Montag, 8. März 2021
Dienstag, 2. Februar 2021

Einsätze, wie es sie lange nicht gab 

Klaus Grabein Foto: TZ-Archiv

von unserem Redakteur Nico Wendt

Arzberg. Über das Einsatzgeschehen im vergangenen Jahr unterhielt sich unsere Zeitung mit dem Arzberger Gemeindewehrleiter Klaus Grabein. 

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Arzberg. Über das Einsatzgeschehen im vergangenen Jahr unterhielt sich unsere Zeitung mit dem Arzberger Gemeindewehrleiter Klaus Grabein. 

Welches Fazit können Sie ziehen? 

2020 war für uns sehr herausfordernd, sehr anstrengend, aber auch sehr lehrreich – trotz Corona. Wir hatten einige hoch dramatische Einsätze, wie sie in den letzten 20 Jahren nicht aufgetreten sind. Beim großen Waldbrand in Beilrode waren wir drei Tage im Einsatz, allein an jenem Samstag 13 Stunden, am darauffolgenden Montag 14 Stunden. Ich selbst habe schon viele Einsätze erlebt, aber einen solchen noch nicht. Wir waren in einem Abschnitt, in dem es kurzzeitig zum Wipfelbrand kam und wir uns erstmal selbst in Sicherheit bringen mussten, ehe das Löschen weiterging. Trotz der Mühe brachte es aber auch viele Erkenntnisse. 

Welche zum Beispiel? 

Wir waren mit allen drei Ortswehren ausgerückt, hatten gar keine personellen Ressourcen und keine Technik mehr in der Gemeinde. Dann kam am Montag der Gewitterschauer mit Sturmschäden und die Torgauer mussten für uns ausrücken. Für solche Fälle, die wir noch nie hatten, ist eine Rückfallebene zu schaffen, also eine Reserve an Leuten und ein Grundbesatz an Technik. Diese Kräfte könnten dann bei einem Großbrand auch für Ablösung sorgen. 

Wie viele Einsätze gab es? 

Wir hatten 23 Alarmierungen, davon 15 Brände. Seit vielen Jahren traten in der Gemeinde auch wieder zwei Feldbrände auf. Während im Februar/März die technischen Hilfeleistungen mit Sturmschäden und überfluteten Kellern im Vordergrund standen, hielt uns von Juni bis August das Brandgeschehen auf Trapp. 

Wie viele Kameraden stehen zur Verfügung? 

Ich sehe alle drei Ortswehren als Einheit mit zusammen 64 aktiven Kräften. Insgesamt gehören 87 Mitglieder zur Feuerwehr. Ganz stolz sind wir auf die Jugendfeuerwehr mit 16 Mitgliedern. Ein großer Dank geht an den Gemeinderat, der im Dezember den neuen Brandschutzbedarfsplan für die nächsten zehn Jahre beschloss als Planungsgrundlage für die weitere Entwicklung. In den kommenden zwei Jahren soll Arzberg ein neues Fahrzeug HLF 10 erhalten. In Blumberg gab es mit Erwerb des neuen Fahrzeuges einen tollen Aufwind. Wir konnten seitdem sogar vier Neuanmeldungen in der Wehr verzeichnen.

Nico Wendt 


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