Mittwoch, 14. April 2021
Montag, 29. März 2021

"Ich freue mich sehr über diesen großen Zuspruch"

Dieser Berg Unrat kam zusammen. Foto: privat

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Am vergangenen Wochenende fand wie in jedem Frühjahr die traditionelle Müllsammelaktion in Dommitzsch statt. TZ sprach mit Christian Kurth vom Org.-Team. 

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Wie war die Resonanz? 

Sehr gut. Ich bin begeistert, dass wir in Corona-Zeiten so viele Leute animieren konnten, hier mit anzupacken. Ich schätze mal, dass wir zwischen 40 und 50 Helfer hatten. 

Wie lief die Aktion Corona-konform ab?

Sonst treffen wir uns zu einer gewissen Zeit an einem zentralen Ort und ich weise alle Teilnehmer ein. Diesmal konnten sich Familien und einzelne Personen im Vorfeld telefonisch bei mir melden und ich habe Flächen rund um Dommitzsch zugeteilt. Dadurch erstreckte sich das Geschehen von Freitagnachmittag bis Sonntagabend. Der letzte Teilnehmer meldete 18 Uhr, dass die Arbeit beendet ist. Ein weiterer Jäger und ich sind immer losgefahren, die Müllsäcke abzuholen, die meist an den Wegesrändern hingestellt wurden. Teilweise haben die Mitwirkenden die Müllsäcke auch abgeliefert. 

Was passiert mit dem Müll?

Sonst hatten wir immer einen Container vom Abfallunternehmen. Diesmal fiel die Entscheidung, den Müll mit einem Kleinfahrzeug auf die Deponie nach Torgau zu bringen. Der Unrat wird kostenlos vom Landkreis entsorgt. Die Stadt Dommitzsch stellte Müllbeutel und ein Fahrzeug zur Verfügung. Weiterhin half uns auch eine private Firma.

Was sagen Sie zur Ausbeute?

Ich denke, dass fast mehr Müll als in den anderen Jahren zusammengekommen ist. Das lag auch daran, dass einige Flächen und Örtlichkeiten außerhalb von Dommitzsch neu hinzukamen, die andere Jahre nicht zu schaffen waren – wie zum Beispiel verschiedene Bereiche an der Bahnstrecke. Es wurden auch bis zu 30 wild entsorgte Autoreifen geborgen. Andere Jahre lag der Schnitt zwischen 10 und 20 Stück. Es ist natürlich bedauerlich, dass solche Dinge immer wieder in die Natur geworfen werden. 

Ihr Fazit?

Ich freue mich, dass es so wunderbar geklappt hat und dass der Zuspruch so groß war. Voriges Jahr musste die Aktion ja wegen Corona ausfallen. Es haben auch viele Kinder teilgenommen und damit hat das Ganze auch eine erzieherische Wirkung. Das Umweltbewusstsein wird schon bei den Jüngsten gefördert. Statt zum Spaziergang sind ganze Familien zum Müllsammeln losgezogen. Die örtlichen Vereine haben in den WhatsApp-Gruppen für die Sammelaktion geworben und somit wurden auch mehr Leute erreicht. Der jüngste Teilnehmer war vier Jahre, der älteste wohl 74 Jahre alt. 

Und wer den Termin verpasst hat? 

Der hätte die nächsten Tage bis nach Ostern noch Zeit. Einige Stellen außerhalb von Dommitzsch stehen noch zur Verfügung, die beräumt werden können. Die letzten Mülltransporte organisieren wir erst nach den Feiertagen. Also wer Interesse hat, kann sich melden. (Christian Kurth Telefon 01733584467)

 


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