Samstag, 27. Februar 2021
Mittwoch, 20. Januar 2021

Solarpanel statt Türmchen

Vergleich der ursprünglich beschlossenen Variante "MA" (oben) mit der Planung im Januar 2021. Foto: Ingenieurbüro Zinnert

von unserem Volontär Thomas Keil

Torgau. Der im Sachstandsbericht gezeigte Entwurf des neuen Torgauer Bahnhofsgebäudes sorgt für Staunen unter den Räten.

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In der Diskussion zum Sachstandsbericht vorige Woche im Stadtrat kam auch die Gestaltung noch einmal zur Sprache. Vor allem Peter Nowack zeigte sich irritiert ob der vorgestellten Variante des Pavillons. „Wir haben in verschiedenen Sitzungen diskutiert und uns für eine Variante entschieden, wie er aussehen soll. Aus meiner Sicht bekommen wir heute ein anderes Gebäude präsentiert – äußerlich und maßlich“, benannte der FDP-Stadtrat seine Eindrücke des Entwurfs.

Diese Sicht teilte Andreas Hempel nicht. „Es gab nur kleinere Änderungen im Inneren, zum Beispiel am Tresen“, entgegnete der städtische Projektleiter für den Neubau des Bahnhofsgebäudes. Das sei mit dem zukünftigen Betreiber so abgestimmt. Ansonsten entspreche der Grundriss mit seinen Maßen demjenigen, wie er im Stadtrat Ende Oktober 2019 beschlossen wurde. Eine weitere Änderung sei noch der abgeschrägte Verlauf der stadtseitigen Kante des Vordaches. „Das war eine Forderung des Planungsamtes, dass hier die Linie des Eingangsbereiches fortgesetzt wird“, begründet dies Andreas Hempel. Aus seiner Sicht seien das keine gravierenden Änderungen.

„Die deutlichste Modifikation ist der kleine Pilz auf dem Dach“, ordnet Romina Barth ein. So greife das Dach des Pavillons als Gründach nun nicht mehr das Dachdesign des verbleibenden Altbaugebäudeteiles auf.  Weiterhin werde jetzt ein Solarmodul daraufgestellt. „Dies war eine Anregung aus dem Stadtrat, der wir folgten“, sagt die Oberbürgermeisterin Torgaus. Bereits in der vorhergehenden Sachdarstellung begründete Andreas Hempel die neue Dachvariante mit einer Kostensenkung und den Anforderungen der Energiesparverordnung.

„Warum diskutieren wir sehr, sehr oft und lang und bekommen heute ein anderes Gebäude präsentiert?  Warum wurden wir als Stadtrat in diese Änderungen nicht mit einbezogen?“, fragte Peter Nowack verwundert. Ebenso fühlte sich LINKE-Stadtrat Ulf Podbielski überrumpelt. „Ich hätte mir die Sachdarstellung auch eher gewünscht. So hätten wir mehr Zeit gehabt, anstatt wie jetzt was vorgelegt zu bekommen und zehn Minuten später darüber entscheiden zu müssen“, kritisierte er. „Wir haben die Änderungen nicht so gravierend gesehen wie Sie. Wir hatten seinerzeit auch gesagt, dass noch keine Abstimmung zu  Fassade und Farbgebung erfolgt“, wischte Romina Barth die Bedenken beiseite.


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