Sonntag, 18. April 2021
Mittwoch, 24. März 2021

Ein stabiles Schleppdach als Dauerlösung 

Baucontainer auf dem Festplatz. Foto: Privat

von unserem Redakteur Nico Wendt

Döbrichau. Der Feuerwehr -und Sportförderverein Döbrichau legt große Hoffnungen auf die Aktion „Wir Packen´S an!“. Welche Ziele erreicht werden sollen, lesen Sie hier: 

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Es hat endlich geklappt! Die Freude bei den Mitgliedern des Feuerwehr- und Sportfördervereins Döbrichau ist riesig. Schon seit 2015 haben sie sich in regelmäßigen Abständen bei der Frühjahrsaktion „Wir Packen´S an!“ von Torgauer Zeitung und Sparkasse Leipzig beworben. Immer ohne Erfolg. In diesem Jahr aber kamen die Döbrichauer in die engere Auswahl. Das bedeutet: 1000 Euro sind den Ostelbiern schon mal sicher. 

Ehrgeiziges Ziel 

„Doch wir werden alles daran setzen, beim Telefonvoting einen vorderen Platz und damit eine noch größere Summe zu erkämpfen“, macht Kassenwart Matthias Böhme das ehrgeizige Ziel klar. Auf breite Unterstützung können die Aktiven vom Feuerwehr- und Sportförderverein garantiert bauen. Immerhin haben sie 105 Mitglieder (davon 21 Kinder). Das heißt, dass bei rund 300 Einwohnern im Beilroder Ortsteil jeder Dritte gleichzeitig dem Förderverein angehört. „Wir wollen alles dafür tun, ein gutes Ergebnis zu schaffen und werden Freunde, Bekannte und Sympathisanten aus der ganzen Region mobilisieren“, kündigte Matthias Böhme diese Woche an. 

Nicht nur der pure Ehrgeiz motiviert die Döbrichauer. Vordergründig steht die klamme Vereinskasse im Blickpunkt, die dringend gefüllt werden soll. Und für die kommenden Projekte sind Eigenmittel dringend notwendig. Eines der wichtigsten Maßnahmen soll der Neubau einer Container-Überdachung sein. Hinter dem Parkplatz an der B 87 befindet sich das Vereinsgelände. Hier gingen bereits in früheren Jahren große Feste und Veranstaltungen über die Bühne. Durch das Tulpenfest und das Blütenfest beispielsweise wurde Döbrichau in den 80er und 90er Jahren auch überregional bekannt. Damals reisten manchmal mehrere Tausend Besucher an. 

„Nach der Wende hat es der Jugendförderverein lange geschafft, den Zusammenhalt im Dorf zu festigen und die Ortsgemeinschaft immer wieder mit Aktivitäten zu beleben. Später trat die Freiwillige Feuerwehr und danach der Feuerwehr - und Sportförderverein in diese Fußstapfen“, erklärt Matthias Böhme. 

Wichtige Einnahmen 

Die Gründung liegt mittlerweile etwa sieben Jahre zurück. „Wir unterstützen nicht nur die Feuerwehr, sondern fördern auch sportliche Aktivitäten und organisieren eine Reihe von Veranstaltungen“, zählt der Kassenwart auf. Das beginnt mit dem Weihnachtsbaum-Verbrennen im Januar und endet mit einem Weihnachtsmarkt im Dezember. Sieben bis acht Veranstaltungen im Jahr haben sich mittlerweile etabliert. Und natürlich erwirtschaftet der Förderverein bei diesen Terminen auch Einnahmen beispielsweise durch den Verkauf von Speisen und Getränken. 

Durch die Corona-Krise sah es da im Jahr 2020 mehr als schlecht aus. Die meisten Termine wurden abgesagt. Auch die große Himmelfahrtsfeier an der Lößfurth mit den brandenburger Nachbardörfern Löhsten, Rehfeld und Beyern. Ein Dorf übernimmt immer die gesamte Ausrichtung und im letzten Jahr wären die Döbrichauer an der Reihe gewesen. Die Erlöse aus dieser Großveranstaltung fehlen schmerzlich. 

Nun liegen die Hoffnungen auf der Frühjahrsaktion „Wir Packen´S an!“. „Wir haben auf unserem Festplatz einen Baucontainer als Catering-Container umfunktioniert und daneben noch einen WC-Container aufgestellt. Die Objekte wurden frisch angestrichen, es wurde neue Elektrik verlegt und ein Anschluss an das Abwassersystem herbeigeführt. Ein Teil des Vorplatzes konnten wir auch pflastern“, so Böhme. Um den Hygieneanforderungen zu genügen und Mitglieder und Besucher bei schlechten Wetter nicht im Regen stehen zu lassen, muss eine schützende Überdachung her. Zuletzt hatte man das in provisorischer Form durch Pavillons und Zelte bewerkstelligt. Aber eine Dauerlösung ist das nicht. 

Viele Projekte 

„Wir haben bereits von einer regionalen Tischlerei einen Vorkostenanschlag in der Tasche. Der liegt bei rund 6000 Euro für ein stabiles Schleppdach bei einer Länge von fünf Metern und einer Breite von zehn Metern“, so der Kassenwart. Sollte sich die finanzielle Situation in den nächsten Monaten und Jahren bessern, wäre auch eine Beregnungsanlage für den Sportplatz wünschenswert, der durch die Dürre sehr gelitten hat. Und natürlich will der Förderverein den hauptsächlichen Zweck – die Unterstützung der Feuerwehr – nicht aus den Augen verlieren. 

„Wir sind zuversichtlich, denn bisher haben wir mit unserem Zusammenhalt und dem großen Engagement der Döbrichauer Einwohner unsere gesteckten Ziele immer erreicht“, erklärte Matthias Böhme abschließend


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