Montag, 8. März 2021
Mittwoch, 17. Februar 2021

Wie liefen die ersten Tage nach der Wiedereröffnung der Kitas? 

Kinder brauchen den Kontakt zu Gleichaltrigen. Umso wichtiger für sie und ihre Eltern, dass Kindertagesstätten wie hier die Kita „Am Rodelberg“ (Foto entstand noch vor Corona-Zeiten) wieder geöffnet haben. Foto: Kristin Engel

von unserer Redakteurin Nadine Huber

Torgau. Erste Eindrücke, Positives und Probleme - die Wiedereröffnung der Kitas für alle Kinder nahm die TZ zum Anlass, nachzufragen, wie die ersten Tage im eingeschränkten Regelbetrieb gelaufen sind.

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Während viele Einrichtungen, Restaurants und Geschäfte derzeit aufgrund des Lockdown noch im Stillstand verharren müssen, dürfen nun wenigstens seit Montag dieser Woche, dem 15. Februar, die Kindertagesstätten in Sachsen und somit auch in Torgau und Region wieder öffnen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Kitas sich wieder im Normalbetrieb befinden – vielmehr gilt aktuell noch der eingeschränkte Regelbetrieb, der unter anderem mit verkürzten Öffnungszeiten und festen Gruppen ohne Durchmischung einhergeht.

Die Wiedereröffnung der Kitas für alle Kinder nahm die TZ zum Anlass, nachzufragen, wie die ersten Tage des „Neustarts“ gelaufen sind.

Zinna: Kita „Wirbelwind“

Andrea Richter (Leiterin): Die Einrichtung ist voll ausgelastet. Alle angemeldeten Kinder besuchen die Kita.

Welsau: Kita „Linden-Kids“

Andrea Richter (Leiterin): Im Hortbereich ist die Einrichtung nach der Wiedereröffnung zu etwa 75 Prozent ausgelastet. In beiden Kitas sind unsere Teams durch den eingeschränkten Regelbetrieb im Vorjahr gut eingespielt. Herausforderung ist, wie bei den anderen Kitas auch, die Bring- und Holsituation personell abzudecken. Die Eltern reagieren sehr verständnisvoll auf die Bestimmungen. Eventuelle Fragen und Probleme werden im Gespräch geklärt. Alle sind glücklich, dass die Einrichtungen wieder geöffnet sind und die Arbeit wieder halbwegs ins geordneten Bahnen anläuft.

Torgau: Kita „Bärentatzen“

Ines Keil (Leiterin): Der Neustart ist unerwartet ruhig angelaufen. Aktuell besuchen 71 von eigentlich 86 Kindern die Einrichtung. Alle Erzieher sind gesund und setzen die Regelungen entsprechend um. Mit den Abläufen gibt es keine Probleme. Die aufgrund der aktuellen Regelungen nach wie vor eingeschränkten Öffnungszeiten von 6.30 bis 16.00 Uhr werden von den Eltern gut angenommen. Wenn es Gesprächsbedarf oder Fragen gab, wurden die in einem Telefonat geklärt.

Torgau: Kita „Biene Maja“

Cornelia Stöck (Leiterin): Der Regelbetrieb ist ohne Probleme und ruhig angelaufen. Sowohl die Kinder als auch die Erzieher sind erleichtert, dass es wieder losgeht. Zurzeit befinden sich im Kita-Bereich 65 Kinder und im Hortbereich ebenfalls 65 Kinder in der Betreuung. Herausforderung ist und bleibt die Einhaltung der festen Gruppenstruktur, da Erzieherinnen im Krankenstand und auch im Urlaub sind. Bezüglich der verkürzten Öffnungszeiten reagieren die Eltern sehr verständnisvoll.

Torgau: Kita „Am Rodelberg“

Conny Beck (Leiterin): Der eingeschränkte Regelbetrieb ist wie immer mit etwas Unsicherheit angelaufen. Es standen Fragen im Raum, ob alles bedacht wurde und wie lange wir dies aufrechterhalten können. Nichtsdestotrotz ist der Start gut gelungen. Dies hat aber auch überwiegend damit zu tun, dass wir eine sehr gute Kooperation mit der Grundschule pflegen und deshalb alle Abläufe immer gut besprochen werden, sodass ein reibungsloser Ablauf erfolgen kann. Derzeit haben wir im Kindergarten 19 Kinder von 26 Kindern mit derzeit zwei Erziehern. Im Hort sind es 127 von 193 Kindern in zehn Gruppen mit derzeit zehn Erziehern inklusive mir als Leitung.

Zwei Mitarbeiterinnen sind nicht anwesend aufgrund von Krankheit beziehungsweise Urlaub. Die festen Gruppen sind für uns eine enorme Herausforderung, da wir sonst eine komplett offene Hortarbeit haben und sowohl die vorgesehenen Räumlichkeiten wie auch das benötigte Material dafür nicht zur Verfügung stehen. Derzeit werden fünf Gruppen im Schulgebäude in ihrem Klassenraum betreut, da wir im Hort dafür keinen Platz haben. Des Weiteren können wir auch nur die Garderoben eingeschränkt benutzen, da wir sonst eine große Garderobe für 100 Kinder haben und nur die ersten Klassen eine einzelne pro Klasse für sich haben. Aufgrund der strikten Trennung fällt die große Garderobe weg und die Kinder haben verschiedene Flurbereiche zugeordnet bekommen.

Unsere Erzieher arbeiten auf Hochtouren, um alle Maßnahmen einzuhalten. Die Eltern sind sehr erfreut über die Öffnung der Kindertagesstätte und nehmen sie bis auf wenige Ausnahmen auch wirklich nur in Anspruch, wenn sie Bedarf haben. Dennoch bemängeln sie gerade die lange Wartezeit. Trotzdem gehen sie sehr entspannt mit allem um und sind froh, dass ihre Kinder betreut werden.

Torgau: Kita „Max & Moritz“

Cathleen Schwager (Leiterin): Der eingeschränkte Regelbetrieb ist mit kleinen Stolpersteinen gut angelaufen. Von aktuell 155 angemeldeten Kindern sind 123 am heutigen Tag in der Kita. Um die festen Gruppenstrukturen gewährleisten zu können, haben wir die Öffnungszeiten verändert (6:30 bis 15:30 Uhr). Bisher hat sich etwa eine Handvoll Eltern kritisch über die Öffnungszeiten geäußert, aber sie konnten die Bring- und Abholzeit organisieren. Die Bringesituation können wir zurzeit mit Praktikanten bewältigen, solange diese uns zur Verfügung stehen. Die Elternschaft ist geschlossen erfreut, ihre Kinder wieder in die Kita bringen zu können.


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