Dienstag, 26. Oktober 2021
Mittwoch, 3. März 2021

Ohne Ampel-Wut und ohne Umleitungs-Ärger 

Der Knotenpunkt am Abzweig Drebligar. Oben die Siedlung an der B 182 in Richtung Dommitzsch. Foto: Steven Zorn

von unserem Redakteur Nico Wendt

Elsnig/Dommitzsch. In Kürze beginnt der Ausbau des Knotenpunktes an der B 182 kurz vor Dommitzsch. Ob Autofahrer eine Umleitung befürchten müssen und wie diese aussieht, klärte TZ auf. 

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Eine gute Nachricht kommt diese Woche aus dem Gemeindeamt Elsnig. Eigentlich sind es sogar zwei gute Neuigkeiten. Erstens: In wenigen Tagen beginnt nun endlich der lang angekündigte Kreuzungsausbau an der B 182/Abzweig Drebligar. 

Zweitens: Hiesige Autofahrer müssen keine Angst haben, dass es wieder über einen längeren Zeitraum nervige und weiträumige Umleitungen über die Dörfer gibt. In diesem Zusammenhang ist die Fahrbahnsanierung der B 182 bei Elsnig ja noch in leidiger Erinnerung. 

Startschuss 

Bürgermeister Stefan Schieritz am Mittwoch hoch erfreut: „Wir gehen davon aus, dass es nächste oder übernächste Woche losgeht.“ Den Großauftrag hatten die Elsniger Räte schon vor einiger Zeit an die Süptitzer Firma EZEL vergeben. Eine Bauanlaufberatung fand zwischenzeitlich statt. Jetzt müsse nur noch das Wetter mitspielen. 

Als Erstes wolle man linksseitig an der B 182 in Richtung Dommitzsch eine provisorische Umleitungsstrecke errichten. Diese wird zweispurig, so dass auch keine Ampelregelung notwendig ist. Das sogenannte Bauprovisorium zur Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs – wie die offizielle Bezeichnung lautet – findet ihren Platz auf der angrenzenden Ackerfläche und wird hinterher wieder abgetragen. Diese Umleitungsstrecke führt direkt auf die bereits vorhandene Gewerbestraße. Pkw-Fahrer steuern dann in Richtung Commende und schwenken hier am Kreisel rechts nach Dommitzsch. Umgekehrt läuft es genauso. Mit Rücksicht auf die einheimische Bevölkerung hat man sich auf diese Variante verständigt. 

Über Trossin 

Grundsätzlich gelte aber für den überörtlichen Verkehr eine großräumige Umleitung. Diese wird wie folgt ausgeschildert. Aus Torgau kommend: Nutzung der B 183 bis zur S 16. Dann Streckenführung über die S 16 nach Trossin bis Dommitzsch. Für Verkehr aus Richtung Eilenburg: Nutzung der B 87 bis Mockrehna und anschließend Weiterführung über die S 16 bis Dommitzsch.

Der Busverkehr (ÖPVN) wird während der zweiten Bauphase – dem eigentlichen Knotenausbau – von Drebligar über den Elberadweg nach Dommitzsch geführt. In der ersten, dritten und vierten Bauphase könne der Busverkehr von Drebligar aus die B 182 in Richtung Dommitzsch nutzen (und umgekehrt). Die beiden letzten Bauphasen beinhalten übrigens den Rückbau der Umleitungsstrecke und den Ausbau des letzten Teilstückes der Gewerbestraße bis zur B 182. „Nach jetzigem Stand rechnen wir damit, dass das gesamte Vorhaben bis Ende des zweiten Quartals 2021, also bis Ende Juni, abgeschlossen ist“, erklärte Dr. Annika Förster vom zuständigen Planungsbüro Steinbacher-Consult GmbH aus Herzberg auf TZ-Anfrage. Die Kosten wurden mit rund 500 000 Euro beziffert. 

Die Linienführung der B 182 bleibt auch mit dem Kreuzungsausbau weitgehend beibehalten. Der vorhandene Abzweig nach Drebligar wird gleichfalls erneuert und erhält zusätzlich einen Gehweg. Hier befindet sich auch eine Bushaltestelle. 

Trinkwasserleitung 

„Wir nutzen die Möglichkeit, auch die gerade im Bau befindliche neue Trinkwasserleitung des Zweckverbandes Torgau-Westelbien nach Drebligar zu führen, da diese die B 182 kreuzt“, erklärte Stefan Schieritz. Die gesamte Baulänge umfasst rund 400 Meter (Erneuerung bzw. Neubau der Asphaltschichten). Der Knotenausbau ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Elsnig und der Bundesrepublik Deutschland vertreten durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Leipzig. 

Wie der Bürgermeister bereits im Vorfeld betont hatte, soll die Großinvestition zugleich ein Beitrag zur Stärkung und Förderung der einheimischen Wirtschaft sein. „Wir wollen die Stadt Dommitzsch mit diesem Gemeinschaftsprojekt bei der Arbeitsplatz-Sicherung auf dem dortigen Gewerbegebiet unterstützen“, so Stefan Schieritz. 

Spatenstich 

Die Idee von einer neuen Gewerbestraße zwischen Commende und B 182/Abzweig Drebligar kam schon vor gut 15 bis 20 Jahren in Dommitzsch auf. In erster Linie sollten die einheimischen Betriebe profitieren. Zum Beispiel die Vandemoortele Dommitzsch GmbH. Man rechnete mit einem starken Zuwachs an Lieferverkehr in den kommenden Jahren. Am 10. April 2017 erfolgte der Spatenstich im feierlichen Rahmen. „Das tägliche Fahrtaufkommen an Lkw beträgt derzeit für die Gewerbestandorte rund 100 Fahrten und wird sich in Zukunft fast verdoppeln“, hieß es in der Eröffnungsrede. Man wollte auch die Straßen im Stadtgebiet entlasten. Mit der Errichtung eines Kreisverkehrs in Commende ging es los. Später folgte der Ausbau eines 1,4 Kilometer langen Feldweges. Zur Fertigstellung kam es bis Ende 2018 aber aus verschiedenen Gründen nicht. Seitdem ist die Strecke für den Verkehr gesperrt. Bis zur B 182 klafft noch eine Lücke von etwa 50 Metern, was der Piste zwischenzeitlich im Volksmund den Spitznamen „längste Sackgasse Deutschlands“ einbrachte.

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