Donnerstag, 6. Mai 2021
Montag, 12. April 2021

Keine 850-Jahr-Feier in Schildau

Uwe TempelFoto: Thomas Manthey

von unserem Redakteur Christian Wendt

Schildau. Überraschend dürfte diese Aussage in Corona-Zeiten für viele nicht gekommen sein. In solch einer Deutlichkeit wurde sie aber auch noch nicht in die Öffentlichkeit getragen: Die eigentlich aus dem vergangenen Jahr in den Sommer 2021 geschobene 850-Jahr-Feier der Gneisenaustädter wird es auch diesmal nicht geben.

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Das teilte Belgern-Schildaus Bürgermeister Matthias Griem (FWG) zur jüngsten Stadtratssitzung mit. Wie Griem erklärte, habe er darüber bereits mit Uwe Tempel, dem Vereinspräsidenten des TSV 1862 Schildau, gesprochen. 

Der TSV hatte sich nach langer Diskussion dazu bereit erklärt, rechtlich als Veranstalter zu fungieren, nachdem die Stadt jene Rolle abgelehnt hatte. Die Organisation der angedachten Großveranstaltung lag freilich in den Händen eines breit aufgestellten Organisationskomitees, in dem neben Vereinen  beispielsweise auch die Grundschule integriert waren. Mit Uwe Tempel kam die Torgauer Zeitung am MOntagmorgen ins Gespräch.

Herr Tempel, wann war klar, dass in diesem Jahr in Schildau nun doch nicht wie angedacht gefeiert wird?

Für unsere Organisationsrunde eigentlich schon Ende des vergangenen Jahres. Deswegen verwundert es mich schon ein wenig, dass diese Meldung erst jetzt im Stadtrat bekanntgemacht worden ist. Ich hatte im Herbst alle Mitglieder des Organisationskomitees dazu angeschrieben. Die Reaktionsquote war eher überschaubar. Und das, was ich zurückbekam, war klar: An einer Absage der Festlichkeit führt kein Weg vorbei.

Vielleicht hätte es ja noch einmal eine Verschiebung ins kommende Jahr geben können, oder?

Vielleicht. Aber die Motivation dazu wäre zwei Jahre nach dem eigentlichen Feierdatum mit Sicherheit nicht mehr die gleiche, wie zu Beginn. 

Die traditionsbewussten Gneisenaustädter verzichten nun vollkommen aufs Feiern?

Nicht ganz. Wir haben uns darauf verständigt, dass – sobald es Vereinsfeste wieder geben darf – diese dann im Zeichen von 850 ereignisreichen Schildauer Jahren stehen sollen. Dieser Kleinteiligkeit räumen wir bessere Chancen ein, als einer einzigen Großveranstaltung. So etwas in derart ungewissen Zeiten vorzubereiten halte ich nicht für zielführend.

 


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