Donnerstag, 6. Mai 2021
Freitag, 16. April 2021

Covid-19: Testmöglichkeiten in Torgau und Umgebung

Bisher prägten lange Schlangen vor dem Kulturhaus als Covid-19-Testzentrum das Bild am Rosa-Luxemburg-Platz. Foto: TZ/Archiv

von unserem Volontär Thomas Keil

Torgau. Lehrer wünschen sie sich: negative Ergebnisse bei der Prüfung – jedoch nur im Spezialfall auf Covid-19. Die TZ erkundete, wo man in Torgau und Umgebung eine schnelle  Probe aufs Exempel machen lassen kann.

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„Ich will einfach wissen, dass ich es nicht habe“, begründet Silvia Wecke ihr Anstehen vor dem Kulturhaus. Die Hörgeräteakustikerin war bisher schon dreimal vor Ort und ließ sich testen. „Einmal pro Woche“, erläutert sie ihren Prüfrhythmus. Andere in der Schlange benötigen den hoffentlich negativen Test für ihre Arbeit, wie  zum Beispiel zwei Männer unter den Wartenden informierten. Sie seien verpflichtet, einmal pro Woche einen negativen Schnelltest nachzuweisen.

Nachdem sich bisher alles ins Kulturhaus drängelte, entstehen auch um das Kreisi herum immer mehr Teststationen. „Die Landkreisverwaltung passt in Zusammenarbeit mit Kommunen und Hilfsorganisationen das Angebot ihrer Corona-Schnell-Teststationen dem gewachsenen Bedarf an. Im Rahmen der Möglichkeiten der jeweiligen Leistungserbringer werden Öffnungszeiten erweitert und neue Testpunkte geschaffen“, teilt das Landratsamt Nordsachsen dazu mit. So sei  auch das Kulturhaus Torgau seit Freitag täglich geöffnet, Ruhetage sind nur noch Mittwoch und Samstag.

Mittlerweile bieten ebenso Apotheken an, die Proben zu entnehmen und vor Ort auszuwerten. Weiterhin haben sie die frei verkäuflichen Schnelltests für den Eigenversuch im Angebot.

Mohren-Apotheke
„Wir sind offizielle Teststation“, sagt eine Jacqueline Kretzschmar. Allerdings muss vorher telefonisch ein Termin ausgemacht werden. „Spontan vorbeikommen und fragen, ob gerade was frei ist, geht nicht“, schränkt die Inhaberin ein. Am besten rufe der Probant mit ein paar Tagen Vorlauf an. Generell seien die Prüfungen kostenlos. „Die Kosten rechne ich über die Kassenärztliche Vereinigung ab“, erläutert Jacqueline Kretzschmar. Vorausgegangen waren eine Anmeldung beim Gesundheitsamt und eine Schulung für den Nasenabstrich. „Ich habe dafür einen Sachkundenachweis“, verdeutlicht die Apothekerin.

Hahnemann-Apotheke
Ebenfalls offiziell angemeldet beim Gesundheitsamt hat sich die Hahnemann-Apotheke im PEP. „Mittlerweile haben wir eine Taktung von 5 Minuten für die Versuche“, sagt Heide Schulz. Obwohl die Inhaberin eine telefonische Termivereinbarung für die Beprobungen bevorzugt, sei auch die spontane Nachfrage nach freien Kapazitäten durchaus möglich. „Aktuell verzeichnen wir pro Tag rund 90 Testungen“, verdeutlichte sie den Andrang (TZ berichtete). Als Apothekerin gehe sie übrigens in Vorleistung. „Ich muß hinterher bei der Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen“, teilt Heide Schulz mit. Sie bekomme keine kostenlosen Versuchspackungen gestellt, ganz im Gegensatz zum Kreisi.

Stadt-Apotheke
In der Stadt-Apotheke sind nach vorheriger Terminabsprache ebenfalls Untersuchungen auf eine mögliche Covid-19-Infektion möglich. Bisher nutzten nach Aussage des Inhabers Philip Brandt etwa fünf bis zehn Personen pro Woche diese Möglichkeit. „Das kostet momentan noch 30 Euro, wenn wir den Test ausführen“, sagt Philip Brandt. In naher Zukunft sollen aber auch diese Kosten für den Patienten entfallen. „Dazu haben wir uns beim Gesundheitsamt angemeldet und die Abrechnung der Versuchskosten über die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen eingesteuert“, sagt der Apotheker. So soll es bereits ab Mittwoch nächster Woche soweit sein – dann aber ganz modern mit Anmeldung und Terminbuchung via Internet. „Über unsere Webseiten www.apotheketorgau.de und www.apotorgau.de“, informiert Philip Brandt. „Wir machen den Abstrich und dann können Sie ihrer Wege gehen“, erläutert Philip Brandt. Das Ergebnis werde auf elektronischem Wege zugestellt. „Bei Bedarf drucken wir es aber auch aus“, so Philip Brandt. Allerdings müsse man dann die 15 Minuten vor Ort warten, bis das Ergebnis vorliegt. Obwohl mit der Bärenapotheke und der Apotheke am Friedrichplatz noch zwei Filialen zur Stadt-Apotheke gehören,  werden die Versuche ausschließlich in der Bahnhofstraße gemacht. „Nur hier haben wir die räumlichen Gegebenheiten“, sagt Philip Brandt.

Bahnhofsapotheke
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite bleibt dem Bürger dagegen nur der Kauf des Testsets zur Eigenanwendung. „Wir erläutern natürlich unseren Patienten die korrekte Anwendung“, sagt Marit Höcke. Für eine Vor-Ort-Untersuchung fehle es einfach an den nötigen Kapazitäten, informiert die Inhaberin. „Sowohl räumlich als auch personell“, erläutert Marit Höcke. Gerade aufgrund Letzterem sei auch die Einrichtung eines dafür nötigen Raumes nicht geplant.

Pelikan-Apotheke
Hier gibt es nur den Schnelltest für zu Hause zu kaufen. „Für die Abnahme einer Probe und deren Untersuchung fehlen uns die räumlichen Kapazitäten“, bedauert Gerd Albrecht. Selbst mit zusätzlich angemieteten Räumen wäre es nicht umsetzbar, weil dann das Personal für diese Labore fehle.

Außerhalb Torgaus
Beilrode nimmt sein Testzentrum am Donnerstag in der Sportlerklause in Betrieb. „Danke an den FSV Beilrode für die spontane Bereitstellung der Räumlichkeiten“, sagt René Vetter. Laut dem Beilroder Bürgermeister können sich die Bürger immer dienstags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr  kostenlos prüfen lassen. Eine vorherige Anmeldung  sei nicht notwendig. Dagegen bietet die NachHaus)(Apotheke lediglich Schnelltestsets zum Kauf an. Im Moment könne man keine Untersuchungen vor Ort anbieten, so Hendrik Brunn. „Da wir personell und räumlich stark eingeschränkt sind?“, begründet der Inhaber.

In  Mockrehna bildet das Vereinsheim in der Dommitzscher Straße  die lokale Testmöglichkeit.   Für die Beprobung der Bürger stehen immer mittwochs von 11 bis 17 Uhr die Türen offen. „Die Entscheidung war gut“, sagte Ortsvorsteher Bernhard Wagner (TZ berichtete). Vorausgegangen sei eine Initiative des gesamten Ortschaftsrats.

Seit Dienstagbesteht auch in Dommitzsch die Möglichkeit, sich auf eine Covid-19-Infektion  schnell überprüfen zu lassen (TZ berichtete). Im Mehrgenerationenhaus nimmt Sybille Zugowski die Proben ab. Immer dienstags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr ist das Mehrgenerationenhaus dafür geöffnet. „Ohne Termine und ohne Kosten für die Bürger“, informierte der ASB-Kreisverband Torgau-Oschatz als Betreiber.


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