Mittwoch, 23. Juni 2021
Donnerstag, 27. Mai 2021

Neues Feuerwehrfahrzeug übergeben

Symbolische Übergabe der ZündschlüsselFoto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Mockrehna. Aus zwei mach eins: Die Kameraden aus Mockrehna verfügen nun über ein hochmodernes HLF 20.

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Da freute sich nicht nur der Erste Maschinist Michael Müller: Am Donnerstagmorgen früh war es soweit. Mockrehnas Bürgermeister Peter Klepel überreichte symbolisch die Zündschlüssel des neuen HLF 20 an Mockrehnas Gemeinde- und Ortswehrleiter Frank Dörschmann. Gut 400000 Euro schwer war das Fahrzeug dank einer Sammelbestellung mit zwei weiteren Feuerwehren trotzdem noch nahezu ein Schnäppchen. Ein Schnäppchen, das jedoch ohne kräftiges Zutun des Freistaats für den Mockrehnaer Haushalt dennoch nicht zu stemmen gewesen wäre. Immerhin mussten knapp 100000 Euro an Eigenmittel bereitgestellt werden. Klepel und Dörschmann dankten deswegen nicht nur dem Gemeinderat für dessen Unterstützung sondern auch stellvertretend Jens Kabisch vom nordsächsischen Landratsamt. In dieser Behörde musste die Anschaffung auf einer von sämtlichen Bürgermeistern verabschiedeten Prioritätenliste gleich mehrfach eine Warterunde drehen.

„Der Bedarf an Fördergeldern ist gewaltig“, sagte Kabisch. In vielen Kommunen des Landkreises stünden jetzt Ersatzbeschaffungen für die nach der Wende gekauften Fahrzeuge an. Dazu werde die Wunschliste mit Blick auf den Bau von Gerätehäusern oder beispielsweise Anlagen zur Löschwasserversorgung immer länger.

Die Gemeinde Mockrehna hatte seit 2019 mit dem Förderantrag fürs neue HLF 20 zu tun. Ein Großteil der Arbeit lag in den Händen von Gemeindewehrleiter Frank Dörschmann, der sich jedoch stets auf die Hilfe der Verwaltung habe verlassen können.

Seit Ende April steht das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 16 Tonnen nun im Mockrehnaer Gerätehaus. Nur wenige Meter weiter konnte erst vor einem Vierteljahr die neue Rettungswache übergeben werden. „Hier ist ein tolles Zentrum für Menschenrettung entstanden, auf das wir stolz sein können“, sagte Klepel. Seinen Angaben zufolge ist das neue HLF 20 das mittlerweile neunte Fahrzeug, das den insgesamt acht Ortsfeuerwehren in den vergangenen Jahren zur Verfügung gestellt werden konnte. „Wir haben damit das Durchschnittsalter unserer Flotte deutlich verjüngt“, sagte der Bürgermeister.

Das HLF 20 ersetzt nicht nur einen in die Jahre gekommenen Rüstwagen (Baujahr 1988) und ein LF8/6 (Baujahr 1998). Mit Hilfe des modernen Hilfeleistungslöschfahrzeugs ist es fortan auch einfacher, tagsüber das Fahrzeug mit ausreichend Kameraden zu füllen. Wie Michael Müller erklärte, mussten bei der Zwei-Fahrzeuge-Variante immer 12 Kameraden ausrücken. Mit dem neuen Fahrzeug sinke die Anzahl auf nur noch 9.

Mittlerweile ist die Ausbildung an dem HLF 20 fast abgeschlossen. „Nicht, dass wir uns stark an neue Technik gewöhnen müssten“, sagte Frank Dörschmann. Aber die größtenteils aus dem Altbestand entnommene Technik sei auf dem neuen Fahrzeug an anderer Stelle verstaut. „Im Einsatz zählt jede Sekunde. Jeder muss wissen, wo etwas zu finden“, betonte der Gemeindewehrleiter.  Zuletzt werde es am Samstag eine Ausbildung an einem neuen Sprungkissen zur Menschenrettung geben. Sicherlich nicht nur für Maxi Müller (achte Klasse) von der Jugendfeuerwehr ein Spaß mit ernstem Hintergrund.


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