Montag, 21. Juni 2021
Freitag, 7. Mai 2021

"Natürlich spüren wir die Folgen"

Die Fähre zwischen Dommitzsch und Prettin. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Am 1. Mai hat Fährpächter Jan Ulrich auf Sommerbetrieb umgestellt. Er fährt wochentags und an den Wochenenden nun wieder eine Stunde länger. 

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Dommitzsch. Am 1. Mai hat Fährpächter Jan Ulrich auf Sommerbetrieb umgestellt. Er fährt wochentags und an den Wochenenden nun wieder eine Stunde länger. 

Herr Ulrich, Sie haben derzeit wegen Corona weniger Kundschaft. Stand da nicht vielleicht eher die Überlegung, die Fährzeiten beizubehalten oder gar zu reduzieren? 

Nein, das möchten wir unseren Stammkunden nicht zumuten. Es gibt doch viele familiäre Verbindungen diesseits und jenseits des Flusses. Personen, die sich mal zum Grillen treffen – wenn es denn erlaubt ist – und die froh sind, dass sie nicht schon 18 Uhr zurück müssen. Nein wir fahren wochentags bis 20 Uhr und samstags und sonntags bis 19 Uhr. Daran wird auch Corona nichts ändern.  

Aber es gab schon mal zu Jahresbeginn zeitliche Einschränkungen am Wochenende?

Ja, das war mal kurzzeitig. Es lag aber daran, dass mir nicht alle Mitarbeiter zur Verfügung standen. Schon im Februar wurde dies wieder geändert. 

Wie stark sind denn derzeit die Einbußen durch Corona? 

Ich bin niemand, der jammert und versuche immer, das Beste zu sehen. Derzeit haben wir sogar den einen oder anderen Fährkunden mehr, da die Fähre in Pretzsch zur Werft und damit außer Betrieb ist. Ansonsten spürt man natürlich die Auswirkungen der Pandemie und des schlechten Wetters. Es fehlen die Ausflügler, die Motorradfahrer. Auch auf dem Elberadweg ist nichts los, da die Touristen ja keine Übernachtungsmöglichkeiten finden und somit zuhause bleiben. Eigentlich geht die Fahrrad-Saison schon im März los. Es ist auch nicht so, dass die Fährkunden abends noch Schlange stehen, wenn wir bis 20 Uhr fahren. Man kann nur hoffen, dass sich alles wieder entspannt und normalisiert. 

Apropos normalisiert: Der Wasserstand ist zuletzt ziemlich nach oben gegangen, nachdem es schon wieder sehr mau ausgesehen hatte! 

Ja eine Welle aus Tschechien hatte den Pegel letzte Woche gleich um gut einen Meter nach oben schnellen lassen. Offenbar gab es im Oberlauf der Elbe heftige Niederschläge. Aber auch darüber hinaus war der Wasserstand bisher besser als in den letzten Jahren. Trotzdem sind kaum Güterschiffe zu sehen und die Kabinenschiffe dürfen noch nicht fahren. Gespräch: Nico Wendt


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