Montag, 26. Juli 2021
Donnerstag, 6. Mai 2021

Vize-Bürgermeister "vom Blitz getroffen"

Ingolf Gläser

von unserem Redakteur Christian Wendt

Schildau. Unerwarteter Geldregen für den Neubau der Schildauer Kindertagesstätte im Grünen Weg.

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Überraschung für Belgern-Schildaus Stadträte: In Vertretung von Bürgermeister Matthias Griem (FWG) überbrachte Vize-Bürgermeister Ingolf Gläser (CDU) am Mittwochabend während der Stadtratssitzung im Volkshaus die frohe Botschaft, dass für die Finanzierung des Kindergartenneubaus im Grünen Weg in Schildau nun doch Fördermittel in Größenordnungen zur Verfügung stehen. Angesichts einer Zusage des Bundes in Höhe von gut 1 Millionen Euro sprach Gläser davon, dass ihn jene Nachricht regelrecht geflasht habe. Kämmerin Claudia Alscher sieht eine Entspannung der finanzielle Situation der Stadt.

Der Stadtrat war bislang davon ausgegangen, dass die Kommune das Kita-Projekt – bei dem am 26. März Richtfest gefeiert wurde –  selbst finanzieren muss, was die Pro-Kopf-Verschuldung auf einen Schlag an die Grenze eines Haushaltssicherungskonzepts geschraubt hätte. Allein jener Umstand sorgte immer wieder für Diskussionen im Stadtrat.

Nach Angabe des CDU-Stadtverbands hatte der Bund dem Freistaat insgesamt 48 Millionen Euro über die Förderrichtlinie „Kinderbetreuungsfinanzierung Bund“ zur Verfügung gestellt. Auf den Landkreis Nordsachsen entfielen demnach knapp 3 Millionen Euro. Als weitere Projekte werden der Erweiterungsbau der Kita „Heinzelmännchen“ in Eilenburg und die Erstausstattung des Kita-Neubaus in Schkeuditz-Modelwitz gefördert.

CDU-Stadtverbandschef und Stadtrat Martin Jerusalem dankte mit Blick auf die Fördermittel vor allem Vize-Bürgermeister Gläser und MdL Dr. Christiane Schenderlein für deren persönlichen Einsatz. Auch der Stadtverwaltung reichte Jerusalem ein Lob wegen der schnellen Antragseinreichung aus.

Darauf, warum Bürgermeister Matthias Griem am Mittwoch nicht an der Sitzung teilnehmen konnte, wurde nicht weiter eingegangen. Mit Blick auf die Positionierung der Stadt in Sachen Kiesabbau hatte Gläser aber betont, dass er das Thema Hülskens auf die Tagesordnung einer der kommenden Ratssitzungen setzen lassen werde. Eine Andeutung, dass Bürgermeister Griem womöglich länger ausfallen wird? Zuvor erinnerte der für die CDU im Stadtrat sitzende Dr. Wolfgang Ender daran, dass die Stadt im Zuge des bergbaurechtlichen Genehmigungsverfahrens noch eine zweite Stellungnahme abgeben müsse, die deutlich detaillierter auszufallen habe, als die erste. „Wir müssen uns hier Gedanken über professionelle Hilfe machen, die Geld kosten wird“, mahnte Ender an. Ebenso sei es wichtig, dass über das Thema Kiesabbau öffentlich diskutiert werde, nachdem Ingolf Gläser darum gebeten hatte, den Meinungsbildungsprozess zunächst hinter verschlossenen Türen in Gang zu bringen. „Wir haben hier als Stadträte eine große Verantwortung gegenüber unseren Bürgern“, stärkte indes der ebenso für die CDU im Rat sitzende Peter Stracke seinem Amtskollegen Ender den Rücken.

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