Sonntag, 18. April 2021
Sonntag, 21. März 2021

Frühlingsblüher aller Art standen hoch im Kurs 

Die Blumen leuchteten in den buntesten Farben.Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Pülswerda. Wegen der Corona-Krise musste auch der letzte Ostelbische Bauernmarkt am Sonntag ausfallen.  Nur die Gärtnerei Orlowski durfte für den normalen Pflanzenverkauf ihre Pforten öffnen.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Der Ostelbische Bauernmarkt in Pülswerda hat eine lange Tradition. Die Gärtnerei Orlowski ist von Anfang an dabei. Seit mehr als 20 Jahren locken die Veranstaltungen, organisiert vom Ostelbienverein, jedes Mal Hunderte Besucher in den Arzberger Ortsteil. So sollte es eigentlich auch am gestrigen Sonntag wieder sein. Lange hatten die Mitglieder des Org.-Teams gehofft, den Bauernmarkt unter dem aktuellen Motto „Frühlingserwachen“ trotz der angespannten Lage durchführen zu können. 

Programm gestrichen 

Aber die Corona-Situation durchkreuzte alle Pläne. So wurde das gesamte Programm gestrichen. Nur die Gärtnerei Orlowski durfte für den normalen Pflanzenverkauf ihre Pforten öffnen. Natürlich mit den üblichen strengen Vorsichtsmaßnahmen. Zum Beispiel dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und dem Einhalten der Abstandsregeln. Inhaberin Ines Orlowski-Dilz und ihr Mann Uwe zeigten sich dennoch ob der großen Resonanz sehr zufrieden. „Wir hätten gar nicht gedacht, dass so viele Leute kommen“, freuten sich beide. 

Breites Angebot 

Eigentlich wäre ja gestern ein breites Angebot an regionalen Produkten in Pülswerda zu finden gewesen. Der Ostelbienverein hat einheimische Bäcker, Fleischer sowie regionale Produzenten von Honig, Fisch und Käse im Boot. Normalerweise bauen zwischen 20 und 25 Händler ihre Stände auf. Auch die Firma Elbweiderind von Matthias Schneider hatte sich angekündigt. Wer nach Pülswerda kommt, kann sich mit Kuchen, Bratwürsten und anderen Leckereien stärken. Normalerweise. „Man spürte auch im Vorfeld, dass alle aktiv sind und wieder mitgemacht hätten“, sagt Ines Orlowski-Dilz. Doch es musste – wie erwähnt – alles abgesagt werden. Sehr bedauerlich, da ja schon der Ostelbische Bauernmarkt im März ins Wasser fiel. 

Daumen drücken 

Überhaupt gab es im vergangenen Jahr nur eine einzige Veranstaltung dieser Art – und das war im Oktober. „Wir können jetzt nur die Daumen drücken und hoffen, dass wenigstens der nächste Termin am 18. April klappt“, so die Gärtnerei-Inhaberin, die auch Mitglied im Ostelbienverein ist. Sie selbst hat den Vorteil, dass produzierende Gärtnereien in Sachsen durchweg über den gesamten Winter geöffnet bleiben durften. Und bei den Kunden spürte man, dass viele Blumenliebhaber und Hobbygärtner schon in den Startlöchern sitzen und mit wärmerem Wetter rechnen.

Nicht nur Frühlingsblüher aller Art, auch Stauden und Gehölze standen gestern hoch im Kurs. Primeln, Gänseblümchen, Stiefmütterchen, Zwiebelblüher wie Tulpen und Osterglocken – die Gärtnerei Orlowski bietet von allem ein breites Sortiment und die unterschiedlichsten Sorten. 

Andrang

Von 10 bis 16 Uhr herrschte Andrang. Gerade durch die Bauernmärkte hat sich das tolle Angebot bis über die Landesgrenzen herumgesprochen, was gestern auch an Auto-Kennzeichen zu bemerken war. „Viele Leute haben extra vorher angerufen, ob wirklich geöffnet ist. Man spürt eine große Unsicherheit“, so die Gärtnerei-Chefin. Durch 40 Einkaufswagen – die zu benutzen waren – wurde sicher gestellt, dass sich nicht zu viele Personen in der Gärtnerei befinden. Außerdem hatten Ines Orlowski-Dilz und ihr Mann Laufwege für die Kunden ausgewiesen.


Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de