Mittwoch, 14. April 2021
Dienstag, 9. März 2021

Motocross-Nachwuchs steht in den Startlöchern

Felix Kaubitzsch und seine Schützlinge.Foto: privat

Von Norbert Töpfer

Neiden. Felix Kaubitzsch war und ist in vielen Sportarten zu Hause. Aus dem früheren Hartenfels-Fußballer – immerhin in der ersten Mannschaft – und selbst aktiven Motocrosser, ist der Cheftrainer des Motorsport-Nachwuchses vom MSC Pflückuff geworden. Die TZ sprach mit ihm über die aktuelle Situation.

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Herr Kaubitzsch, Sie sind doch erst 24 Jahre alt und fahren wohl keine Rennen mehr? 

Ich werde wieder Rennen fahren, wenn die Corona-Pandemie zu Ende ist. Aber meine Hauptaufgabe beim MSC Pflückuff ist es, den Nachwuchs zu trainieren. Ich werde dabei von Marcel Weiß und Marko Brauer gut unterstützt. Wichtig ist, dem Sport treu zu bleiben. Und da bin ich mit meiner Funktion als Trainer sehr zufrieden. Und auch wichtig für mich ist, dass ich meine Meisterschule erfolgreich beende. Nebenbei trainiere ich auch selbst noch Motocross, um fit für meine Rennen zu sein. 

Motocross ist ja nicht unbedingt eine Kontaktsportart. Dürfen Sie mit Ihren Schützlingen üben? 

Nein. Die Corona-Pandemie hat auch uns ausgebremst. Was ich aber nicht nachvollziehen kann. Wir haben doch keine Zweikämpfe wie zum Beispiel der Nachwuchs in den Ball- und Kampfsportarten. 

Was würden Sie denn jetzt im Winter und im Frühjahr mit den Mädels und Jungs trainieren? 

Wir treffen uns in normalen Zeiten sonntags für zwei Stunden. Dort schaffen wir uns im Kraftkreis und absolvieren auch Übungen, durch die wir unsere Beweglichkeit schulen. Zum Schluss machen wir noch Spiele, wo sich Gruppen im Wettkampf bewegen. Diese Trainingseinheit ist aber nicht nur unserem Nachwuchs vorbehalten. Da können auch die älteren Mitglieder unseres Vereins teilnehmen. 

Wie viele Kinder und Jugendliche trainieren bei Ihrem Trainer-Trio? 

Das kann ich so genau nicht sagen, weil wir uns wegen Corona derzeit nicht sehen. Im Schnitt sind es zehn Kinder und Jugendliche, die regelmäßig üben. 

Befürchten Sie, dass junge Motocrosser nach dieser Corona-Zwangspause abspringen? 

Ich hoffe, dass so etwas nicht passiert. Aber es ist schon möglich, dass einige Jungs oder Mädels in dieser trainingsfreien Zeit anderen Interessen nachgehen und dann auch dabei bleiben. Ich hoffe das natürlich nicht. Eigentlich bin ich überzeugt davon, dass die meisten der Kinder in den Startlöchern sitzen und die Zeit herbeiwünschen, dass sie wieder aufs Motorrad steigen dürfen. Und wenn Corona hoffentlich bald vorbei ist, können sich die Mädchen und Jungs auch auf die ersten Wettkämpfe freuen. Übrigens sind die Eltern zu den Trainingseinheiten stets herzlich willkommen. Der Vater oder die Mutter können auch mit ihren Kindern üben. Dabei leiten wir sie als Übungsleiter gerne an. 

Wie viele Mädels trainieren bei Ihnen? 

Zwei. Aber die Mädchen sind genauso willkommen wie die Jungs. 

Haben Sie ein Mindestalter für das Motocross-Training festgelegt? 

Nein. Das müssen die Eltern entscheiden. Klar ist, dass wir sie dabei beraten. Für wichtig halten wir, dass die Kinder und Jugendlichen erst einmal ein bis zwei Schnuppertrainings absolvieren, bevor sie sich möglicherweise für unsere Sportart entscheiden. Für diesen Test stellen wir als MSC Pflückuff die Motorräder natürlich zur Verfügung. 

Wie läuft das ab? 

Die Kinder fahren zunächst langsam auf gerader Strecke, sodass einer unserer Trainer nebenher laufen kann und die Mädchen und Jungen anleiten kann. 

Wer Mitglied wird, muss aber selbst ein Motorrad mitbringen, oder? 

Stimmt. Die Motorräder haben natürlich ihren Preis. Aber die Eltern können natürlich auch zunächst gebrauchte Motocross-Maschinen kaufen. Günstig wäre es, wenn sie bei den ersten Trainingseinheiten dabei sind. 

Das müssen sie doch sowieso, denn sie müssen ja ihre Sprösslinge zur Rennstrecke im Gewerbegebiet Neiden bringen. 

Das ist richtig. Ich meine aber auch, dass sie während der ersten Trainingseinheiten ihre Kinder unterstützen. 

Gibt es sonst noch Höhepunkte in der Jugendarbeit? 

Ja. Wir haben an zwei Wochenenden unsere Strecke an den ADAC vermietet. Der wiederum lädt dazu Talente ein, die von einem Trainer aus Zwickau und mir über ein volles Wochenende betreut werden. Das beginnt mit Frühsport. Tagsüber wird trainiert und abends erfolgt die Auswertung per Videoanalyse. Auch von uns waren zwei Talente dabei. Für uns als MSC Pflückuff ist es natürlich eine Ehre, dass wir ein solches Kurztrainingslager ausrichten dürfen

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