Mittwoch, 20. Januar 2021
Mittwoch, 30. Dezember 2020

OSTELBIEN

"Der Zuspruch hat uns diesmal fast überwältigt" 

Gabentisch für die Bewohner des Tierheims Arzberg. Foto: privat

von unserem Redakteur Nico Wendt

Arzberg. Vera M. Besler und ihre Mitarbeiterinnen vom Tierheim Arzberg sind überwältigt. So groß war der Zuspruch noch nie. Bergeweise haben die Kunden bei Zoo & Co Hagedorn in der Eilenburger Straße in Torgau in diesem Jahr gespendet. Die Aktion „Wunschzettelbaum“ – ein riesiger Erfolg.

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Vera M. Besler und ihre Mitarbeiterinnen vom Tierheim Arzberg sind überwältigt. So groß war der Zuspruch noch nie. Bergeweise haben die Kunden bei Zoo & Co Hagedorn in der Eilenburger Straße in Torgau in diesem Jahr gespendet. Die Aktion „Wunschzettelbaum“ – ein riesiger Erfolg. „Wir mussten sogar zwischendurch mal hinfahren, um schon Sachen abzuholen. Wir sind glücklich “, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Arzberg. Dabei war man im Vorfeld sogar skeptisch, ob es diesmal überhaupt etwas wird. Zum fünften Mal hatte das Zoo-Fachgeschäft auch in diesem Dezember ein Bäumchen aufgestellt mit Herz-Anhänger. Die Idee hatte im Jahr 2016 Familie Hagedorn selbst. Man könnte doch mal Wunschzettel für Tiere basteln. „Vielleicht zeigte ja die Corona-Krise eine besondere Wirkung. Vielleicht ist die Aktion auch nur bekannter geworden“, überlegt die Arzbergerin. 

Gabentisch prall gefüllt 

Auf jeden Fall aber waren alle Beteiligten diesmal von der Resonanz total überrascht. So viel gab es noch nie. Die Tierfreunde aus Ostelbien schickten ein Foto an die Redaktion, das einen prall gefüllten Gabentisch zeigt. Futter, viele Leckerlis, Spielzeug, Decken, Kuschelkissen und und und. Das schöne an der Aktion „Wunschzettelbaum“: Die Spender wissen im Vorfeld ganz genau, welches Tier die Geschenke erhält. „Die Herzen, die wir an den Baum hängen, sind mit einem Foto der jeweiligen Miez versehen. Auf der Rückseite stehen der Name und das Alter und womöglich noch ein paar persönliche Angaben, die den Bezug herstellen. Das zeigt Wirkung“, freut sich Vera M. Besler. Insgesamt 62 Herz-Zettelchen hatte sie für jedes Tier angefertigt. Dabei sollten nicht nur Katzen in den Genuss weihnachtlicher Präsente kommen. „Wir haben ja auch Wellensittiche, Kanarienvögel und Meerschweinchen“, schmunzelt die Vorsitzende. 

Spezielle Aufkleber 

Ursprünglich war es so angedacht, dass jeder Spender ein Herz vom Baum pflückt und die Dinge seiner Wahl im Zoo-Fachgeschäft einkauft. Dann hätte das jeweilige Tier nur ein Geschenk erhalten. Manche Fellnase fand aber so viel Anklang, dass gleich mehrfach gespendet wurde. „Die Leute schauten teilweise im Internet nach oder hatten sich das Foto vom Baum gemerkt und stellten dann extra Sachen zur Verfügung. Manchmal wurden die Herzen nochmal aufgehängt oder es wurden spezielle Aufkleber gebastelt“, lacht die Arzbergerin. So kam es, dass manche Tiere drei-, vier- oder sogar fünffach beschenkt wurden. Vera M. Besler schätzt, dass sich ungefähr 100 bis 200 Kunden aus dem Zoo & Co Fachgeschäft Hagedorn beteiligten. Sie richtet ein riesengroßes Dankeschön an alle. Die Geschenke-Tütchen zeigen, wie kreativ die Tierfreunde waren. Ob Katzen-Leberwurst, Plüschdecken, witziges Spielzeug, Knabbersachen, Vitamin- und Maltpaste oder das obligatorische Nass -und Trockenfutter. 

Größeres Fahrzeug 

Vom 1. bis zum 23. Dezember stand der „Wunschzettelbaum“ im Eingangsbereich. „Die meisten Dinge wurden bei zwei Touren abgeholt. Dazu brauchten wir ein größeres Fahrzeug, weil die Wäschekörbe in mein Auto gar nicht alle hineinpassten. Heute wollen wir das letzte abholen“, so die Vorsitzende, die gleich zwei Vereine leitet. Neben dem Tierschutzverein Arzberg auch noch den Verein Arzberger Igel- und Naturfreunde. Das Tierheim ist gut belegt: „Wir haben 56 Katzen, zwei Gänse, Kanarienvögel, Kaninchen, Meerschweinchen, drei Tauben und 17 Igel. Fünf  Wellensittiche kommen noch dazu“, zählt Vera M. Besler auf und macht damit deutlich, dass die Zahlen ständig schwanken.

Beinah chancenlos 

Zahlreiche Katzen habe man schon viele Jahre in Obhut. „Tiere mit Handicap, die nicht gleich auf Leute zulaufen. Es sind bestimmt 40 Stück, die nie eine Chance bekommen“, bedauert sie. Sechs Tiere stehen derzeit gezielt zur Vermittlung. Mit der Versorgung, mit Impfungen und Kastrationen, sind die Mitarbeiter in der Arzberger Einrichtung sehr ausgelastet.

Die Heimatpreisträgerin macht keinen Hehl daraus, dass der Weg künftig vom Tierheim mehr in Richtung Gnadenhof geht. „Wir hatten zwei Jahre einen Vertrag mit der Gemeinde Arzberg und wir haben die Kommune gebeten, wie Beilrode einen Vertrag mit der Tierhilfe Torgau abzuschließen. Somit sind wir nicht mehr gezwungen, Fundkatzen aufzunehmen. Wir bleiben aber weiter Tierheim, führen Kastrations-Aktionen durch und lassen Bürger, die ein verletztes Tier finden, nicht im Stich. Und wenn es der Weg zu unserem Vertragstierarzt ist“, stellt Vera M. Besler klar. Wenn Personen die Aufzucht von Katzen-Flaschenkindern übernehmen, helfen wir mit Aufrufen an die Bevölkerung, in dem wir um Sach- und Futterspenden bitten; bei nötiger tierärztlicher Versorgung würden wir die Kosten übernehmen. „Alles weitere schaffen wir nicht mehr“, sagt sie. „ Wir schaffen gerade noch die Flaschenaufzucht von verwaisten Igelbabys, aller zwei Stunden, auch nachts. Zwei Mitarbeiterinnen und eine Helferin haben im Arzberger Tierheim alle Hände voll zu tun. Des weiteren kümmern wir uns um drei Futterstellen in unserer Gemeinde, damit die über uns kastrierten verwilderten Katzen ein lebenswertes Dasein in freier Natur haben.


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