Montag, 17. Mai 2021
Montag, 1. Februar 2021

Turbulentes Jahr bleibt den Kameraden in Erinnerung 

Die Beilroder Einsatzfahrzeuge vor dem Gerätehaus. Foto: FFW Beilrode

von unserem Redakteur Nico Wendt

Beilrode. Das Jahr 2020 hat mal wieder gezeigt, wie wichtig eine schlagkräftige Feuerwehr im Ort ist. Hinter den 33 Beilroder Aktiven (davon fünf Frauen) liegt ein intensives und aufregendes Jahr, das ihnen garantiert in Erinnerung bleibt.

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Das große Jubiläumsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Beilrode hat man sich in Ostelbien sicher ganz anders vorgestellt. Statt mit Freude auf den näher rückenden Festtermin zu blicken, steht hinter allem ein Fragezeichen. 

Festumzug 

Niemand weiß: Lässt Corona das fröhliche Beisammensein mit Gästen und Einwohnern in ein paar Monaten wirklich zu? Vom 4. bis 6. Juni sollte eigentlich der 125. Feuerwehr-Geburtstag zünftig begangen werden. Mit einer Festveranstaltung am Freitag, mit Kreisleistungsvergleich der Jugendfeuerwehren und Feuerwehrball am Samstag und einem großen zweistündigen Festumzug durch das Dorf am Sonntag. Wehrleiter Maik Labitzke ärgert sich. Die Pandemie hat derzeit alles im Griff und lässt kaum Planungssicherheit zu. Auch der eigentliche Gründungstag am 19. Januar fand in der Öffentlichkeit nur am Rande Beachtung. Zusammenkünfte der Kameraden wurden auf ein Minimum reduziert. Selbst reguläre Dienste und Ausbildungs-Einheiten gab es in den vergangenen Wochen nicht. 

Aufruf gestartet 

„Wir lassen nur die Maschinistendienste zweimal im Monat stattfinden, um die Einsatzfahrzeuge betriebsbereit zu halten“, zuckt Maik Labitzke mit den Schultern. Den Jubiläumstermin hatte die FFW Beilrode außerdem dazu genutzt, einen Aufruf an die Bevölkerung zu richten. Die Truppe braucht dringend Verstärkung. Wer sich für den ehrenamtlichen Dienst erwärmen kann, sollte sich dringend melden. Ein neues Feuerwehr-Haus im Park, kameradschaftliches Miteinander, Umgang mit moderner Technik und natürlich die Hilfe anderer in Notlagen dürften überzeugende Argumente sein. „Leider ist die Zahl unserer Einsatzkräfte in den vergangenen zwei Jahren von 37 auf 33 Kameraden geschrumpft. Vor allem in den jüngeren Altersklassen zwischen 18 und 30 Jahren fehlt es ein bisschen“, bedauert der Wehrleiter. Vielleicht hilft ja der aktuelle Aufruf, das Interesse bei dem einen oder anderen zu wecken. 

28 Einsätze 

2020 hat mal wieder gezeigt, wie wichtig eine schlagkräftige Feuerwehr im Ort ist. Hinter den 33 Aktiven (davon fünf Frauen) liegt ein intensives und aufregendes Jahr, das den Kräften garantiert in Erinnerung bleibt. Nicht nur der große Waldbrand Anfang August in der Falkenstruth verlangte den Kameraden alles ab. Sowohl bei dem Großbrand auf der Last im Juni als auch bei dem schweren Unfall im November bei Rosenfeld waren Menschenleben zu beklagen. „Insgesamt zwei Todesopfer – das geht an niemanden von uns spurlos vorbei“, blickt der Feuerwehr-Chef zurück. Mit 28 Einsätzen war 2020 durchaus turbulent. Der Durchschnitt liegt bei etwa 25 Alarmierungen. 14 Brände, davon zwei große, sechs mittlere und sechs Kleinbrände hielten die Beilroder in Atem. Drei Verkehrsunfälle und verschiedene technische Hilfeleistungen sowie ein Fehlalarm komplettieren die Statistik. 

MTW übergeben 

Mit drei Einsatzfahrzeugen ist die Wehr gut aufgestellt. Der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) wurde erst im vergangenen Jahr übergeben. Dennoch haben die Frauen und Männer ein verheißungsvolles Ziel im Blick. In den nächsten zwei bis drei Jahren soll ein modernes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20 das alte Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W ersetzen. Bürgermeister René Vetter sowie die Gemeinderäte machen sich für die Anschaffung stark und haben die Investition schon im Herbst im Brandschutzbedarfsplan festgeschrieben. Das neue Fahrzeug hätte dann auch 2000 Liter Wasser an Bord, statt der jetzigen 750 Liter. „Das HLF 20 wäre unser fahrender Werkzeugkoffer. Wir hätten damit viel mehr Möglichkeiten als mit dem kleineren TSF-W“, beschreibt der Wehrleiter die Vorzüge.

Gute Nachwuchsarbeit 

Als nächstes können sich die Kameraden aber erstmal über einen neuen Bootstrailer freuen. Bisher mussten sie einen normalen Anhänger zum Transport des Rettungsbootes nutzen. Deshalb hatte der Förderverein schon im letzten Jahr die Finanzierung vorangetrieben. Maik Labitzke richtet an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Förderer und Sponsoren der Wehr. Stolz sind die Beilroder auf die gute Nachwuchsarbeit in ihren Reihen. Immerhin 19 Mitglieder gehören der Jugendfeuerwehr an, sechs Kinder sind in der Kinderfeuerwehr integriert. Auch das könnte dazu beitragen, der aktiven Einsatztruppe in den nächsten Jahren wieder Zuwachs zu bescheren.


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