Mittwoch, 20. Januar 2021
Mittwoch, 9. Dezember 2020

DOMMITZSCH

"Uns fällt ein Stein vom Herzen, dass alles erledigt ist" 

Beim Durchtrennen des symbolischen Bandes. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Ein solches Ereignis steht nicht jeden Tag an. Die Klärwerk-Erweiterung hat Behörden, Stadt, Landratsamt, Planungsbüro und Baufirmen über Jahre beschäftigt.

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Dommitzsch. Ein solches Ereignis steht nicht jeden Tag an. Die Klärwerk-Erweiterung hat Behörden, Stadt, Landratsamt, Planungsbüro und Baufirmen über Jahre beschäftigt. In Anbetracht dessen ging die Übergabe gestern Vormittag ziemlich unspektakulär über die Bühne. Corona vermasselte die richtige Feier. Dennoch war bei allen zu spüren, wie groß die Erleichterung ist. Rund drei Millionen Euro wurden seit Oktober 2018 verbaut. „Doch eigentlich läuft die ganze Sache schon seit 2004/05“, ließ Vladislav Naumann von der Unteren Wasserbehörde  durchblicken.

Guter Kompromiss 

Im Oktober 2015 hatte die Kreisbehörde dann offiziell verfügt, dass der Abwasserzweckverband (AZV) Sachsen-Nord  die Kläranlage in Dommitzsch ertüchtigen muss. Ursprünglich wurde eine Verdoppelung der Reinigungsleistung gefordert: von 3000 auf 6000 Einwohnerwerte. „Letztendlich ist es uns in zahlreichen Gesprächen gelungen, uns auf eine Ausbaugröße von 4500 Einwohnerwerten zu verständigen“, blickte Heike Karau, Bürgermeisterin und gleichzeitig Vorsitzende des AZV, gestern zurück. Aus ihrer Sicht ein guter Kompromiss. 

Sie machte zudem keinen Hehl daraus, dass man eigentlich viel eher mit der Baumaßnahme fertig sein wollte. Doch es seien immer wieder objektive Gründe gewesen, die zu Korrekturen und Änderungen im Planungsprozess führten. Die AZV-Chefin würdigte in diesem Zusammenhang die Geduld des Ingenieurbüros Steinbacher GmbH aus Herzberg/E., das von Anfang an zur Seite stand, sowie die Zurückhaltung der übergeordneten Behörde, die eigentlich harte Sanktionen angedroht hatte. „Wir mussten lange feilen und können heute mit Fug und Recht sagen: Was lange währt, wird gut“, so Heike Karau. Sie dankte in diesem Zusammenhang ebenfalls der Firma Schulz Bau GmbH aus Torgau, die 2018 den Zuschlag für den Hochbau erhielt. Für die Errichtung der gesamten Anlagentechnik und -steuerung hatte eine Firma aus Dresden den Auftrag bekommen. 

Endlich abgehakt

„Wir sind zufrieden, können das Ganze abhaken und uns anderen Dingen widmen“, pflichtete der Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde bei. Es sei das Beste herausgekommen, was man erreichen konnte. Weitere Arbeiten sind erstmal nicht nötig. Und: Man habe als Behörde auch deshalb stillgehalten, weil keine Grenzüberschreitungen auftraten, spielte der Landkreis-Vertreter auf das geklärte Abwasser an. Rund 300 Kubikmeter fließen täglich aus der gesamten Region Dommitzsch zu. Darüber hinaus nimmt die Anlage Klärschlamm aus der Gemeinde Trossin auf, deren Bürger sich für eine dezentrale Entsorgung mittels Kleinkläranlagen entschieden hatten. 

Detlev Schulz, Geschäftsführer des Bauunternehmens, lobte das gute Zusammenspiel aller Beteiligten. Selbst wenn die Probleme, die auftraten, nicht immer einfach zu lösen waren. Im Oktober 2018 sei der Startschuss gefallen. Die wichtigsten Arbeiten am Klärwerk kamen im Sommer zum Abschluss, danach folgten Restleistungen. Unter anderem wurden eine neue mechanische Vorreinigung installiert, das ganze Betriebsgebäude umgebaut und den aktuellen Standards angepasst sowie die komplette EMSR-Anlage (EMSR = Elektrisches Messen, Steuern und Regeln) erneuert. Schwierig war, dass alle Eingriffe bei laufendem Betrieb des Klärwerks stattfinden mussten. „Uns fällt ein Stein vom Herzen, dass alles erledigt ist. Die Anlage entspricht jetzt technologisch den gesetzlichen Anforderungen und ist in der Lage, die anfallenden Mengen optimal zu reinigen“, so Heike Karau. Nicht zuletzt verbesserten sich die Arbeitsbedingungen für die Veolia-Mitarbeiter, die seit 2019 offiziell für die Betriebsführung zuständig sind. 


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