Samstag, 27. Februar 2021
Montag, 15. Februar 2021

Wildenhain leuchtete

Christine Richter (l.) und Elfie HoffmannFoto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Wildenhain. Der Gemeindekirchenrat hatte dazu aufgerufen, Kerzen und Laternen 
am Valentinstag brennen zu lassen.

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Der Schnee knirschte unter den Schuhsohlen. Die über der Corona-Maske sitzende Brille lief Gefahr, einen eisigen Vorhang zu bekommen. Mächtig kalt war es am Samstagvormittag, als Christine Richter und Elfie Hoffmann mit einer Laterne in der Hand in Richtung Kirche aufbrachen. Galt es doch für die beiden Frauen des Gemeindekirchenrats, Vorbereitungen für einen wahrlich leuchtenden Valentinstag am Sonntag zu treffen.

Mit Batterie oder Kabel

Die Laterne, die am Zugangstor zur Kirche befestigt wurde, war nicht das einzige symbolische Licht, das am  späten Sonntagnachmittag – der Sicherheit wegen zumeist per Batterie oder Kabel – in Wildenhain Wärme in die Herzen der Menschen zauberte.  So wurden Fenster und Grundstücke an vielen Orten in einen Hoffnung gebenden Kerzenschimmer getaucht. 

Grund genug für einen abendlichen Entdeckungsspaziergang durch die Wildenhainer Straßen. Vor allem in der Torfhausstraße und der alten Schulstraße stieß der Aufruf auf große Resonanz. Kein großes Kunststück, denn Elfie Hoffmann wohnt selbst in der Torfhausstraße. Sie brauchte nicht lange, um ihre Nachbarschaft von dem Aufruf zu überzeugen. 

Heimelnd

Die Idee zu der heimelnden Kerzenaktion hatten die Wildenhainer Frauen übrigens, nachdem sie im vergangenen Jahr zum Valentinstag in Torgau an einem ökumenischen Lichtergottesdienst in der Schlosskirche teilnahmen. „Das war damals dermaßen beeindruckend, dass wir dieses Gefühl in Zeiten von Corona und den damit verbundenen vielen Entbehrungen und Entfremdungen auch zu uns nach Wildenhain transportieren wollten“, betonte Elfie Hoffmann, die sich insgesamt sehr zufrieden über die Reaktionen auf den Aufruf in ihrem Heimatort zeigte. Sie selbst stapfte am Abend mit Laterne in und Ehemann Harald an der Hand – Haralds Urgroßvater war einst in Wildenhain als Nachwächter unterwegs; mit Horn und natürlich einer Laterne – noch einmal durch die Straßen, um von einer wahren Lichterflut erdrückt zu werden. „Es gab wirklich kaum ein Grundstück, auf dem nicht mindestens ein Lichtlein brannte“, sprach Hoffmann an alle noch einmal ein großes Dankeschön aus. Es sei ein überwältigendes Gefühl gewesen, sagte sie.


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