Mittwoch, 20. Januar 2021
Sonntag, 27. Dezember 2020

NORDSACHSEN

Auf der Suche nach Normalität am Heiligen Abend

Weihnachten 2020 in SchönaFoto: privat

Von unserer Redakteurin Bärbel Schumann

Nordsachsen. Es war ein besonderes Weihnachten. Das spürte jeder sofort, wenn er die Torgauer Stadtkirche am Heiligen Abend betrat. Auch Dörfern wie Strelln oder Schöna gab es Initiativen, um ein paar Traditionen zu retten.

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Es war ein besonderes Weihnachten. Das spürte jeder sofort, wenn er die Torgauer Stadtkirche am Heiligen Abend betrat. Ab 16 Uhr geöffnet, wurde hier bis 20 Uhr der Gang zu Krippe ermöglicht. Vereinzelt saßen Menschen in Kirchenbänken. Sie verharrten nachdenklich, betend oder einfach auf den im Lichterglanz erstrahlenden Tannenbaum, die beleuchtete Weihnachtskrippe schauend. Orgelmusik erklang Dank Mechthild Noll. Zwischendurch las Pfarrerin Christiane Schmidt Teile aus der Weihnachtsgeschichte und spendete Segen. Junge Leute wie Marius Winkler, Medea und Leander Noll spielten auf Instrumenten besinnliche Weihnachtslieder. Immer wieder kamen Menschen hinzu, während andere schon wieder den Heimweg antraten. Die meisten von ihnen nahmen einen Weihnachtsbrief und ein Friedenslicht mit nach Hause. 

Damit die Hygieneanforderungen möglichst nicht noch die letzten Weihnachtstraditionen zu Nichte machten, halfen bei der Gestaltung des Krippenganges Mitglieder des Kirchenrates und Ehrenamtliche mit. Zwei von ihnen waren Silke Winkler und Karsten Holling. Während die Kirchenrätin darauf achtete, dass Mindestabstände eingehalten und Masken getragen wurden, reichte Karsten Holling die Gemeindebriefe aus. In der ersten halben Stunde nahmen allein über 30 Familien die Botschaft mit nach Hause.

Beim Innehalten schweiften bei vielen die Gedanken umher. Beim Verlassen der Kirche durch einen Seiteneingang bot sich die Gelegenheit, diese Gedanken auch in das Gästebuch zu schreiben. An diesem Abend kamen Wünsche hinzu. Eine der Eintragungen lautete: „Lieber Gott gib uns die Kraft, durch diese Zeit zu kommen. Beschütze uns alle, schütze meine Familie. Danke.“ Wünsche, die auch für die Zeit nach Weihnachten und das neue Jahr Bestand haben. 

Mancher tat sich in diesem Jahr schwer, Weihnachten zu feiern und zu zelebrieren. Dennoch versuchten fast alle, auf Normalität zu achten und waren deshalb dankbar, dass ein Gang zur Krippe mit dem Jesuskind in der Stadtkirche ermöglicht wurde. „Wir sind froh, dass wir zur Kirche gehen konnten. Das gehört bei uns zu Weihnachten dazu“, erklärte Familie Thieme, die mit ihren beiden Kindern unterwegs war. Gegen 17 Uhr waren sie nicht die einzigen. Es schien, ganz Torgau sei auf den Beinen. In den Straßen und Gassen zur Stadtkirche hin wimmelte es von Menschen, die meist wie die Thiemes als Familie unterwegs waren und sich nach einem ganz normalen Weihnachten sehnten. 

Auch in einigen Dörfern der Region boten die örtlichen Kirchgemeinden die Möglichkeit an, das Fest unter Corona-Bedingungen zu begehen. Rund 19 Gäste folgten beispielsweise der Einladung zur Christvesper im Garten vor der Strellner Kirche, wie Ortsvorsteher Dietmar Schneider berichtet. Bei einer circa 30-minütigen Andacht geleitet von Vikarin Teresa Förtsch und begleitet durch zwei Bläser, wurde dort der Geburt Jesu gedacht. Zudem war die geschmückte Strellner Kirche  zwei Stunden lang für Gebete geöffnet. „Es bestand die Möglichkeit eine Kerze zu entzünden und dieses Licht mit nach Hause zu tragen. Dankbar wurde das Angebot angenommen und dabei natürlich erforderliche Abstände eingehalten und Masken getragen“, berichtet Dietmar Schneider. 

Im benachbarten Schöna hatte sich bereits am 23. Dezember der Weihnachtsmann zu einer Runde durchs Dorf aufgemacht. Dabei ließ er sich auch nicht vom Regenwetter aufhalten. Das verhinderte zwar den Einsatz des Schlittens, kurz entschlossen stellte der Bärtige aber auf einen Traktor um. Etwa 30 Kinder wurden unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes besucht und jedem wurde ein kleines Geschenk überreicht, teilte Stefan Rothe mit.

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