Donnerstag, 6. Mai 2021
Montag, 19. April 2021

Bölke reagiert auf Kritik

Detlef Bölke

von unserem Redakteur Christian Wendt

Langenreichenbach/Mockrehna. Mit Unverständnis reagierte Langenreichenbachs Ortsvorsteher Detlef Bölke (FWG) auf die persönliche Kritik  seiner beiden Amtskollegen Dietmar Schneider (FWG, Strelln) und Jürgen Mangler (FWG, Wildschütz).

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Gemeinsam mit dem Mockrehnaer Erwin Ellguth (LINKE) und der Wildschützerin Heidi Hallek (FWG) hatten Schneider und Mangler während der jüngsten Gemeinderatssitzung den Langenreichenbacher für dessen forschen Ritt in Sachen Spielplatzbau am Heidelbachsaal kritisiert. Schneider hatte auf Grund einer in seinen Augen „Eigenmächtigkeit und Anmaßung des Ingenieurbüros Bölke“ sogar  von einer großen Frechheit gesprochen. Im Gespräch mit der TZ wies der Langenreichenbacher dies  zurück. Das Projekt sei eines des  Ortschaftsrats und nicht das des Herrn Bölke. Zudem komme der Ortschaftsrat für die Eigenmittel auf. Je länger der Bau  noch auf sich hätte warten lassen, je teurer werde dieser, mutmaßte Bölke, dessen Heimatort im vergangenen Jahr über LEADER beziehungsweise das dort verortete Regionalbudget allein vier Projekte gefördert bekam. Auch deswegen wurde im  Gemeinderat die Idee  angerissen, künftig LEADER-Projekte auf eines pro Jahr und Ortsteil zu begrenzen, um  das Bauamt zu entlasten. Immerhin gilt das LEADER-Verfahren als  aufwändig.

1500 Euro teurer

Allein beim Langenreichenbacher Spielplatzprojekt stiegen die Kosten nach Angabe Bölkes zwischen Beantragung (April 2020) und Ausschreibung (April 2021) um etwa 1500 Euro. Eile sei daher geboten. Da es keine Nachförderung gebe und sich die Gemeinde finanziell nicht daran beteilige, bleibe der Ortschaftsrat auf jenen Mehrkosten sitzen. „Wir haben aber keine zusätzlichen Einnahmen, woraus  die Mehrkosten beglichen werden könnten“, betonte Bölke. Jene in  Dorfwettbewerben  erhaltenen Anerkennungsprämien benötige man zur Realisierung aller vier Maßnahmen.

Abgestimmt

Bölke stellte  klar, dass mit  Bürgermeister Peter Klepel sein Handeln und die ihm zur Last gelegten „Eigenmächtigkeiten“  abgestimmt gewesen seien. Es sei  nicht unüblich, dass man sich an den  Vorgesetzten wende, wenn man mit einem Mitarbeiter in der Verwaltung nicht klarkomme. Zudem verwies er auf insgesamt 8 Sitzungen sowie eine Vielzahl an Stunden für Einholung und Abstimmung der Angebote, die zur Beantragung der vier Maßnahmen notwendig waren. Außerdem seien im vergangenen Jahr durch die Mitglieder des Ortschaftsrates und mit Unterstützung  engagierter Bürger 10 Arbeitseinsätze zur Umsetzung der Maßnahmen – auch bei der Sanierung des Pfarrhauses wurde mit Hand angelegt – durchgeführt worden. Während man anderswo offensichtlich darauf warte, dass einem – wie im Schlaraffenland – die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, setze man in Langenreichenbach mehr auf Gemeinsinn und ehrenamtliches Engagement, um eigene Ziele zu erreichen. Ihn verwundere es, dass es in Sachsen einen Tag des Ehrenamts gebe und der Landkreis Nordsachsen sogar ein Ehrenamtsbudget aufgelegt habe, man sich aber im Gemeinderat Mockrehna für sein ehrenamtliches Engagement nun auch noch heftig beschimpfen lassen müsse.


Das könnte Sie auch interessieren

DER MAZDA CX-3

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de