Mittwoch, 5. Mai 2021
Freitag, 16. April 2021

Der Frost war diesmal nicht gefährlich

Jens Prietsch. Foto: TZ-Archiv

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. In der vergangenen Woche gingen die Temperaturen vor allem in den Nachtstunden teilweise tief in den Keller. TZ sprach am Donnerstag mit Obstanbauer Jens Prietsch von der Firma Heideobst Dommitsch über mögliche Auswirkungen:

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Müssen Sie erneut um Ihre Ernte bangen?

Nein, der Frost zu diesem Zeitpunkt war nicht gefährlich. Die Bäume beim Steinobst gehen erst jetzt langsam in Richtung Vollblüte. Aufgrund meiner Erfahrungen der letzten Jahre kann ich sagen: In dem Stadium können die Bäume das verkraften. Außerdem trat der Frost nur relativ kurz auf und wir hatten maximal minus 2 Grad Celsius. 

Voriges Jahr wirkten Sie nicht so entspannt oder? 

Das stimmt. Da waren die Blüten alle auf, als die strenge Kälte kam. Die Vegetation hinkt in diesem Jahr etwa zwei Wochen hinterher. Im vergangenen Jahr wurden auch bis zu minus 8 Grad Celsius gemessen. Das bescherte mir rund 50 Prozent Ernte-Einbuße bei den Kirschen. 

Können Sie jetzt durchatmen? 

Nein, die Obstbauern müssen noch eine Weile zittern. Um den 28. April beispielsweise erwarten wir Vollmond. Dann klaren die Nächte auf und es könnte wieder kalt werden. Das ist eine kritische Phase. Erst wenn die Eisheiligen vorüber sind so ab Mitte Mai wäre das Schlimmste überstanden. Der Frost ist tatsächlich unsere größte Sorge. 

Welche Arbeiten stehen derzeit für Obstbauer an? 

Auf meiner 4-Hektar-Plantage widme ich mich derzeit der Pflege, dem Pflanzenschutz und der Düngung. Mit den Niederschlägen bin ich zufrieden. Natürlich wäre auch weiterer Regen nicht schlecht. Wichtig ist, dass in den nächsten Wochen die Bienen kommen. Ich arbeite mit einem Imker zusammen, um gute Voraussetzungen zu haben. 

Nico Wendt 


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