Donnerstag, 21. Januar 2021
Dienstag, 5. Januar 2021

BELGERN-SCHILDAU

Nach den Leuchten ist vor der Orgel

Sybille Rasenberger neben der Lausaer OrgelFoto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Lausa. Der Förderverein der Lausaer Kirche stellt sich in diesem Jahr ein weiteres kostenintensives Ziel.

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?Zwischen Hoffen und Bangen gestaltete sich auch für den Förderverein der Dorfkirche Lausa das zurückliegende Jahr. Der gewohnt umfängliche Kulturbetrieb in dem Gotteshaus mitten in der Dahlener Heide schrumpfte auf ein Minimum zusammen. Kein Weihnachtskonzert, dafür eine offene Kirche; keine Hubertusmesse, dafür aber zwei Konzerte der Extra-Klasse mit Sina Neumärker sowie mit Florian Sonnleitner im September beziehungsweise Oktober. Dazu die stolze Präsentation einer Errungenschaft, die den Mitgliedern des Fördervereins über Jahre hinweg reichlich Nerven kostete. Denn bevor Sina Neumärker in Lausa erstmalig zur Gitarre griff,  präsentierte der Förderverein die neue Beleuchtung – ein Projekt, das  hohe Denkmalschutzhürden zu nehmen hatte und für dessen Finanzierung allein der Verein verantwortlich zeichnet.

Schummerlicht

Statt des altehrwürdigen Kronleuchters, dessen Schummerlicht zumeist dazu führte, dass in den Besucherreihen kleine Teelichte Gästen überhaupt erst den Blick auf Liedtexte  ermöglichten, wird die Kirche nun von modernen LED-Leuchten erhellt. Dafür sammelte der Verein in den vergangenen drei Jahren insgesamt 30 000 Euro an Spendengeldern zusammen. Enorm viel Geld, das dem Verein großen Einfallsreichtum und viel Durchhaltevermögen abverlangte. 

Während das Gros der Kirche nun also ins rechte Licht gerückt werden kann und der Verein erst einmal durchatmen könnte, ist längst schon ein weiteres Ziel formuliert: Die Geißler-Orgel (1881) soll in einem ersten Bauabschnitt notdürftig wieder instand gesetzt werden. Bereits im Juni des vergangenen Jahres hatten Experten der Bad Liebenwerdaer Orgelbaufirma Voigt die Orgel von Überresten der umfangreichen Restaurierung des Kircheninneren befreit. Zwei Wochen lang reinigten sie das Innere von grobem Schmutz und Staub. Doch das allein reicht nicht, die Schönheit des Klangs wieder zum Leben zu erwecken. Ein erster Bauabschnitt könnte deswegen mit 13 000 Euro, ein zweiter womöglich noch einmal mit 22 000 Euro zu Buche schlagen.

Hoffnung

Wie Sybille Rasenberger und Petra Dzur vom Förderverein dieser Tage gegenüber der Heimatzeitung erklärten, glaube man fest mit einer Umsetzung des ersten Abschnitts in diesem Jahr. Hoffnung gebe die Spendenbereitschaft der Freunde der Lausaer Kirche sowie die Aussicht auf Förderung. 

Derweil wurde bereits vor der Kirche Maß genommen: Dort, wo derzeit noch ein Transparent auf die kräftige finanzielle Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hinweist, soll ein großer Feldstein errichtet werden, auf dem die Namen der Verstorbenen aus dem Zweiten Weltkrieg hinweisen. Damit folgt man dem der Anregung des Vereinsmitglieds Peter Müller aus Lausa. 

Zu guter Letzt möchte der Förderverein mit einer Spendentafel am Eingang der Kirche an die bisherige Hilfe für ein ehemals marodes und vom Schwamm zerfressenes Gotteshaus erinnern. So fanden im Jahr 2020  alle von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Leipzig  unterstützten Projekte ihren Abschluss. Dank der Stiftung war es möglich, in den vergangenen Jahren den Altar umfassend zu reinigen, das Gold in den Altarbildern aufzufrischen und kleine Beschädigungen zu reparieren. Der Fachmann, der für die Konservierung und Restaurierung zuständig war, zeigte sich sehr beeindruckt vom dem mittelalterlichen Kunstwerk. 

Der Taufstein, der aus dem 15. Jahrhundert stammt, kehrte in einem neuem Farbkleid wieder an seinen Platz zurück. Weiterhin fand das restaurierte, lebensgroße Kruzifix, ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert, einen neuen Platz in der Kirche. Und schlussendlich kamen die Pastorenbildnisse in diesem Jahr wieder nach Lausa zurück, nachdem sie in einer Fachwerkstatt gesäubert und notrepariert wurden.


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