Donnerstag, 6. Mai 2021
Mittwoch, 21. April 2021

Hilfsaktion für kranken Fußballer Tibor

Tibor, Fußballer des FSV Blau-Weiß Wermsdorf, hofft darauf, dass er bald wieder gesund ist. Foto: privatFoto: privat

Von unserem Redakteur Thomas Manthey

Wermsdorf/Torgau. Es ist kaum zu ertragen, wenn Kinder schwer erkranken oder verunfallen. Da tut es gut, wenn unverhofft Hilfe die Not etwas lindert. Die Resonanz ist riesig.

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„Dass unser Verein in Sachen Miteinander und Füreinander sehr stark ist, ist ja zum Glück wirklich nicht neu. Leider auch nicht neu ist, dass unser junges Mitglied Tibor immer noch mitten im Kampf gegen die  schwere und heimtückische Krankheit Leukämie steckt. Der gesamte Verein mit seinen Mitgliedern und deren Familien stehen ohne Frage wie eine Wand hinter ihm und sind in Gedanken bei ihm. Dass uns sein Schicksal berührt, haben wir mit einer kleinen Aktion schon bewiesen.“ - mit diesem Beitrag wandte sich der FSV Blau-Weiß Wermsdorf vor wenigen Tagen via Vereinshomepage und auf seiner Facebook-Seite an die Öffentlichkeit, mit der Bitte, um Unterstützung.

Die Blau-Weißen wollen Tibor bei seinem Kampf gegen seine schwere Krankheit helfen. Der Siebjährige hat Leukämie. Seit etlichen Wochen kämpft der junge Wermsdorfer, will seine Krankheit mit medizinischer Unterstützung durch die Fachleute seiner Klinik in Leipzig besiegen. Tapfer. Beschützt, umsorgt, behütet und unterstützt, wo es nur geht, wird der kleine FSV-Kicker von dessen Eltern und der ganzen Familie. Und in dieser Not erfahren Tibor und seine Familie derzeit eine überwältigende Solidarität.

Denn nicht nur die Mitglieder, Freunde, Fans und Unterstützer des FSV Blau-Weiß helfen, in dem sie für Tibor spenden – Geld. Inzwischen stößt die Kampagne auf große Resonanz. Und sie ist geradezu überwältigend. Zahlreiche Vereine, darunter auch aus der Region Torgau, nahmen sich des Aufrufes an und nutzten ihre Social-Media-Kanäle, um die Hilfsaktion weiter publik zu machen.

„Wir sind total überwältigt. So auch, was  inzwischen an Geld eingegangen ist“, so René Naujoks, seit 2010 Vorsitzender des Wermsdorfer Verein, beim gestrigen Telefonat. Stand gestern Vormittag sind rund 13 000 Euro auf dem Konto eingegangen. Toll! Naujoks möchte, dass die Familie von Tibor in der Öffentlichkeit nicht weiter dargestellt wird, denn sie hat mit der Krankheit und dem Schicksal ihres Sohnes eine große Last zu tragen.

Und da ist eine öffentliche Darstellung der kleinen Familie alles andere als dienlich. Nur soviel: Tibors Vater, ein leidenschaftlicher Langläufer, ist selbst Mitglied im FSV. „Letztlich geht es ja um Tibor und die Sache, dass wir gern helfen möchten. Wir stehen voll und ganz hinter den Eltern, pflegen einen intensiven Kontakt und steht gut im Austausch.“, erklärt Naujoks. 

Ihren Anfang fand die Hilfsaktion bei den beherzten Alte-Herren-Fußballern des FSV Blau-Weiß. Dazu  der Vereinschef, der selbst bei und mit den FSV-Oldies kickt: „Wir besprachen alles zunächst in einem kleinen Kreis und berieten, dass wir das Geld für unsere Geburtstagsrunden Tibor zukommen lassen. Schnell waren wir uns einig: Das machen wir! Aufgrund der breiten Unterstützung haben wir Alten Herren uns dann entschlossen, ein Paypal-Spendenkonto einzurichten, auf das jeder seinen Beitrag einzahlen kann.“

Gesagt getan. Tibors Eltern waren sehr gerührt und angetan, was die Hilfe der FSV-Oldie-Kicker anbelangt. Doch dann half auf einmal der ganze Verein. Alle wollen Tibor und seine Familie bei diesem Überlebenskampf unterstützen. Die Hilfsaktion wurde auf der Homepage und Facebook-Seite des Wermsdorfer Vereins veröffentlicht. Mit dem Aufruf wandten sich die Wermsdorfer Sportler an alle, ihre Kampagne auf Facebook, WhatsApp und auf sämtlichen Social-Media-Kanälen zu teilen.

Mit großem Erfolg. Unzählige Male wurde der Aufruf geteilt und gepostet, was sich auch positiv in der oben genannten Summe niederschlug, die summa summarum inzwischen auf dem Konto einging. In diesem Zusammenhang gibt Vereinschef Naujoks eine nicht unbedeutende Erklärung ab: „Tibors Eltern möchten das Geld nicht für sich und Tibor beanspruchen. Sie möchten, dass es vollständig drei Projekten zugute kommt. In Abstimmung kommt das eingesammelte Geld der Krebsstation des Leipziger Krankenhauses, in dem Tibor behandelt wird, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei zugute und wird für die Erfüllung eines persönlichen Wunsches von Tibor verwendet. Weder wir als Verein, noch die Familie von Tibor wollen davon profitieren. Uns gemeinsam geht es ausschließlich darum zu helfen.“

In den letzten Monaten hatte der Siebenjährige nicht Fußball spielen können. Zu riskant wäre es, denn Tibor braucht seine ganze Kraft und Energie für den schweren Weg und seine Gesundung. Ständig ist er im Wechsel bei seinen Eltern in Wermsdorf oder aber im Klinikum in Leipzig. Und dies fällt ihm schwer, denn der Fußballsport ist das große Steckenpferd des kleinen, fröhlichen Wermsdorfers. 

René Naujoks brachte im gestrigen Telefonat seinen Dank hinsichtlich der großen öffentlichen Anteilnahme und das Mitwirken der Öffentlichkeit mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Das Wort Danke kann nicht annähernd wiedergeben, was wir empfinden. Zusammen mit Tibors Eltern haben wir uns dazu entschieden, die Aktion bis zum 30. April fortzusetzen. Wir sind gespannt, wo die Reise noch hingeht. Uns ist durchaus bewusst, dass wir mit dem eingesammelten Geld Tibor nicht gesund machen können, aber das Gefühl, das ihr erzeugt habt, ist einfach unbeschreiblich und gibt Tibor sicher und hoffentlich noch zusätzlichen Rückenwind.“ Dass der Siebenjährige den Kampf am Ende mit Hilfe seiner Eltern gewinnen wird, davon sind die Wermsdorfer und alle anderen felsenfest überzeugt. Auch das gesamte Team der Torgauer Zeitung wünscht Tibor, seinen Eltern und der Hilfskampagne alles erdenklich Gute und viel Erfolg!

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