Donnerstag, 6. Mai 2021
Montag, 26. April 2021

Schwur ist es wert, regelmäßig in Erinnerung gebracht zu werden

Mit der Kranzniederlegung wurde gleichzeitig der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges gedacht. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Torgau. Die Gedenkveranstaltung zum Elbeday fand am Sonntag wegen Corona nur in kleinem Rahmen statt. 

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 Als sich die Verbände der Roten Armee und die Amerikaner am 25. April 1945 in Torgau trafen, war da nicht nur der Triumph und das Gefühl des nahenden Sieges über Hitlerdeutschland. Die Soldaten waren auch einfach kriegsmüde. Zu viel Leid und zu viel Schrecken lagen auf ihren langen verlustreichen Wegen hinter ihnen. 

So kam es mehr oder weniger spontan zu dem berühmten Schwur an der Elbe: Nie wieder Krieg! 

Eine Botschaft, die bis heute gilt und die es wert ist, regelmäßig in Erinnerung gerufen zu werden. Auch in Corona-Zeiten. Das sah Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth ebenso, die auf die Kranzniederlegung am vergangenen Sonntag am Denkmal nicht verzichten wollte und ihr Bedauern zum Ausdruck brachte. „Nachdem uns die Corona-Pandemie bereits im letzten Jahr gezwungen hat, den Jubiläums- und Gedenktag ohne Gäste zu begehen, hindert sie uns auch in diesem Jahr, ein Fest der Völkerverständigung mit einem vielfältigen Programm am Elbufer zu feiern“, erklärte sie. Umso wichtiger sei es, in diesem kleinen möglichen Rahmen der historischen Begegnung würdig zu gedenken und die Erinnerung an den 25. April lebendig zu halten. 

Die Stadt-Chefin schlug in ihrer Rede unter anderem einen Bogen in die Gegenwart. Nicht ohne Sorge blicke man auf die aktuellen internationalen Beziehungen und auf den stagnierenden Dialog zwischen Ost und West. Romina Barth sprach von schwierigen Zeiten. Deshalb freue sie sich umso mehr, Vertreter beider Seiten auf dem historischen Schauplatz in Torgau begrüßen zu können. Kultureller Austausch sei nicht zuletzt auch der geistige Boden für unsere internationalen Beziehungen - mit unseren Partnern und Freunden in Amerika, in Russland und in der Europäischen Union, so die Oberbürgermeisterin. 

Neben dem amerikanischen Generalkonsul Ken Toko sowie dem russischen Generalkonsul Andrej Yurevich Dronov richtete auch Andrea Dombois, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Grußworte an die Gäste. Alle Redner erwähnten mehrfach, wie wichtig es sei, die Ereignisse von damals nie zu vergessen und alles für den Frieden zu tun. 

Sehr symbolbehaftet war das Rahmenprogramm, das den Anwesenden am Sonntag geboten wurde. Schüler der 7. Klasse des Torgauer Johann-Walter-Gymnasiums und zwei Schülerinnen der 5. Klasse der Oberschule Beilrode hießen die Gäste in sieben verschiedenen Sprachen willkommen. Sie drückten ihren Wunsch nach „Frieden in der Welt“ aus und schickten zum Abschluss weiße Friedenstauben in den Himmel. 

Zuvor war eine feierliche Kranzniederlegung erfolgt. Neben den Vertretern der ausländischen Botschaften verfolgten auch der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt, die Landtagsabgeordnete Dr. Christiane Schenderlein, Sozialdezernentin Heike Schmidt (in Vertretung von Landrat Kai Emanuel), Mitglieder des Torgauer Stadtrates, des Reservistenverbandes, des Fördervereins Europa Begegnungen sowie Vertreter der hiesigen Kirchengemeinden das Programm mit.

 Eine Abordnung des russischen Motorradclubs Nachtwölfe legte Blumen nieder und Mitglieder des Vereins Militärhistorische Rad- und Kettenfahrzeugen kamen mit Jeeps vorgefahren. Am Rande der Veranstaltung traten zudem Mitglieder der DKP (Deutsche Kommunistische Partei) mit Plakaten und Transparenten in Erscheinung.


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