Mittwoch, 4. August 2021
Montag, 17. Mai 2021

Herr Biber bezieht auf dem Glacis sein Quartier - Förderverein sorgt mit Anampeln für Blumenschmuck

Tobias Fasser, Kornelia Grube, Jochen Pulver und Sabine Alex (v.l.n.r.) gehörten zu den Helfern, die 160 Sommerblumen in Ampeln pflanzten. Foto: Bärbel Schumann

von unserer Redakteurin Bärbel Schumann

Torgau. Die Ereignisse zur Vorbereitung der Landesgartenschau im kommenden Jahr überschlagen sich in diesen Tagen. So sorgen sie wie gestern auch für manche Aufregung und neugierige Blicke der Torgauer am Vormittag.

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Die Ereignisse zur Vorbereitung der Landesgartenschau  im kommenden Jahr überschlagen sich in diesen Tagen und sorgen wie gestern auch für manche Aufregung und neugierige Blicke der Torgauer in den Morgenstunden. Doch der Reihe nach.

Zum dritten Mal trafen sich am Sonnabend Mitglieder des Fördervereins Landesgartenschau Torgau 2022 zum „Anampeln“. Im Innenhof des Proviantmagazins wurden 27 Ampeln mit Sommerblumen bepflanzt, die frisch am Morgen vom Blumenhaus Schubert angeliefert wurden.

Blumenschmuck für die Stadt

Ehe es so richtig los ging, verteilte Kornelia Grube vom Vorstand extra in Auftrag gegebene grüne Schürzen mit dem LAGA-Logo an die Helfer. Rund 160 Pflanzen waren dann auszutopfen, die jede für sich nun einen Platz in einer der Ampeln erhalten hat. „Vor drei Jahren haben wir mit fünf Ampeln angefangen“, blickt Dr. Harald Alex vom Vorstand zurück.
Er war nicht der einzige aus seiner Familie vor Ort. Tochter Sabine und Partner Tobias Fasser waren extra aus Berlin gekommen, um den Förderverein zu unterstützen, obwohl sie noch nicht zu seinen 83 Mitgliedern zählen.

Patenschaft für eine Kastanie

In einer Pause, bevor alle Ampeln bepflanzt waren, unterbreitetet  Kornelia Grube den anwesenden Frauen und Männern den Vorschlag, ob nicht auch der Förderverein eine Baumpatenschaft  auf dem LAGA-Gelände übernehmen kann. Von den Anwesenden hatte keiner etwas dagegen. Vereinsvorsitzender Dr. Volker Harzer schlug vor, eine Kastanie zu wählen und im Vorstand sowie mit den anderen, nicht anwesenden, Vereinsmitgliedern den Vorschlag zu diskutieren.
Übrigens wurden vor drei Jahren in der Breiten Straße hinter dem Rathaus die ersten fünf Ampeln  aufgehangen. Inzwischen sind es durch Spenden 27 geworden. Seit Sonnabend hängen sie nun in der Spitalstraße, der Kurstraße der Fritz-Reuther-Straße und an anderen Stellen. Sie setzen nun bis zum Herbst Farbtupfer in der Innenstadt an Laternen, wo sie mit viel Kraft und Geschick sicher befestigt wurden.

Herr Biber ist der Erste

Hingucker, wenn auch vorerst nur einen, gibt es an einer anderen Stelle Torgaus seit gestern. Für das Herzstück der 9. Sächsischen Landesgartenschau, den Stadtpark Glacis, wurde das erste Gerät für den Kranich-Biber-Spielplatz an der Eisbahnwiese angeliefert. Herr Biber ist da, kam über die Straßenwege am Morgen aus Sögel im niedersächsischen Emsland. „Gegen drei Uhr sind wir heute mit dem Transport gestartet“, erklärte der Projektleiter Spielgeräte Matthias Bohse vom Hersteller „Holzbau Quoppen“, die nach den Wünschen der LAGA-Planer von „Station C23“ mit eigenen Ideen komplettiert die hölzernen Spielgeräte in Tierform anfertigten.

Die Freude ist ins Gesicht geschrieben – Bettina Klein begutachtet den eben abgeladenen Biber.
Foto: Thomas Keil

Spezielle Technik im Einsatz

Da die Teile des Biberkörpers nicht unmittelbar bis zum Spielplatz mit dem Lkw angefahren werden konnten, wurde weitere Transporttechnik benötigt. Die stellte kurzerhand die Firma Kranlogistik Pötzsch zur Verfügung. Zaungäste gab es dabei vom LAGA-Team, denn die freuten sich, dass nun nach vielen Wochen mit Erdarbeiten und dem Wegebau man „endlich etwas sieht“. Beim Betrachten der interessant gestalteten großen Biberteile mit Rutsche, Kletterpunkten und anderem, kam schnell die Frage auf: Wie lange werden die Spielgeräte so schön mit ihrer farblichen Lasur und den speichelechten Farben aussehen? Denn immer wieder gab es in den vergangenen Wochen mutwillige Zerstörungen und Farbschmierereien in Bereichen der LAGA-Baustellen, die einfach nicht sein müssen. Hier sollte jeder achtsam sein und auch Zivilcourage zeigen, wenn er derartige Aktionen vor Ort erlebt.

Mit Muskel- und Maschinenkraft positionieren die Mannen von
Holzkunst Quappen den Biber auf dem vorbereiteten Fundament.
Foto: Thomas Keil

Der erste Kranich kommt

In dieser Woche wird sich noch weiteres tun. Der erste der beiden Kraniche wird ebenso angeliefert. Ob auch er wie sein Nachbar, der Biber, gleich an seinem künftigen Ort aufgebaut wird, muss sich noch zeigen. Denn die Anlieferung und die Aufstellung des fast zehn Meter hohen zweiten Kranichs wird zur Herausforderung für die Experten auf Grund der Lage des Spielplatzes und seiner Zuwegung. Das auffällige Teil wird  nach Pfingsten in Torgau erwartet.

Mit Kinderaugen – Blick aus dem Biber über die Eisbahnwiese.
Foto: Thomas Keil

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