Montag, 17. Mai 2021
Freitag, 2. April 2021

Mockrehna landet vor elf Jahren im Mittelfeld

Die Mannschaft vom Mockrehnaer SV in der Kreisliga-Saison 2009/10. Von links, hinten: Trainer Uwe Ullrich, Mannschaftsleiter Martin Lange, Daniel Müldner, Stefan Franke, Marco Walther, Sven Haferkorn, Christian Reimer, Denis Springer, Karsten Juhrich. Vorn: Marian Geidel, Carsten Springer, Mario Flögel, Matthias Springer, Florian Walther, Hendrik Mager, Christian Grabe, Tobias Grube und Stephan Geidel. Es fehlen Frank Schmidtke, Florian Schreiber und Christoph Stange.Foto: privat

Von unserem Mitarbeiter Henry Lickfeldt

Wacker Dahlen hängt Torgauer Verfolger-Quartett ab. Hartenfels-Reserve erneut Sieger im TZ-Bärenpokal.

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Nordsachsen. Seit der Einführung der Kreisliga Torgau/Oschatz im Spieljahr 1994/95 - Meister wurde damals Dommitzsch - war das Spieljahr 2009/10 bereits die 16. Meisterschaft. Die zwei Aufsteiger aus der Kreisklasse, der TSV 1862 Schildau II und SV Merkwitz, strebten in dieser Saison nur den Klassenverbleib an. Die Spielgemeinschaft Mügeln/Ablaß II ging neu formiert an den Start und unterstrich ihre enorme Spielstärke als Vizemeister. 

Nach dem Aufstieg von Vorjahresmeister SV RW Mehderitzsch wurden die Karten vorn neu gemischt. Neben Vizemeister FSV Wacker Dahlen machten sich die regionalen Vertreter von SC Hartenfels Torgau II, SG Eintracht Weßnig, Dommitzscher SV GW und SV Roland Belgern große Hoffnungen, ganz oben mitzuspielen. Mit Arzberg und Zwethau bekamen die zwei Schlusslicher des Vorjahres eine weitere Chance. 

Am 22. August 2009 begann der Punktekampf mit 16 Teams. Mit dem FSV Wacker Dahlen setzte sich am Saisonende der selbst ernannte Favorit mit deutlichen Vorsprung vor dem SV Mügeln/Ablaß II durch. Jubel gab es auch in Strelln/Schöna über Platz drei und beim Tabellenvierten Dommitzsch. Dagegen erfüllten sich die hohen Erwartungen von Hartenfels Torgau II auf Platz fünf und der SG Eintracht Weßnig auf Platz sechs nicht. Die Torgauer Reserve mit Coach Jürgen Zölfl hielt sich allerdings mit dem erneuten Sieg im TZ-Bärenpokal gegen Mügeln/ Ablaß II (2:1) schadlos.

Erstaunliche Spielstärke bewies die Süptitzer Reserve auf Platz sieben. Hier ragte das Stürmertrio Herberg, Weißbarth und Schulze heraus. Und auch in Mockrehna wird man diese Saison nicht so schnell vergessen. In der tollen Hinrunde lief es großartig, bevor das Team in der enttäuschenden Rückrunde förmlich einbrach. Mit Florian Walther, Marian Geidel, Florian Schreiber und Carsten Springer gingen gleich vier torgefährliche Stürmer in der Hinrunde erfolgreich auf Torejagd.

Tobias Grube schaffte es dreimal in die Elf des Tages. Dann kamen Feldverweise und Verletzungen dazu. Nach dem 1:8-Debakel auf eigenem Platz musste sogar Coach Uwe Ullrich gehen. Damit war die erste Trainerentlassung perfekt. Michael Träumner sprang als Interimstrainer ein. Nach einer deprimierenden Rückrunde mit vielen Rückschlägen fielen die Mockrehnaer noch auf Rang neun zurück.

Einst war der Fußballplatz Döhner in Belgern eine Festung, doch in der Saison 2009/10 gingen gleich fünf Heimspiele verloren. Trainer Sven Jentzsch erreichte mit dem SV Roland nach einer schwachen Saison nur den zehnten Platz. Der Ausfall von Torjäger Patrick Schnelle wegen Verletzung sowie die Abgänge von Lehmann, Griethe, Konrad, Kisser und Eulitz konnten nicht kompensiert werden.

Der beste Stürmer beim SV GW Großtreben mit Trainer Thomas Patommel war Mario Schumann, der 14 Tore erzielte. Das Team sicherte sich beizeiten den Klassenverbleib. Mit Ronny Fahlisch, Marco Gräfe, Thiel und Hähnel gab es eine starke Vierer-Abwehrkette. Die entscheidenden Abstiegsduelle gegen Arzberg (zweimal 3:0) und den FSV Oschatz II (2:0 und 4:1) wurden alle siegreich beendet. Die Schildauer Reserve mit vielen Routiners wie Thiele, Haase, Parthaune, Grützner, Ebert, Prinz, Daume und Kresse schaffte mit Platz 13 ihr Saisonziel.

Weit abgeschlagen und mit großen Personalsorgen kämpften der FSV Oschatz II und der SV Arzberg um die rote Laterne, nachdem die Mannschaft vom SV Zwethau nach dem dritten Spieltag ausgestiegen war. Die Arzberger um Torwart Hempel sowie die Abwehrspieler mit den Brüdern Mielich, Gebauer, Booth und Bräuer wurden mit insgesamt 118 Gegentoren zur Schießbude der Liga. Dennoch konnte Arzberg durch den Zwangsabstieg von Oschatz II und Rückzug von Zwethau in der Kreisliga verbleiben. Bei den Oschatzern war am Saisonende 2009/10 die erste Vertretung aus der Bezirksklasse abgestiegen.

Auf Staffelleiter Zschüschner aus Oschatz kam in dieser Spielzeit viel Arbeit zu. Witterungsbedingt und durch schlechte Platzverhältnisse fielen die Punktspiele von der 16. bis zur 20. Runde nahezu komplett aus. Das Chaos sorgte im Terminkalender für Unruhe. Monatelang war die Tabelle verzerrt. Einige Spiele wurden allerdings auf den Oschatzer Kunstrasenplatz ausgetragen.

Durch Arbeit, Urlaub, Verletzung, Krankheit und Sperren hatten einige Teams arge Besetzungsprobleme. Zwethau mit dem kleinsten Spielerkader absolvierte nur drei Punktspiele. Die endeten mit drei hohen Niederlagen. Es gab ein 1:6 in Süptitz, 0:8 gegen Merwkitz und 0:14 in Weßnig. Danach zog Zwethau sein Team entnervt zurück. Die elf Zwethauer Schmidt, Kastner, Teiche, Gräfe, Kuhschmieder, Franz, Gebhardt, St. Schrinner, Haage, Sonntag und Winkler waren die Akteure, die das letzte Punktspiel in der Kreisliga absolvierten. Ein ganz unrühmlicher und trauriger Abgang.

Viele Nachholspiele wurden dann Ostern und Pfingsten angesetzt. Je nach Aufstellung zeigten die Vereine wechselhafte Vorstellungen. Hartenfels Torgau II setzte 40 Akteure ein und hatte sogar Spieler aus der dritten Mannschaft dabei. Der SV Arzberg trat dreimal mit nur zehn Akteuren an und kassierte zum Abschluss mit dem 2:11 in Merkwitz sogar eine zweistellige Niederlage.

Das enorme Leistungsgefälle sorgte für eine wahre Flut an Toren. Das Kunststück von fünf Treffern in nur einem Match schafften der Dahlener Torjäger Matthias Terpitz und der Merkwitzer Sven Zschäbitz. Mit einem lupenreinen Hattrick zeichneten sich zahlreiche Spieler aus. Das waren Thomas Raubold, Christian Windrath (beide Weßnig), Patrick Tänzer (Torgau II), Marian Geidel (Mockrehna), Christoph Herberg (SV Süptitz II), Bernd Serber und Chris Voland (beide SV Strelln/Schöna), Robert Mühlbach (Dommitzscher SV)  und Mario Schumann (GW Großtreben).

Merkwitz gegen Arzberg (11:2) war das torreichste Spiel. Jeweils zehn Treffer fielen bei SV Arzberg gegen Dahlen (1:9),  Merkwitz gegen Mockrehna (6:4), Weßnig gegen Merkwitz (7:3) sowie SV Süptitz II gegen Großtreben (7:3). In der Torschützenliste wurde der Dahlener Matthias Terpitz mit 31 Saisontoren überlegen Gewinner der Torjägerkanone. Dann folgten der Süptitzer Christoph Herberg mit 22, Paul Erdmann (Dahlen) mit 19, Norman Wehner (Torgau II) und Robert Mühlbach (Dommitzsch) mit je 18 Treffern.

Die meisten Zuschauer verbuchte Meister Wacker Dahlen mit 2150. Dahinter folgten Roland Belgern (1650), BW Wermsdorf (1530) und der SV Süptitz II (1200). Rekord waren die 250 Besucher beim Spitzentreffen zwischen Mügeln/Ablaß II und Dahlen (2:1). In der Region schlugen die umkämpften Nachbarschaftsderbys zwischen SV Strelln/Schöna und dem Mockrehnaer SV (1:1 und 3:2) hohe Wellen. Das beste Spiel war die Partie zwischen Hartenfels Torgau II und Mockrehna (5:3). Großes Interesse bei den Fans gab es auch bei den beiden Derbys zwischen Süptitz II und Dommitzsch (1:4 und 3:5).

Bei Eintracht Weßnig sorgte eine starke Rückrunde für Aufsehen. Verletzungen der Stammspieler Enrico Wirth, Dmitriy Prejs, Chris Pötzsch, Torwart Thomas Nitzsche, Koliber und Jahn fielen negativ ins Gewicht. Dafür sprangen die neuen Torjäger Christian Windrath und Christian Krost in die Bresche. Süptitz II schlug vor jeweils 140 Fans Belgern mit 2:0 und Torgau II mit 3:1. Torfestivals gab es beim 6:0 gegen Arzberg, 4:0 gegen Wermsdorf, 5:1 gegen Mockrehna und 7:3 gegen Großtreben.

Nach den Rängen neun, acht, fünf und zwei schaffte Wacker Dahlen nach fünf Spieljahren die Rückkehr in die Bezirksklasse. Mit insgesamt 108 Toren knackten die Heidestädter sogar die Schallmauer von 100 Treffern. 20 Siege, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen standen am Saisonende zu Buche. Die höchsten Siege gelangen mit dem 9:0 gegen Oschatz II, 9:1 und 8:0 gegen Arzberg und dem 8:1 in Mockrehna. Dahlen war in dieser Saison auswärts wie zuhause ein Zuschauermagnet.

Stammkeeper von Wacker war Matthias Krüger. Der 45-jährige Routinier Steffen Thomas hing in Dahlen extra noch ein Spieljahr dran. Robert Müller, Johann Hientzsch, Mike Limburg und Ronald Geißler spielten in der Abwehrkette. Die besten drei Torschützen waren der Cavertitzer Matthias Terpitz, der Treptitzer Paul Erdmann und Michael Möbius mit elf Saisontoren. Der flinke Terpitz mit seiner Rückennummer 11  wurde überlegen Torschützenkönig (siehe oben). Die Schmannewitzer Marcel Scharein und Mike Limburg sowie Steve Nelde waren die Spielgestalter im Mittelfeld. Die Verletzungsausfälle von Felix Lubitz, Robert Erdmann, Ronald Geißler, Förster und Patrick Möbius konnten ausgeglichen werden. 

Bestes Team der Region Torgau wurde überraschend der SV Strelln/Schöna – und das trotz des kleinen Kaders. Man sprang von Rang zwölf auf Platz drei nach oben. Und das auch ohne Müller, Werner, Heß, Hauptmann, Quellmann und Rothe. Die drei Angreifer D. Jehnich, Patrick Serber und Chris Voland markierten jeweils neun Saisontreffer. Mit Stephan Habich und Benny Krause standen zwei gleichwertige Keeper zwischen den Torpfosten. Verlass war auf die Viererabwehrkette mit Sebastian Höde, Silvio Winkler, Maik Böhme und Thomas Richter.

Routinier Dirk Wittig spielte im defensiven Mittelfeld. Veit Mielich, Peter Habich und Robert Seidel schafften den Durchbruch und wurden neue Stammspieler. Chris Voland mit seinen drei Toren in der ersten Halbzeit sicherte den 3:2-Sieg beim rassigen Derby in Mockrehna. Torreiche Spitzentreffen wie das 3:3 bei SC Hartenfels Torgau II und gegen den Meister Wacker Dahlen begeisterten die Fans. 

Knöchelblessuren von Marco Fromm, Schleinitz und Seidel führten zu Ausfällen. Winkler, Höde und Serber wurden je dreimal in die Elf des Tages gewählt. Die höchsten Saisonsiege gelangen gegen FSV Oschatz II mit dem 6:0 und 4:0. Alles in allem war es eine starke Strellner Saison.

Die Gänsebrunnenstädter hatten im Angriff zugelegt und sprangen auf den beachtlichen vierten Platz nach vorn. Großen Anteil daran hatten die Torjäger Robert Mühlbach (18 Treffer) und Freistoßspezialist David Gerngroß (16). Neuer Spielmacher waren der Zugang Nico Pottecz und Dominik Hache. Mit Ex-Torschützenkönig Stephan Forstner und Hanner verstärkten zwei weitere Zugänge die Grün-Weißen.

Beim 2:4 in Mockrehna am siebenten Spieltag verletzte sich Stammkeeper D. Gühne und musste in sieben Spielen von Ersatztorwart Taggeselle ersetzt werden. Mit Galla, Nicolaus und Kurth spielte die Abwehrreihe komplett durch. Nur gegen Meister Dahlen (zweimal 2:5) und Mügeln/Ablaß II hatte man nichts zu bestellen. Ansonsten bewiesen die Dommitzscher offensive Qualitäten. So wurden zahlreiche Kantersiege wie gegen Arzberg (7:0 und 7:1), in Wermsdorf (5:1), gegen den TSV Schildau II (6:3) und zweimal im Derby gegen SV Süptitz II (5:3 und 4:0) herausgeschossen.

Burkhardt, Karsten Reichelt, Matthias Hache, Nico Pottecz und Dominik Hache waren das torgefährliche Mittelfeld. Verletzungen von Wolfsteller, Kuhnert, Hartig, Spielmacher M. Haß und Brenne hinterließen aber Lücken. Der Einsatz von Spielern aus der zweiten Mannschaft wie Jähnig, Kühne und Gläsner brachte Schwankungen mit sich. So wurde gegen den SV Merkwitz das Hinspiel mit 0:4 Toren verloren und das Rückspiel mit 5:0 Toren gewonnen.

Eine wechselvolle Saison mit Höhen und Tiefen gab es bei der Reserve von Hartenfels Torgau. Die Trainer Jürgen Zölfl und Karsten Wehner hatten mit vielen Ausfällen und Umstellungen  zu kämpfen. Seine Tore schoss regelmäßig nur Norman Wehner, der am Ende 18 Treffer auf dem Konto hatte. Die zwei Ex-Torjäger Matthias Herfurth und Martin Hagedorn waren oft verletzt. Ebenso wie die Spielmacher Steven Krumpholz, Jimmy Czirpka, Stolarski und Grieser. Goritzki, Petzold und Gesse schoben sich dann in den Stamm der Mannschaft. Patrick Tänzer spielte meistens in der Bezirksligaelf und kam so nur auf sieben Treffer in der Kreisliga.

So ging es hoch und runter. Stammtorwart war Weber. In der Abwehr agierten Max Lichtenwald, Matthias Müller und Daniel Kanitz als Stammspieler. Die besten Saisonspiele gelangen beim 4:0 in Belgern, dem 5:3 gegen Mockrehna, 4:0 gegen BW Wermsdorf und 3:0 gegen Eintracht Weßnig. Die beiden Torgauer Drabon und Schulze sündigten bei den Torchancen am meisten.

Christopher Jentzsch, Jakob Gwenner und Daniel Richter spielten eine solide Saison. Stark und Grieser gaben die meisten Vorlagen. Legende Olrik Schulze gab beim 3:0 gegen Weßnig seinen Abschied bekannt. Als Personalnot eintrat, kamen Nachwuchsspieler und Akteure aus der dritten  Mannschaft in einer Rumpfelf zum Einsatz. So gab es beim 2:5 in Mockrehna und 0:3 in Dommitzsch auch heftige Niederlagen.

Eintracht Weßnig hatte mit Lars Richter, Nico Hoffmann und Denis Letzel eine eingespielte Defensive. Windrath, Bürger und Zugang K. Richard brachten neuen Schwung ins Team. Die Spielgestalter Marcel Klitza, Mirko Kurth, Thomas Raubold und Christian Windrath schafften es mehrmals in die Elf des Tages. Christian Krost und Windrath schossen die meisten Treffer. Thomas Raubold glänzte mit seinen präzisen Diagonalpässen. 

Die besten Vorstellungen der Eintracht gab es beim 4:0 gegen Wermsdorf und dem 2:0 gegen SC Hartenfels Torgau II zu beobachten. Beim 7:3 gegen SV Merkwitz markierte Torjäger Krost einen Viererpack. Verletzungen brachten auch in Weßnig Rückschläge. Vor allem der lange Ausfall von Torjäger Dmitriy Prejs, Torwart Thomas Nitzsche, Igor Koliber, Jahn und Chris Pötzsch machten sich bemerkbar. Ersatzkeeper Knor musste in den Kasten. Nach den drei Niederlagen in Belgern, Dommitzsch und Torgau reichte es nur zum sechsten Platz.

Der Süptitzer Christan Beyler war in der Saison 2009/10 der beste Torwart der Kreisliga. Mit Theuerkorn, Ludewig, Tillmann und Hudewenz stand eine sichere Abwehrkette zur Verfügung. Ein breiter Spielerkader sorgte immer für Alternativen. Christoph Herberg schoss erneut die meisten Tore. Gleich dreimal glänzte Christoph Herberg mit einem Doppelpack gegen Roland Belgern,  Großtreben und in Arzberg. Mit insgesamt 22 Saisontoren belegte Herberg  Platz zwei in der Torschützenliste. M. Schulze folgt mit 13 Treffern.

Hagen, von Nießen und Zippel waren im offensiven Mittelfeld gesetzt. Krause, Leuschner, Knoche und Kanitz wurden sichere Stammspieler. Unter anderem beim 5:1 gegen Mockrehna glänzten Weißbarth, Melzer und St. Kukard mit raffinierten Freistoßtoren. Insgesamt eine starke Serie der Süptitzer Reserve.

Mit großen Erwartungen ging der Mockrehnaer SV in die Saison. Ein sehr guter Spielerkader war vorhanden. In der Hinrunde lief die Angriffswelle auf Hochtouren. Zahlreiche Kantersiege zuhause wie das 6:2 gegen Wermsdorf, 4:2 gegen Dommitzsch, 4:3 gegen Süptitz II und 5:3 gegen Merkwitz begeisterten die Zuschauer.

Der Sprattaer Marian Geidel, Tobias Grube, Christian Reimer und Carsten Springer waren die treibenden Kräfte. Torjäger Florian Walther schoss mit 17 die meisten Tore. Rechtsaußen Florian Schreiber erzielte allerdings die schönsten Treffer. Stopper Karsten Juhrich war für die Strafstöße zuständig. Christian Grabe, Florian Schreiber, Matthias Springer und Juhrich landeten dreimal in der Elf des Tages.

Die Wildenhainer Stefan Franke und Christoph Stange schafften den Sprung in die erste  Mannschaft. Disziplinlosigkeiten führten leider zu vielen Feldverweisen. Verletzungen von Denis Springer, Daniel Müldner, Wenisch, Rahn und Lutterbach führten zu Ausfällen. In der Rückrunde ging es ohne Trainer Uwe Ullrich trotzdem drunter und drüber. Mit Sorek, Schmidtke, Hörig und Geidel wechselten sich vier Torleute im Kasten ab. Die Abwehr hatte große Lücken und kassierte insgesamt 77 Gegentore. Pleite an Pleite reihte sich aneinander. Es gab ein 1:8 in Dahlen, jeweils ein 1:5 in Ablaß und in Süptitz, 1:4 in Wermsdorf und 4:6 in Merkwitz.

Bis auf Rang zehn rutschte Roland Belgern unter der Regie von Coach Sven Jentzsch ab. Grund waren  erhebliche Sturmschwächen und Abwehrprobleme. Stammkeeper war Thomas Richter und Christian Penno der Akteur mit den meisten Einsätzen. Außerdem brachten noch Benjamin Klemm, Spielmacher Clemens Langrock, Müller und Zugang H. Tutschner gute Leistungen.

Eine Verletzungsmisere führte zu vielen Ausfällen. Im Sturm herrschte Flaute, weil Torjäger Patrick Schnelle verletzt fehlte.  Maik Schwäbe, Müller, Schneider und Matthias Seifert setzten Impulse im Mittelfeld, doch es haperte an der Chancenverwertung. Licht und Schatten wechselten sich ab. So gelangen in Dahlen und in Weßnig 1:0-Auswärtssiege. Blamabel dagegen das Auftreten gegen Neuling TSV Schildau II (3:4 und 1:5), SV Süptitz II (0:2 und 3:4) und den SV Merkwitz (zweimal 1:1).

Die zahlreichen Fans im Döhner mussten auch fünf Heimschlappen verkraften. H. Tutschner und C. Langrock retteten mit ihren Toren in den Schlussminuten manchen Punkt. Nie fanden die Rolandstädter ihre spielerische Linie. Krahl, Ferl, Körner, Zschiesche, Merzsch und Schulte fielen mit Blessuren aus. In der Rückrunde glänzte Patrick Schnelle mit neun Toren, doch es nutzte nichts mehr. Die Saison der Rolandstädter war diesmal im Eimer.

Abschlusstabelle Kreisliga Torgau/Oschatz 2009/10:

1. FSV Wacker Dahlen                                  28      20  05  03     108:35       65

2. SV Mügeln/Ablaß II                                  28      18  02  06       68:34        56

3. SV Strelln/Schöna                                      28      15  06  07       55:34        51

4. Dommitzscher SV GW                             28      15  04  09       79:59        49

5. SC Hartenfels Torgau II                            28      14  05  09       60:45        47

6. SG Eintracht Weßnig                                28      13  07  08       57:39        46

7. SV Süptitz II                                                  28      12  06  10       59:51        42

8. FSV BW Wermsdorf                                  28      12  05  11       61:64        41

9. Mockrehnaer SV 04                                  28      12  05  11       68:77        41

10. SV Roland Belgern                                  28      11  06  11       46:47        39

11.  SV Merkwitz (N)                                     28      09  04  13       60:61        33

12. SV GW Großtreben                                28      10  03  15       45:55        33

13. TSV 1862 Schildau II (N)                        28      08  04  16       57:78        28   

14. FSV Oschatz II                                           28      03  04  21       27:85        13

15. SV Arzberg                                                 28      02  04  22       32:118      10 

16. SV Zwethau                             zurückgezogen, alle Spiele annulliert

 

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Fußball Kreisliga Torgau/Oschatz 2009/10


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