen Armen empfangen wurde und mich schnell einleben konnte“, sagt die Nachbarin mit Herz rückblickend. Im Gegenzug freue sie sich, mit ihrem sozialen Engagement ein kleines Stück zurückgegeben zu können, selbst wenn ihre Enkel mittlerweile sieben und acht Jahre alt sind und nur noch den Hort der Kita ,Biberburg’ besuchen. 

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