Mittwoch, 14. April 2021
Freitag, 26. März 2021

Neue Spielgeräte müssen her

André Mickan, Vorsitzender des Dorf-und Sportvereins. Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Lausa. Ein lang gehegter Wunsch soll endlich wahr werden. Dazu wünscht sich André Mickau auch die Unterstützung der TZ-Leser.

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?Auf dem Spielplatz des Heidedorfes tummeln sich höchstens noch angehende Naturwissenschaftler. Eine Hüpfplatte und eine Schaukel lassen ein paar Experimente mit Feder-Masse-Schwingern und Fadenpendeln zu. „Vor etwa sechs Jahren gab es hier wenigstens noch ein Klettergerüst“, sagt André Mickan. Der Vorsitzende des örtlichen Sport- und Heimatvereins plant mit seinen Vereinskameraden, den Luna-Park in Lausa wieder neu zu beleben.

Hüpfplatte links und Schaukel rechts, sonst nichts: Der Spielplatz wartet
auf eine Belebung mit neuen Spielgeräten.

Gesellschaft für die Schaukel
„Wir haben 16 Kinder im Dorf, das 17. ist unterwegs“, begründet An-dré Mickan den Wunsch nach dem neuen Klettergerüst. Das seien allein die Kinder bis sechs Jahre, Enkelkinder oder andere Besucher noch nicht mitgezählt.

Eine zusätzliche Wippe wolle die Stadt Belgern-Schildau selbst finanzieren, aber das Klettergerüst hat sich der Lausaer Sport- und Heimatverein auf die Fahne geschrieben. „Das Angebot eines regionalen Handwerkers liegt uns vor. Wir träumen von einem Kletterspielturm, mit Rampen und Netzen, kleinen Sitzmöglichkeiten und einer Rutsche, um die einsame Schaukel auf dem Spielplatzgelände zu ergänzen. Für die Umsetzung benötigen wir 12 000 bis 15 000 Euro“, heißt es im Bewerbungsschreiben der Lausaer um den „Wir-Packen’S-an!“-Fördertopf. Laut André Mickan sollen noch zwei sogenannte Heidebänke des Holzhofes Taura als Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. „Es wäre schön, wenn der Park so zum Treffpunkt von Eltern, Kindern und anderen wird – so wie es früher mal war“, hofft der Vereinsvorsitzende.

Hauptsächlich aus Holz sollen die neuen Geräte sein. „Passend zur Natur um unser Dorf“, ordnet André Mickan ein. Die Vergabe an ein Unternehmen aus der Nachbarschaft soll die Region stärken. Zur Finanzierung will der Verein auch eigene Mittel aufwenden. „Da sind zum Beispiel die Einnahmen aus den Neujahrswanderungen und dem Verleih der zwei Hüpfburgen“, verdeutlicht der Vereinsvorsitzende. Dennoch werde jeder zusätzliche Euro gern genommen, so auch das Preisgeld. „Egal, wie hoch es letztendlich ausfällt.“

Eine fast leere Wiese: Der Lausaer Spielplatz ist am unteren
Bilddrittel links von der Wegkreuzung zu erkennen. 

„Wir kümmern uns“
Das Gelände des Parks gehört der Stadt Belgern-Schildau. Doch so einfach will André Mickan die Verantwortung für die hoffentlich bald dort errichteten Geräte nicht abschieben. „Wir als Heimatverein möchten quasi die Patenschaft für den Park übernehmen“, macht der Vereinsvorsitzende klar.

Wachsende Ödnis
Laut der Lausaerin Petra Dzur  war die Fläche einst der Schulgarten der Dorfschule. Im Jahr 1995 wurde der Park mit Mitteln der Europäischen Union geschaffen. Seitdem schwand Attraktion um Attraktion dahin. „Vom Luna-Park ist fast nichts mehr vorhanden. Fast alle Geräte sind abgebaut, weil sie nicht mehr TÜV-gerecht waren“, weist der Verein bereits in seiner Bewerbung auf das Problem hin. Offensichtlich fehlten über Jahre die Kinder im Dorf. „Und deswegen auch kaum Gründe zum Investieren“, erläutert André Mickan, der selbst 1996 berufsbedingt aus Brandenburg ins Heidedorf zog. Doch jetzt sind die Kinder da und der Vereinsvorsitzende sieht einen tollen Spielplatz auch als Werbung  für sein Dorf, um junge Familien anzusiedeln. Mittlerweile ist es der zweite Anlauf der 170-Seelen-Gemeinde um die Preisgelder von „Wir Packen’S an!. Bereits vor einem Jahr wurde der erste Anlauf gestartet. „Mit dem gleichen Projekt“, sagt André Mickan. In  den Zeiten der Pandemie sehe der Verein das neue Klettergerüst auch als Dankeschön an die Kinder, weil sie so tapfer geblieben sind. „Deswegen wäre es super, wenn die Spiellandschaft im Sommer stünde“, erläutert André Mickan.

Am Wanderweg zwischen Taura und Bockwitz gelegen könnte der Spielplatz
bald wieder ein schöner Rastplatz mit Kinderlachen sein. 

 


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