Mittwoch, 14. April 2021
Montag, 15. März 2021

Vorfreude auf eine einmalige, grüne und blumige Schau

OBM Romina Barth zeigt, wo der Eingang zur LAGA sich befinden wird. Nicht weit entferntg liegt der Bahnhof.

von unserer Redakteurin Bärbel Schumann

Am 23. April des nächsten Jahres wird die 9. Sächsische Landesgartenschau in Torgau eröffnet. TZ unternahm mit Oberbürgermeisterin Romina Barth vorab einen Rundgang. Teil 1 des Berichtes..

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Torgau. ?In reichlich einem Jahr wird am 23. April 2022 in Torgau die 9. Sächsische Landesgartenschau (LAGA) eröffnet. Sie steht unter dem Thema „Natur. Mensch. Geschichte“. 2016 hat sich die Elbestadt um die Ausrichtung beworben. Am Konzept für die Landesgartenschau konnten sich die Torgauer von Anfang an mit Ideen und Wünschen beteiligen. Schließlich soll auch nach der sechsmonatigen Schau etwas Bleibendes, Nachhaltiges in der Ausrichterstadt hinterlassen werden. Drei Kandidaten standen zur Wahl: Zwönitz, Zwenkau und Torgau. Am Ende machte Torgau das Rennen.

Aufwertung 
mit Weitsicht

„Wir haben die einmalige Chance, unsere wunderschöne Renaissancestadt noch weiter und besser über die Grenzen Sachsens hinaus bekanntzumachen. Die Landesgartenschau soll für uns alle ein Erfolg werden, soll während der sechsmonatigen Durchführung glänzen und auch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Auf dem Weg dahin haben wir zahlreiche Hürden zu nehmen und Herausforderungen zu meistern. Davor scheuen wir uns nicht, vor allem im Hinblick auf die großartige Entwicklung, die unsere Stadt auf diesem Weg nehmen wird“, erklärte Oberbürgermeisterin Romina Barth nach der Vergabe der 9. Landesschau. Viel Zeit ist seitdem ins Land gegangen. Emsig wird abgerissen, gebaut, gebuddelt, gepflanzt, gestaltet, organisiert, um das Areal und einzelne Veranstaltungsorte der 9. Sächsischen Landesgartenschau zwischen Bahnhof, Glacis, Stadtpark, der Kleingartenanlage „Wolffersdorff“, dem Elbdeich, der Bastion Nummer VII bis hin zum Gelände des ehemaligen Schlachthofes herzurichten. Anlass für die TZ, sich mit Oberbürgermeisterin Romina Barth zu einem Rundgang zu verabreden. 

Wir treffen uns in der Bahnhofstraße am Soldatenfriedhof. Ein Bauzaun sperrt hier den Zugang zum Glacis. Ein großes Banner wirbt bereits für die Landesgartenschau und macht damit zugleich deutlich, warum derzeit der Fuß- und Radweg zum Bahnhof nicht wie gewohnt über die Brücke genommen werden kann und so etwas länger ist. „Hier entsteht der offizielle Eingang mit Kassenhäuschen, Haltepunkt zum Aussteigen für Bustouristen und allem anderen, was benötigt wird“, erklärt Romina Barth. Auch die Brücke wird erneuert. Der Bahnhof liegt nur wenige Schritte entfernt. Verständlich wird hier, dass die Gestaltung und Modernisierung dieses „Eingangstores“ in die Stadt nicht nur eine Investition für die LAGA ist, sondern auch in die Zukunft, weil Bleibendes entsteht. 

Besondere 
Herausforderung 

Minuten später laufen wir durch einen Teil des Glacis mit seinem alten hohen Baumbestand. Teilweise über den Reitweg, dann wieder über neue Wege oder solche, die ausgebaut wurden. Verschieden sind hier die eingesetzten Materialien. Viele der ehrwürdigen Bäume wurden im unteren Bereich mit einer Manschette aus Holzbrettern um den Stamm geschützt, damit sie während der Bauphasen keinen Schaden nehmen. Altes Laub bedeckt teilweise noch den Boden. Aber auch Hunderte von Schneeglöckchen und wenige Krokusse recken ihre Blüten der Sonne entgegen. 

An den meisten Stellen bedeckt blanke Erde die Flächen. Wartend, bepflanzt und gestaltet zu werden. Obwohl die Sonne scheint, dringt nicht alles Licht durch die Bäume. Wie wird das werden, wenn sie belaubt sind? „Die Gestaltung der Schauanlagen hier ist durch die vielen schattenspendenden Bäume eine große Herausforderung für die Bepflanzung“, erzählt die Oberbürgermeisterin. Insgesamt werden auf 4000 Quadratmetern wechselnde Florflächen auf der gesamten LAGA vorhanden sein. Dafür wurden extra Messungen des Sonnenlichtes und der klimatischen Bedingungen vorgenommen.

Wir laufen vorbei an der abgesenkten Wasserfläche. Reiher steigen empor und erinnern daran, dass wir uns nicht nur in der grünen Lunge Torgaus, sondern ebenso mitten in einem Vogelschutzgebiet befinden. Am Ufer und der Landzunge sind erste Arbeiten für künftige Attraktionen wie den Kranich-Spielplatz getan. In Gedanken stelle ich mir das  Gelände grün, blühend, gestaltet vor. Vorfreude kommt auf, denn ich kann mir ebenso gut vorstellen, wie nach der Gartenschau für die Elbestadt hier, im Stadtpark, ein attraktives Erholungsgebiet existiert. Eins, dass auch von den Bürgern angenommen, geachtet und geschätzt wird.

Langfristig und nutzbringend investiert

Als hätte die Stadtchefin meine Gedanken erahnt: „Für Torgau ist alles, was im Rahmen der Landesgartenschau geschieht, ein echter Zugewinn für unsere Infrastruktur.“ Insgesamt werden 24 Millionen Euro, davon sind 85 Prozent Fördermittel, in die infrastrukturelle Entwicklung Torgaus investiert. 15 Prozent beträgt davon der Eigenanteil der Elbestadt. Geld, das nicht nur in die Gestaltung des Glacis, des Stadtparks fließt. Im neuen Sport-, Spiel- und Freizeitareal am Stadtpark wird es allerhand Attraktionen geben. Ein Fitness-Areal, einen Kletterpark, eine Kleinbühne, ein Multi-Spielfeld und anderes mehr entstehen. „Das ist ein echter Zugewinn für kulturelle und sportliche Aktivitäten. Und dann soll hier auch einmal die Spielscheune stehen“, erklärt Romina Barth.


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