Samstag, 27. Februar 2021
Donnerstag, 11. Februar 2021

Mit Rollator durch den Schnee

Für Personen mit Rollator, Rollstuhl oder auch Kinderwagen ist der Fußweg dieser Tage besonders beschwerlich. Foto: Nadine Huber

von unserer Redakteurin Nadine Huber

Torgau. Nicht nur Autofahrer haben es dieser Tage schwer, sich durch die Schneemassen zu kämpfen und dabei nicht stecken zu bleiben – auch Fußgängern ergeht es nicht viel besser, vor allem, wenn sie mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind. 

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Zum Teil unzureichend geräumte Straßen und Wege, schwierige Übergänge vom Gehweg auf die Straße und aufgetürmte Schneeberge überall – nicht nur Autofahrer haben es dieser Tage schwer, sich durch die Schneemassen zu kämpfen und dabei nicht stecken zu bleiben – auch Fußgängern ergeht es nicht viel besser, vor allem jenen, die mit Kinderwagen unterwegs sind oder Personen mit Rollator oder Rollstuhl. Die TZ hat aus diesem Grund mit Christine Kewitz, Koordinatorin der Zeitoase, Veit Niegsch, Geschäftsführer der Lebenshilfe, und Barbara Dersinske, Leiterin des Ambulanten Pflegedienstes der Volkssolidarität Torgau, darüber gesprochen, welche Schwierigkeiten sich aktuell für viele Menschen durch den starken Schneefall und den daraus resultierenden Zustand der Straßen ergeben. 

Zeitoase 

Christine Kewitz: "Unsere Leute gehen zur Zeit trotz des schönen Wetters kaum nach draußen und bleiben so viel wie möglich zu Hause. Wir bitten sie auch immer wieder eindringlich, nicht die Wohnung zu verlassen, da sonst die Gefahr, auszurutschen, zu fallen und sich zu verletzen, viel zu groß wäre. Unser Vorschlag ist, sich warm anzuziehen und zum Beispiel sich ans offene Fenster oder auf den Balkon zu setzen, um frische Luft zu schnappen oder ans geschlossene Fenster, um etwas Sonne zu tanken. Die meisten halten sich daran und bleiben zu Hause. Viele lassen nun Einkäufe oder andere Wege durch Angehörige erledigen. Ansonsten habe ich den Betroffenen im Namen der Zeitoase ebenfalls meine Hilfe bei Einkäufen oder anderen Erledigungen angeboten, wenn diese nicht durch Familie oder Nachbarn erledigt werden können. Darüber hinaus haben wir Patenschaften, bei denen sich jemand um die betreffenden Personen kümmert, sich mit ihnen austauscht und ihnen hilft." 

Ambulanter Pflegedienst der Volkssolidarität 

Barbara Dersinske: "Unsere Klienten sind bei diesen Witterungsverhältnissen sehr vorsichtig und etwas ängstlich. Sie verlassen die Häuser kaum und wir versuchen auch, sie dazu zu bewegen, möglichst nicht hinauszugehen. Nun müssen sie alle Erledigungen über Angehörige regeln. Dieser Umstand ist wiederum schwierig aufgrund des geltenden Kontaktverbots. Bei Bedarf unterstützen unsere Mitarbeiter die Klienten und ihre Angehörigen und nehmen ihnen notwendige Besorgungen ab."

Lebenshilfe Torgau e. V./ Elbaue Werkstätten 

Veit Niegsch: "Manche unserer Mitarbeiter mit Handicap kommen aufgrund des Wetters etwas später zur Arbeit. Es fährt auch zur Zeit nicht jeder Bus. Manche laufen und sind dabei eben sehr vorsichtig. Viele kommen aber auch mit dem Fahrdienst. Am vergangenen Montag war es wirklich kritisch, da konnten viele Mitarbeiter gar nicht kommen. Unser Vorteil als Lebenshilfe ist, dass wir vom aktuellen Betretungsverbot Gebrauch machen und die Leute somit entschuldigen können, wenn sie witterungsbedingt nicht auf Arbeit erscheinen können."


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